Der Countdown zum Thema

Sonja Burger | aus HEUREKA 4/13 vom 16.10.2013

99.318.000.000 Kilowattstunden Endenergie stammten in Österreich 2011 aus Erneuerbaren Energiequellen. Im SmartEST Labor des Austria Institute of Technology AIT wird künftig getestet, ob eingespeiste Energie dezentraler Erzeuger den realen Stromnetz-Bedingungen standhält.

56.340.000 Tonnen Abfall betrug 2008 das heimische Abfallaufkommen. Altdeponien gewinnen als potenzielle Sekundärrohstofflager an Bedeutung. Wie man sie optimal nutzt, wird im Projekt "Landfill Mining Styria" erforscht.

4.500.000 zusätzliche Erntefestmeter Holz pro Jahr werden ab 2020 nötig sein, um den Bedarf zu decken. Als Teil eines geplanten, umfassenden Holzflussmanagements ist weitere Grundlagenforschung erforderlich.

57.000 Hunde waren 2012 in Wien gemeldet. Wie Hunde empfinden oder kooperieren, interessiert auch Forscher. Im Clever Dog Lab der Vetmeduni Vienna erforschen Experten die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten von Hunden.

2030 soll sich die Nachfrage nach Luftverkehrsdienstleistungen verdoppelt haben. Forschungsbedarf besteht etwa bei aeronautischen Kommunikationstechnologien oder Meteorologie-Services.

2007 vergab die "Österreichische Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft" ÖGAF erstmals den Österreichischen Tourismus-Forschungspreis ("Tourissimus"). Bei den nachhaltigkeitsspezifischen Arbeiten gewannen heuer etwa Ideen für Green Meetings oder nachhaltigere Musikfestivals.

1.663 Schülerinnen und Schüler reichten heuer 528 Projekte beim "Jugend Innovativ"-Schulwettbewerb ein. Die Bandbreite an Ideen reichte von innovativen Operationswerkzeugen über die Optimierung bestehender Glasfasernetze bis zur barrierefreien Kommunikation von Mensch zu Mensch.

1.400 Krebspatienten jährlich sollen am MedAustron ab Ende 2015 von der Ionentherapie, einer neuen, schonenderen Form der Strahlentherapie, profitieren. Diese eignet sich besonders zur Behandlung von Tumoren in der Nähe strahlungsempfindlicher Organe.

400 heimische Unternehmen gelten als "sensible Infrastruktur". Cyber Security zählt zu den Schwerpunkten der jungen Forschungskooperation zwischen dem Österreichischen Bundesheer und dem Joanneum Research.

80 Milligramm Stickstoffoxidemissionen pro Kilometer beträgt die Emissionsgrenze für Fahrzeuge mit Dieselmotor ab Inkrafttreten der Euro-6-Norm. Verbesserte Partikelfilter und Stickoxid-Reduktionssysteme sollen den Feinstaubausstoß weiter reduzieren.

40 Prozent der Erwachsenen und 24 Prozent der Schulkinder in Österreich sind adipös oder übergewichtig. Der Body-Mass-Index (BMI) ist jedoch unspezifisch. An der Med-Uni Graz erforscht man optimierte Messverfahren zur Prognose von Stoffwechselerkrankungen.

22 Competition-Teams nahmen heuer beim 1. EURATHLON teil. In simulierten Katastropheneinsatz-Szenarien wurden die Outdoor-Roboter getestet. Die EU-Kommission unterstützt den Bewerb im Rahmen des Forschungs-und Entwicklungsprogrammes RP7.

9 Prozent der Männer im fortpflanzungsfähigen Alter gaben beim ersten "Generations and Gender Survey (GGS)" 2008/2009 an, keine Kinder zu wollen. Die Ursachen für Kinderlosigkeit werden in der dritten Erhebungswelle im Jahr 2016 erhoben.

4,32 Prozent betrug 2009 die steirische Forschungsquote, womit man deutlich über dem nationalen Wert lag. Kürzlich erfolgte der Spatenstich für den Med-Campus-Graz mit einer Gesamtfläche von 4,3 Hektar.

4 Tage dauert die Simulation einer bemannten Marsmission anlässlich der World Space Week 2013. Alle Aktivitäten werden vom Mission Control Center des Österreichischen Weltraum Forums in Innsbruck geplant und überwacht.

2 Gigabyte an kostenlosem Cloud-Speicher bietet der Anbieter "Dropbox" an. Der Sicherheitsaspekt wird ein immer wichtigeres Unterscheidungskriterium. An der FH St. Pölten befindet sich das österreichweit einzige Institut für IT-Sicherheitsforschung.

Zu den Illustrationen

Der Grafiker Klaus Bürgle schuf in den Fünfziger-und Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts eine reichhaltige Bilderwelt der Zukunft. Die Erforschung des Weltraums war sicherlich sein Lieblingsthema, aber viele seiner Bilder zeigen auch futuristische Städte und Verkehrsmittel. Sein technisches Interesse führte bald dazu, dass Bürgle sich auf technisch-wissenschaftliche Themen spezialisierte und für eine Vielzahl von populärwissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften Titelbilder und Innenillustrationen schuf. Er arbeitete auch für wissenschaftliche Fernsehserien.

Bürgle wurde vor allem durch die grossformatigen Ausklappbilder aus der jährlich erscheinenden Jugendzeitschrift "Das Neue Universum" bekannt.

Ein Überblick über sein Schaffen findet sich unter: www.retro-futurismus.de

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige