Kommentar

Österreichs Forschung im Ausland

Katharina Cortolezis-Schlager | aus HEUREKA 4/13 vom 16.10.2013

Wissenschaftssysteme konkurrieren weltweit darum, wie sie junge Forscher am besten bilden und dauerhaft binden können. Österreich hat in vielen Forschungsdisziplinen die Kompetenz, sich in diesem Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. Unsere Universitäten und Fachhochschulen sind in den letzten Jahren verstärkt mit Internationalisierungsstrategien in den Wettbewerb um die besten Köpfe eingestiegen.

Für unsere Exzellenzeinrichtungen wie IST Austria, ÖAW, Vienna Biotec Center, Ludwig-Boltzmann-Institute, Hochschulen und vielen anderen außeruniversitären Einrichtungen braucht es künftig eine übergeordnete Internationalisierungstrategie, um die Sichtbarkeit international durch gemeinsame Außenauftritte zu erhöhen und die österreichische Exzellenz zu bündeln.

Im internationalen Wettbewerb um junge Forscher sehe ich vor allem die Weiterentwicklung von Tenure-Track-Modellen und den Abbau von Barrieren für Incoming Mobility als wichtige Maßnahmen.

Die Erzielung von wissenschaftlichen Höchstleistungen erfordert - neben der langfristigen Sicherung der Finanzierung der Forschungseinrichtungen (möglichst unter einem gemeinsamen Dach) und der Erhöhung der Forschungsfinanzierung durch steigende öffentliche und private Drittmittel - auch eine flächendeckende, kapazitätsorientierte Universitätenfinanzierung.

Die Österreichische Forschungsgemeinschaft ÖFG unterstützt mit dem Förderprogramm "Internationale Kommunikation" junge Wissenschafter bei ihren Forschungsarbeiten im Ausland.

Sie bringt internationale akademische Exzellenz über Symposien wie den Wissenschaftstag nach Österreich. Sie vernetzt interdisziplinär und universitätsübergreifend rund um neue wissenschaftliche Themenstellungen und lädt regelmäßig zu einem evidenzbasierten bildungs- und wissenschaftspolitischen Dialog ein.

Die hochschulübergreifenden Arbeitsgemeinschaften ermöglichen der Österreichische Forschungsgemeinschaft ÖFG, frühzeitig neue Forschungscluster und wissenschaftspolitisch wichtige Themen im Diskurs für Österreich weiterzuentwickeln und gesellschaftliche Lösungen anzuregen. Die ÖFG war zuletzt unter anderem Vordenker bei der Neugestaltung der Pädagogen/-innenbildung Neu, dem Ausbau der Schulautonomie und in der Frage einer modernen, kapazitätsorientierten Hochschulfinanzierung.

Katharina Cortolezis-Schlager ist Change Management-Beraterin und Präsidentin der Öster. Forschungsgemeinschaft ÖFG

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