Editorial

CHRISTIAN ZILLNER | aus HEUREKA 2/14 vom 28.05.2014

Erwähnt man in Österreich das Thema "Big Data", schlägt einem der Ruf nach Datenschutz gleich kräftig ins Gesicht. Bei einem Science Talk des Wissenschaftsministeriums in der Aula der Wissenschaften antwortete Johann Maier, "Vater" der elektronischen Gesundheitsakte ELGA, auf die Frage, was wäre, wenn die Bundesregierung jeden Datenschutz abschaffte, das sei wegen der Europäischen Meschenrechtskonvention gar nicht möglich. Schön. In dieser Ausgabe versuchen wir aber herauszubringen, was Big Data außer an Problemen mit dem Datenschutz an Vorteilen bringt. Da sieht ein Primar in ELGA vorrangig ein Verfolgungsinstrument für Ärzte, gesteht aber zu, dass sie Vorteile für ältere Menschen hat (Seite 16). Eine Gruppe von Rechtsspezialisten an der Uni Wien analysiert im EU-Projekt SMART technische, rechtliche und soziologische Aspekte von Überwachungssystemen. Und die Modul University Vienna stellt eine Plattform mit Daten zum Klimawandel zur Verfügung, die von der US-Klimabehörde genutzt wird (Seite 12-13). Big Data beeinflusst unser alltägliches Leben, etwa durch Apps, und ist ein Megatrend in der Biologie, der doch das Leben nicht erklären wird können (Seite 10). Bevor Sie sich also vor der totalen Überwachung fürchten, lassen Sie sich hier informieren.

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