Dissertationen

Neues Förderungsprogramm für Doktoranden an der Universität Wien: uni:docs

Uschi Sorz | aus HEUREKA 2/13 vom 29.05.2013

Für eine wissenschaftliche Karriere braucht es einen langen Atem und eine starke Motivation. Gut also, wenn eine Förderung für ambitionierten Nachwuchs genau da ansetzt, wo Forscherpersönlichkeiten es wirklich brauchen können: bei ihren individuellen Interessen und dem ökonomischen Background, um ihrer wissenschaftlichen Neugierde bei der Doktorarbeit ungebremst nachgehen zu können. Auf diese Weise will das neue Programm uni:docs der Universität Wien ab heuer jährlich 25 exzellenten Doktoranden aller Disziplinen die ersten Schritte in den internationalen Wettbewerb ebnen. Für das aufwendige mehrstufige Auswahlverfahren gab es bei der ersten Ausschreibung, die Mitte März endete, über 200 Bewerbungen.

uni:docs ergänzt bereits erfolgreiche Förderschienen wie die Doktoratskollegs des FWF und richtet zudem das Augenmerk - abweichend von den stukturierten, themengeleiteten Dissertationen - auf individuelle, interessengeleitete Doktoratsprojekte mit wesentlich mehr Freiheit bei der Themenwahl. Damit kommt das Programm den speziellen Bedürfnissen jener entgegen, die sich schon früh zur Wissenschaft berufen fühlen.

Mit diesem Ansatz ist die Uni Wien in Österreich bislang Vorreiter. "Kernstück ist die individuelle Dissertationsvereinbarung", so Rektor Heinz W. Engl. "Sie legt die Rechte und Pflichten eines early stage reseachers fest."

uni:docs-Doktoranden sind drei Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiter angestellt, statt Doktoreltern haben sie mehrere Betreuer. Das Konzept: wissenschaftliche Talente gezielt zu fördern und ihnen zu helfen, ihre Kompetenzen in Forschung und Lehre zu erweitern sowie ihre Fähigkeit zur Wissenschaftskommunikation zu entwickeln.

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