Der Countdown zum Thema

Carolin Giermindl | aus HEUREKA 2/13 vom 29.05.2013

400 000 Aufrufe pro Monat hat der erfolgreichste Wissenschafts-Blogger im deutschsprachigen Raum, Florian Freistetter. Der österreichische Astronom und Heureka-Kolumnist (Seite 21) gewann 2012 den Deutschen IQ-Preis.

300 000 Interessierte werden Ende Juni bei "Effekte", dem Festival der Wissenschaft, in Karlsruhe erwartet. Wissenschaftsfestivals boomen in Deutschland.

100 000 Menschen besuchten im letzten Jahr Österreichs größtes Wissenschaftsereignis, die "Lange Nacht der Forschung". Dieses Forschungserleben der etwas anderen Art findet im Zwei-Jahres-Rhythmus statt und wird im April 2014 wieder veranstaltet.

21 000 Zeitschriften weltweit unterziehen eingesandte wissenschaftliche Artikel dem "Peer-Review"- Verfahren. Dabei werden Beiträge von unabhängigen "Ebenbürtigen" anonym begutachtet.

11 132 Publikationen haben Österreichs Forscher von Jänner bis Oktober 2012 verfasst. Schweizer Wissenschafter publizierten dagegen fast doppelt so viele, nämlich 21.796 Artikel.

10 000 Manuskripte reichen internationale Wissenschafter jährlich beim renommierten US-Magazin Science ein. Acht Prozent werden veröffentlicht.

2012 gewann der Biochemiker Didac Carmona "Famelab", einen der größten internationalen Wissenschaftswettbewerbe. Der gebürtige Spanier forscht an der Karl-Franzens-Universität in Graz.

2001 veranstaltete die Universität Innsbruck erstmals eine "Junge Uni", um Kinder für die Wissenschaft zu begeistern. Seitdem gibt es über 120 Kinder-Uni-Projekte in Europa.

1994 starb Sir Karl Popper. Der Philosoph plädierte für eine verständliche Wissenschaftssprache und übersetzte Texte von Jürgen Habermas und Theodor Adorno "fremdwörterfrei" ins Deutsche.

1970 wurde das Ministerium für Wissenschaft und Forschung als dezidiertes Hochschulministerium gegründet. Davor war Wissenschaft in Österreichs Regierung mit "Kunst und Kultur" und von 1994 bis 2000 mit "Verkehr" kombiniert gewesen.

1869 erschien die erste Ausgabe des britischen Nature. Das Wochenmagazin gilt weltweit als meist zitiertes Wissenschaftsjournal.

214 Programmstunden widmen ORF eins und ORF 2, laut ORF-Pressestelle, jährlich dem Thema "Bildung und Wissenschaft".

100 deutschsprachige Wissenschaftsblogs gibt es mittlerweile. Blogs gelten als wichtigstes Instrument zukünftiger Wissenschaftskommunikation.

95 Prozent aller Studienergebnisse in psychologischen Magazinen sind positiv. Positive Resultate in der Medizin haben laut Uni Hamburg eine drei Mal höhere Chance auf Veröffentlichung.

65 Prozent aller Wissenschaftsjournalisten und -journalistinnen in Österreich haben laut jüngster Umfrage des Medienhauses Wien einen akademischen Abschluss. Das sind doppelt so viele wie in anderen Ressorts.

56 Prozent der Wissenschaftsjournalisten des Landes sind Frauen. Eine neue Studie zum Thema Wissenschaftsjournalismus wird Ende Juni vom Medienhaus Wien präsentiert (mehr dazu auf Seite 14).

43,9 Prozent der Gesamtausgaben unseres Landes für Forschung zahlen österreichische Unternehmen. Im Magazin Science müssen publizierende Wissenschafter finanzielle Förderer ihrer Arbeit per Formular bekanntgeben.

40 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren verkauft das deutsche Magazin Geo. Bis auf Zeit Wissen und Welt der Wunder erfahren alle deutschen Wissenschaftstitel im Schnitt bis zu 30 Prozent Leserverlust.

30 Minuten dauert "Newton", die einzige Wissenschaftssendung des ORF. Das Magazin erreicht im Schnitt 112.000 Zuseher.

4 Frauen wurden bisher "Wissenschafterin des Jahres". Der Klub österreichischer Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten vergibt diesen Titel seit 1994.

3 Minuten Zeit haben junge Wissenschafter bei "Famelab", um ihr Forschungsthema einem breiten Publikum verständlich zu kommunizieren.

2 Bücher haben die "Science Busters" bisher veröffentlicht. Die Physiker Heinz Oberhummer, Werner Gruber und Kabarettist Martin Puntigam machen seit 2007 Wissenschaftskabarett.

1 Prozent aller veröffentlichten naturwissenschaftlichen Beiträge wird in deutscher Sprache verfasst.

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