Mathematik

Krisen? Ordnungsprobleme? Mit Mathematik lassen sich Lösungen zur besseren Welt finden

Uschi Sorz | aus HEUREKA 4/14 vom 22.10.2014

Krise. Hilfsgüter werden dringend gebraucht. Auf welchem Weg bekommt man sie am schnellsten ins betroffene Gebiet, und an welchen Orten verteilt man sie zuerst? Oder etwas profaner: Wie sollen in einer Fabrik die Maschinen angeordnet sein, damit sie mit dem geringsten Kostenaufwand arbeiten? Auch Philipp Hungerländer sorgt dafür, dass solche Fragen beantwortet werden können. Der 30-jährige Assistenzprofessor im Fachbereich "Discrete Mathematics and Optimization" an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt beschäftigt sich mit Optimierung. Er entwickelt Algorithmen, die kombinatorische Ordnungsprobleme lösen.

"Zunächst schaue ich mir bei praktischen Fragen die gemeinsamen mathematischen Strukturen an. Wenn ich diese nachgewiesen habe, mache ich daraus ein funktionierendes Programm zur Bestimmung der besten Lösung." Oft spielen Ordnungsprobleme in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften eine Rolle wie in den eingangs erwähnten Beispielen. Diese Fächer kombiniert Hungerländer: Auf die Sub-auspiciis-Promotion in Mathematik folgte gerade - ebenfalls sub auspiciis - das Doktorat in Wirtschaftswissenschaften.

Die Computerspielleidenschaft seiner Jugend hat der Kärntner somit auf eine höhere Ebene gehoben. Wie ein Computerspiel erfordert Forschung ein Zusammenspiel von Exaktheit und Kreativität, ist er überzeugt.

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