Der Countdown zum Thema

Carolin Giermindl | aus HEUREKA 1/13 vom 24.04.2013

9 400 000 000 Euro Umsatzvolumen soll der Weltmarkt für Plasma-Produkte, laut zurückhaltenden Schätzungen, jährlich erzielen.

93 000 000 Blutspenden werden laut WHO weltweit verzeichnet. 50 Prozent dieser Spenden kommen aus den westlichen Industrieländern.

2 000 000 rote Blutkörperchen produziert unser Körper pro Sekunde. 25 bis 30 Billionen davon gibt es im gesunden Körper eines Erwachsenen.

450 000 Blutkonserven werden in Österreich jährlich benötigt. Das entspricht mehr als einer Konserve pro Minute. Damit liegt Österreich hinter Dänemark und Griechenland auf Platz drei der Länder mit dem höchsten Verbrauch.

388 992 Blutkonserven (Erythrozyten-Konzentrate) lieferte das Österreichische Rote Kreuz 2012 an unsere Krankenanstalten. Seit 1957 hat das Österreichische Rote Kreuz die nationale Versorgung mit Blutkonserven inne.

96 000 Kilometer lang sind ist die Blutgefäße-Leitungen in unserem Körper. Das entspricht rund einem Viertel der (mittleren) Entfernung von der Erde zum Mond.

5000 Menschen in Österreich haben jährlich Komplikationen nach einer Transfusion. Der Hauptgrund für diese Komplikationen sind ein höheres Infektionsrisiko nach einer Bluttransfusion.

1940 entdeckte Karl Landsteiner, Sohn des ersten Chefredakteurs der Wiener "Neuen Freien Presse", mit dem New Yorker Alexander Salomon Wiener den Rhesusfaktor.

1930 also zehn Jahre vor seiner Entdeckung des Rhesusfaktors, erhielt Karl Landsteiner den Nobelpreis für Medizin: Der österreichische Serologe entdeckte 1901 die Blutgruppen A, B und Null.

1916 gelang es zum ersten Mal, Blut zu konservieren. 1921 wurde der erste Transfusionsdienst in London gegründet.

100 Euro Minimum - der Preis kann aber auch bis zu 147 Euro steigen - kostet ein Erythrozyten-Konzentrat in der Größe von 250 Milliliter. Der Umsatz, den das Österreichische Rote Kreuz damit macht, soll sich auf 52 Millionen Euro belaufen.

80 Prozent - so hoch ist die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit bei jedem Menschen, dass er im Lauf seines Lebens einmal Blut oder Medikamente aus Blutprodukten benötigen wird.

60 Grad Celsius unter Null - bei diesen Minusgraden muss Plasma schockgefroren werden. Danach ist die Plasmakonserve rund zwölf Monate haltbar.

60 Prozent und mehr: Bis zu zwei Drittel aller von Österreichs Spitälern angeforderten Blutkomponenten werden laut Experten nicht transfusioniert.

48 Stunden lang ist man nach einer zahnärztlichen Behandlung vom Blutspenden ausgeschlossen. Mit frischem Piercing oder Tattoo sogar ein ganzes Jahr lang.

42 Tage lang sind Blutkonserven (Erythrozyten-Konzentrate) heutzutage haltbar. Vor zwanzig Jahren hielten sie sich trotz Spezialkühlschrank nur rund drei Wochen.

41 Länder sind nicht in der Lage, ihre Blutkonserven auf mögliche übertragbare Infektionen wie HIV oder Hepatitis zu untersuchen.

30 Prozent des Blutvolumens zu verlieren, bedeutet Lebensgefahr. Die Organe können in einem solchen Fall nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

14. Juni ist Internationaler Weltblutspendertag. Dies ist der Geburtstag von Karl Landsteiner. Der Tag wird 2013 weltweit zum zehnten Mal begangen.

6 Stunden lang kann Spenderblut vom Zeitpunkt der Blutabnahme in einzelne Komponenten zerlegt werden. Danach verliert Plasma die Hälfte seiner wichtigen Gerinnungsstoffe.

4,5 Prozent aller Salzburger spenden Blut. Damit sind sie, gefolgt von den Burgenländern (4,4 Prozent ), Spendensieger. Die Spenderrate österreichweit beträgt 3,1 Prozent.

4 bis sieben Liter Blut hat ein erwachsener Mensch im Leib. Unser Herz, Motor des Blutkreislaufs, pumpt das Volumen einmal pro Minute durch den Körper.

3 Minuten-Takt: Alle drei Minuten benötigen die Wiener Krankenhäuser laut Anforderung eine Blutkonserve. 1,3 Prozent der Wienerinnen und Wiener spenden Blut.

2 Tropfen Blut enthalten rund 18.000 weiße und zehn Millionen rote Blutkörperchen.

1 Jause erhalten die Menschen nach ihrer freiwilligen Blutspende von 465 Millilitern. Neben Getränken gibt es meist Würstel, Äpfel, Semmel oder Schokolade.

Zu den Illustrationen

Sie wurden von Studierenden der Universität für Angewandte Kunst Wien für ein Projekt der Grafikklasse, das sich um das Thema Blut und Blutspenden dreht, geschaffen. Mehr zu diesem Projekt auf Seite 10.

Die Illustration hier stammt von Burnbjoern

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