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Neue chemische Synthese ohne "Atomverschwendung"

TEXT: USCHI SORZ | aus HEUREKA 2/14 vom 28.05.2014

Mit seinen 34 Jahren hat Nuno Maulide bereits eine beachtliche Karriere hingelegt: Bevor der Chemiker im Herbst als Professor für Organische Synthese an die Uni Wien berufen wurde, war er Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mühlheim (D) und erhielt hochrangige Auszeichnungen wie einen ERC Starting Grant oder den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Unlängst ließ seine Arbeitsgruppe an der Wiener Uni mit einer Technik aufhorchen, mit der sich arylierte Carbonylverbindungen effizient und umweltfreundlich herstellen lassen. Aufgrund ihrer biologischen und pharmakologischen Eigenschaften werden diese u. a. für entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Maulides Gruppe gelang es, bei der Herstellung alle Atome der Ausgangsmaterialien zu verwenden. "Diese ,Atomökonomie' hat zur Folge, dass keine Abfallprodukte im herkömmlichen Sinn entstehen können", so der aus Lissabon stammende Maulide. Das macht das Verfahren umweltschonend.

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