Kopf im Bild

Amerikanische Ehren

TEXT: USCHI SORZ FOTO: SEPP DREISSINGER | aus HEUREKA 3/14 vom 25.06.2014

Der Spuk existiert. Das konnte der Experimentalphysiker Anton Zeilinger vielfach untermauern. Die Rede ist von der Quantenverschränkung, von Albert Einstein einst "spukhafte Fernwirkung" genannt. Akzeptieren konnte Einstein sie nicht: Wie von Zauberhand sind verschränkte Teilchen über beliebige Entfernungen miteinander verbunden; die Messung des einen verändert augenblicklich den Zustand des anderen. Das Warum ist bis heute ungeklärt. Zur Natur der Quantenverschränkung sind Zeilinger viele fundamentale, teils spektakuläre Experimente gelungen. Zudem zeigte seine Forschungsgruppe in Experimenten das Anwendungspotenzial von Verschränkungszuständen, etwa zur Datenübertragung. Große Ehre wurde dem Forscher jüngst durch die Aufnahme in die hochkarätige Amerikanische Akademie der Wissenschaften (NAS) zuteil. "Es ist eine schöne Anerkennung, dass mich die amerikanischen Kollegen durch ihre Wahl als dazugehörig betrachten", freut sich Zeilinger, dessen Name damit auch neben dem von Albert Einstein steht. Oft fragt Zeilinger sich, "was der wohl zu unseren heutigen Erkenntnissen sagen würde".

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