Der Countdown zum Thema

Carolin Giermindl | aus HEUREKA 5/12 vom 21.11.2012

691 000 000 Euro hat Österreich bisher insgesamt für CO2-Zertifikate ausgegeben. Heuer musste die Republik für 160 Millionen Euro Verschmutzungsrechte einkaufen.

120 000 000 Euro Schaden hat Österreichs Landwirtschaft 2012 durch Überschwemmungen, Frost, Dürre, Sturm und Hagel genommen.

4 000 000 Hektar Wald gibt es in Österreich, das sind 48 Prozent des Staatsgebietes. Die Hälfte des Baumbestandes sind Fichten. Die Fichte reagiert am empfindlichsten auf Trockenheit und Temperaturanstieg.

70 000 Tierarten leben in Österreich. Amphibien, fast alle Reptilien sowie mehr als die Hälfte der Vögel und Säugetiere sind vom Aussterben bedroht.

25 000 Schadensmeldungen verzeichnete die Hagel-versicherung Österreich bis 31. Juli 2012 wegen Wetterextremen. Das ist Rekord in der 65-jährigen Unternehmensgeschichte.

15 000 Kubikmeter Gestein sind am Rettenbachjoch in Sölden im August 2006 in die Tiefe gestürzt. Die Ursache: aufgetauter Permafrostboden.

3106 Meter hoch ist der Rauriser Sonnblick. Der Gipfel muss mit Betonklammern gestützt werden, denn schwindender Permafrost im Boden macht den Untergrund instabil.

2012 hat die Pasterze am Großglockner, Österreichs größtem Gletscher, im unteren Bereich 9 Meter an Eisdicke verloren.

2011 & 2003 waren Rekordschmelzjahre.

1700 Milliarden Tonnen organischen Kohlenstoff speichern Permafrostböden weltweit. Österreichs dauerhaft gefrorener Boden setzt beim Auftauen neben CO2 hoch klimaschädigendes Methan frei.

1500 Meter über dem Meer: In dieser Höhe gelten Österreichs Skipisten nicht mehr als schneesicher. Künstliche Beschneiung ist in dieser Höhenlage unrentabel.

1000 Liter Wasser sind für zwei bis drei Kubikmeter Kunstschnee nötig. Mehr als die Hälfte aller Skipisten in Österreich werden beschneit.

542 Quadratkilometer betrug die Fläche der Gletscher in den Siebzigerjahren in Österreich. Derzeit gibt es noch rund 470 Quadratkilometer.

150 Höhenmeter wird die jetzige Baumgrenze im Gebirge nach oben wandern. Laut Experten steht der gesamte Wald vor einem Umbruch.

80 Prozent der Erträge in der heimischen Landwirtschaft sind wetterabhängig.

69 Prozent der heimischen Fischarten sind bedroht. Neben Überfischung zählt auch veränderter Lebensraum zu den Ursachen.

67 Prozent des Umsatzes der Bio-Industrie werden im Supermarkt erzielt. Kleine Bioläden sind aus Österreichs Geschäftslandschaft verschwunden.

62 Prozent der Österreicher gehen davon aus, dass es in den nächsten Jahren klimabedingt zu dramatischen Veränderungen und Ereignissen im eigenen Land kommen wird.

55 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts lassen sich bei einer umfassenden Sanierung einsparen. Der Sektor Raumwärme verursacht 16 Prozent unserer Treibhausgasemissionen.

53 Der Platz, den Österreich laut Umweltorganisation German Watch im Ranking der Klimaverlierer unter allen Ländern belegt. Auf Platz eins steht im langjährigen Vergleich Bangladesch.

40 Prozent der rund 3000 wild wachsenden Pflanzenarten in Österreich sind gefährdet.

34 Prozent der Energie will Österreich bis 2020 aus erneuerbaren Energien beziehen. Derzeit werden 71 Prozent des Bruttoinlandsverbrauchs mit fossilen Energieträgern gedeckt.

27 Prozent aller wild wachsenden Pflanzen in Österreich sind "Exoten“, sogenannte Neophyten. Seit 1983 wächst das südafrikanische Greiskraut, seit 2011 die wärmeliebende Samtpappel bei uns.

20 Zentimeter kann der mehrjährige Gletscherhahnenfuß an Wuchshöhe erreichen. Die Hahnenfußart, die bis zur Schneegrenze im Gebirge vorkommt, ist wie viele andere Alpenpflanzen vom Aussterben bedroht.

11 Milliarden Euro erwirtschaftete Österreich 2011 mit Wintersporttouristen. Jeder 14. Arbeitsplatz hängt am Wintersport.

4,9 globale Hektar verbraucht ein Mensch in Österreich im Durchschnitt mit seinem Lebenswandel. 1,8 globale Hektar sind ökologisch vertretbar.

2 Grad mehr: Die Wassertemperatur der heimischen Seen wird bis zum Jahr 2050 um diesen Wert ansteigen.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige