Chirurgie

Krampfadern: Eine neue Laser-Behandlung ist für Risikopatienten wie Zuckerkranke sicherer

DIETER HÖNIG | aus HEUREKA 1/14 vom 02.04.2014

Gerade Zuckerkranke sollten aufgrund ihres erhöhten Risikos für Unterschenkelgeschwüre ("offenes Bein") ihr Krampfadern-Leiden rechtzeitig behandeln lassen. Für sie sind moderne, minimal-invasive Methoden wie die Laseranwendung ideal.

"Die Laser neuester Generation (1470nm Dioden-Laser) haben sich in zahlreichen, mehrjährigen Studien längst als mindestens ebenso wirksam wie die OP, aber wesentlich risikoärmer und verträglicher erwiesen", berichtet der Chirurg Alexander Flor vom Venenzentrum der Vienna International Medical Clinic (VIMC).

Bei der klassischen Venen-OP "Stripping" müssen mehrere Hautschnitte erfolgen, um die gesamte Vene herauszuziehen. Mit dem Venenlaser hingegen ist es möglich, gezielt nur jene Venenabschnitte schrumpfen zu lassen, die betroffen sind. So können etwa wichtige Abschnitte der großen und kleinen Rosenvene erhalten bleiben. Alexander Flor: "Auf Schnitte an Leiste und Kniekehle können wir meistens verzichten." Das bestätigt auch Wolfgang Hofmann, Vorstand der Gefäßchirurgie am Landesklinikum Feldkirch: "Der Trend geht heute eindeutig in Richtung Erhaltung gesunder Venenabschnitte. Das ist durch die klassische Operation und durch neuere Verfahren wie etwa die Verklebung nur eingeschränkt möglich." Der Erhalt gesunder Venenabschnitte ist wichtig, denn sie können sich später, wenn ein Gefäßersatz (etwa ein Herzbypass) benötigt wird, als äußerst hilfreich erweisen.

Auch in puncto Sicherheit wurde ein neuer Meilenstein gesetzt: Venenexperte Alexander Flor: "Der neue Leonardo-Laser mit der innovativen "Elves Radial-2ring-Faser" teilt die Dichte der Laserenergie, sprich die Hitze, besser auf. Dadurch ist die Anwendung jetzt noch sicherer und eignet sich für mehr Menschen als bisher."

"Die Behandlung mit einem modernen Laser ist risikoärmer und verträglicher als eine Operation." Alexander Flor, VIMC, Wien

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