EXZELLENZ IN DER FORSCHUNG

aus HEUREKA 6/13 vom 04.12.2013

Zu den Illustrationen

Um uns dem Thema "Exzellenz in der Forschung" auf eine vergnügliche Weise zu nähern, haben wir den Illustrator Thomas Moor gebeten, das Wort ernst zu nehmen und Exzellenzen der Weltgeschichte wie Karl den Großen, Friedrich II., Barack Obama, den Langobardenkönig Liutprand, den Hochmeister des Deutschen Ordens Hermann von Salza und den Reichsritter Kesselstatt auf seine Weise darzustellen.

Thomas Moor ist freischaffender Illustrator. Er lebt und arbeitet in Wien. Für seine illustrierte Version des Märchens "Rotkäppchen" wurde er 2010 mit dem Antalis-Design-Preis ausgezeichnet. Außerdem ist er als Storyboardzeichner in zahlreichen Projekten tätig. Einblicke in seine Arbeiten gibt es unter www.thomasmoor.at

Karl der Große, ab 768 König des Fränkischen Reiches und ab dem 25. Dezember 800 Römischer Kaiser (gestorben 814).

Eine der bedeutendsten historischen Persönlichkeiten und eine Art Vorvater der Europäischen Union. Bildungs-, Kirchen-und Geldreformer, Förderer der Wissenschaften. Von seinem Hof ging die sogenannte karolingische Renaissance aus, die Bildung, Wissenschaft, Literatur und Baukunst erneuerte.

Franz Ludwig Hyazinth Xaver Willibald Maria Reichsgraf von Kesselstatt (1753-1841). Mainzer Domkapitular und Maler.

Der Kunstliebhaber besaß eine große Sammlung von Gemälden der niederländischen und deutschen Schule, Handzeichnungen, Kupferstiche und Plastiken sowie eine wertvolle Bibliothek. Als Mitglied des Mainzer Kunstvereins förderte Mainzer Künstler und malte Ansichten von Mainz.

Friedrich II. Ab 1198 König von Sizilien, ab 1211/12 deutscher König und von 1220 bis 1250 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Spätere Generationen bezeichneten ihn als den "ersten modernen Menschen auf dem Thron". Der zeitgenössische Geschichtsschreiber Matthäus Paris nannte ihn "stupor mundi", das Staunen der Welt. Er war hochgebildet und sprach mehrere Sprachen: Italienisch (Muttersprache), Latein, Deutsch sowie etwas Arabisch, Französisch und Griechisch. Er brachte Jerusalem in den Einflussbereich der Christenheit zurück, indem er mit Sultan al-Kamil von Kairo einen entsprechenden Vertrag aushandelte - was ihm den Zorn der Fundamentalisten auf beiden Seiten eintrug. An seinem Hof wirkten Dichter, Wissenschafter und Künstler. Sein wissenschaftliches Werk "De arte venandi cum avibus" (Über die Kunst der Jagd mit Vögeln) gilt in weiten Teilen bis heute als Standardwerk der Falkenjagd.

Barack Hussein Obama II. Seit 2009 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

Obama ist der erste Afroamerikaner in diesem Amt. Er hatte Rechtswissenschaft an der Harvard Law School studiert und war dort als erster Afroamerikaner zum Herausgeber der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewählt worden. Bis 2004 lehrte er Verfassungsrecht an der University of Chicago. 2008 besuchte er als erster Präsidentschaftskandidat ein Indianerreservat. Er hob das Verbot auf, die Forschung an embryonalen Stammzellen von staatlicher Seite zu finanzieren. 2013 ordnete er an, dass öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse für jeden zugänglich veröffentlicht werden sollen.

Liutprand, 712 bis 744 König der Langobarden.

Unter seiner Herrschaft erreichte das Langobardenreich den Höhepunkt seiner Macht. Er nutzte den byzantinischen Ikonoklasmus (Leo III. verbot 726 die Verehrung von Heiligenbildern, worauf es zu Bilderstürmen kam), um den Byzantinern Land abzunehmen. In der Rechtspflege führte er umfangreiche Refomen ein, unter anderem ließ er Wahrsagerei und Magie verbieten.

Hermann von Salza, von 1210 bis 1239 Hochmeister des Deutschen Ordens.

Er war ein bedeutender Vermittler zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich II. und dem Papsttum. Er erwirkte beim Papst die Gleichstellung mit den älteren Ritterorden der Johanniter und Templer und erhielt vom Kaiser das Land Preußen. Nach dem Tod des großen Kommunikators brach jegliche Verständigung zwischen Papst Gregor IX. und Kaiser Friedrich II. zusammen.

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