Kopf im Bild

Für eine nachhaltige Gesellschaft

TEXT: USCHI SORZ | aus HEUREKA 1/14 vom 02.04.2014

Umweltgeschichte beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft. Dabei schärft das Offenlegen der "Nebenwirkungen" menschlicher Eingriffe das Bewusstsein für Nachhaltigkeit. "Wenn wir etwa die Stadtentwicklung am Fluss in der Vergangenheit als sozio-naturalen Prozess auffassen, können wir daraus lernen", sagt die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Im Jänner wurde Österreichs erste Professorin für diese relativ neue Disziplin als "Wissenschafterin des Jahres 2013" ausgezeichnet.

In verschiedenen FWF-Projekten macht sich die deklarierte Teamspielerin unter anderem auf die Suche nach den verschwundenen Wienerwaldbächen im Untergrund Wiens oder untersucht die Auswirkungen des Skitourismus in Vorarlberg. Sorge bereiten ihr die Altlasten der Industriegesellschaft, verursacht etwa durch Atomanlagen oder große Staudämme. Allerdings: "Wenn man sich ansieht, wie lange die Wikinger auf Grönland mit sehr ausgefeilter Bewirtschaftung leben konnten, entsteht ein sehr positives Bild von der Beziehung Mensch-Natur."

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