JungforscherInnen

USCHI SORZ | aus HEUREKA 2/14 vom 28.05.2014

Für herausragende Forschungsleistungen im Rahmen ihrer Dissertation mit dem Doc. Award 2013 von Stadt und Uni Wien ausgezeichnet:

Johanna Alexopoulos, 33, MedUni Wien

Johanna Alexopoulos untersucht psychoanalytische Konzepte mithilfe neurowissenschaftlicher Methoden. "Menschliches Erleben und Verhalten sowie die Faktoren, die unsere Entscheidungen beeinflussen, haben mich schon immer interessiert", erzählt sie. Die Oberösterreicherin hat Psychologie und Kognitionswissenschaften studiert und sich in ihrem Dissertationsprojekt mit maßgeblichen Kriterien für unser Gerechtigkeitsempfinden beschäftigt. Beim Spiel um Geld stellte sich der Einfluss auf dessen Verteilung und die soziale Nähe zwischen den Spielern als entscheidend heraus. Wer die Verteilung des Betrags mitbestimmen konnte, handelte eher prosozial und fühlte sich belohnt, wenn er oder einer der anderen einen angemessenen Teil erhielt. Teilnehmer ohne Einfluss neigten zu egoistischem Verhalten.

Nina Senitschnig, 29, Uni Wien

"Im Statistikstudium fand ich einen Weg, die Mathematik für die theoretische Statistik zu nutzen", sagt Nina Senitschnig, Post-Doc am Institut für Statistik. Schon in der Schulzeit hatte sich ihr Hang zur Mathematik bemerkbar gemacht. "Datensätze mit vielen Variablen und vergleichsweise wenigen Beobachtungen sind in der Datenanalyse eine große Herausforderung", erklärt die Jungforscherin den Hintergrund ihrer Dissertation. Für eine Out-of-Sample-Prognose -diese zieht Werte heran, die nicht im untersuchten Datensatz enthalten sind -verglich sie zwei Schätzfunktionen. Dabei stellte sie fest, dass moderne Schätzmethoden ("Shrinkage-Schätzer") durchaus Potenzial haben und mitunter auch mit Standardmethoden mithalten können. "Außerdem habe ich gezeigt, wie man aus vielen Shrinkage-Schätzern den asymptotisch besten ermitteln kann."

Samuel Matthias Meier, 29, Uni Wien

"Die Chemie macht selten das, was man von ihr erwartet", sagt Samuel Meier. Und gerade das Überraschende mag er an seinem Beruf. Mit der anorganisch-medizinischen Chemie kam der Post-Doc am Institut für analytische Chemie erstmals als Erasmus-Student in Edinburgh in Berührung . "Es erfüllt mich, zur Entwicklung künftiger Wirkstoffe für die Krebstherapie beizutragen." Etwa zu oral verabreichbaren Chemotherapeutika mit effizienterer Wirkung und weniger Nebenwirkungen. In seinem Doktoratsprojekt forschte Meier an organometallischen Wirkstoffen auf Basis von Ruthenium oder Osmium. Dabei konnte der Schweizer u. a. Wirkstoffe mit ausgezeichneten tumorhemmenden Eigenschaften entwickeln. Ihre Verträglichkeit und Wirksamkeit nach oraler Einnahme werden derzeit untersucht.

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