Universitätspolitik: Das Glossar

URSULA PICHLWAGNER, ANNA ZEHTNER, CHRISTOF DAMBÖCK, JAKOB WEISS | aus HEUREKA 6/14 vom 03.12.2014

Alma Mater

Geläufige Bezeichnung für Universität. Aus dem Lateinischen übersetzt, bedeutet Alma Mater "nähernd, gütig" und "Mutter". Die Universität stillt den Bildungshunger.

Akademikerquote

Beschreibt den prozentualen Anteil an Hochschulabsolvierenden einer Bevölkerung. In Österreich liegt die AkademikerInnenquote mit 20 Prozent unter dem OECD- Durchschnitt, doch die Abschlussquoten steigen langsam an. Gründe dafür sind unter anderem vermehrte Studienangebote durch Fachhochschulen und schnellere Abschlüsse (Bachelor). Die weitere Erhöhung der Quote soll durch Schaffung akademischer Studiengänge für Kindergärtnerinnen und Kindergärtner oder die Akademisierung von Pflegeberufen erreicht werden.

Akkreditierung

Aus dem lateinischen accredere: Glauben schenken. Durch eine Akkreditierung wird Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Instituten oder einzelnen Studiengängen der "Glaube geschenkt", anerkannte wissenschaftliche Forschung und Lehre zu betreiben. Sie ist zugleich Gütesiegel und notwendige Qualitätssicherung der Einrichtung. Für eine Akkreditierung muss die Bildungseinrichtung Standards erfüllen. In Österreich erfolgt eine Akkreditierung durch die AQ Austria.

AQ Austria

Die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria ist seit ihrer Gründung 2012 für die Durchführung von Akkreditierungsverfahren von Privatuniversitäten (und deren Reakkreditierung) und Fachhochschulen sowie für die Durchführung von Audits zuständig, die rechtliche Grundlage bildet das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz (HS-QSG).

Audimaxismus

"Österreichisches Wort des Jahres 2009", etablierte sich im Rahmen der andauernden Proteste der Studierenden, im Zuge derer auch das Auditorium Maximum, kurz Audimax, der Universität Wien besetzt wurde. Forderungen wie "Reiche Eltern für alle" (Spruch des Jahres 2009), nach besserer Finanzierung, Abschaffung der Studiengebühren und einem freien Hochschulzugang bestimmten die Bewegung. Aktionen unter dem Namen "unibrennt" führten zum Hochschuldialog. 2010 entzündeten sich die Proteste an der Bologna-Reform erneut.

Berufstätigkeit

Für den Großteil der Studierenden notwendiges Übel neben dem Studium, oft als Zettelverteilende, Kellnernde oder Kräfte für NGOs zu arbeiten. Darunter leidet die Mindeststudienzeit. Laut einer Umfrage der ÖH gaben 85 Prozent der Studierenden an, berufstätig zu sein, jedoch kämen nur 43 Prozent mit ihrem Geld aus. Stichwort: "Studying poor".

Bibliothek

Hort und Speicher für analoge und digitale Informationsträger jeglicher Art, zugleich auch Lernräumlichkeit, Veranstaltungsort, Wissensvermittler und Institution mit gesellschaftlichem Auftrag. Die Bibliothekarinnen und Bibliothekare unterstützen Studierende und Lehrbeauftragte bei der Suche nach der gewünschten Quelle.

Bologna

Der "Bologna-Prozess" bezeichnet die europaweite Umstellung aller Studiengänge auf das B-System (Bachelor-und Masterstudien) zur Harmonisierung der Studiengänge und -abschlüsse sowie zur Förderung von Studienmobilität. Wird außerhalb Italiens eher mit dem Verlust wissenschaftlicher Freiheiten (durch Verschulung des Studiums) als mit südländischem "Dolce Vita" in Verbindung gebracht. Führte in Österreich zur umgangssprachlichen Gleichsetzung von Universitätsabsolvierenden (Master) und Handwerkern ("Masta").

Braindrain

Abwanderung qualifizierter Personen in Länder, die bessere Forschungsbedingungen, Karriereoptionen und/oder Entlohnung offerieren. Profiteure des sogenannten "Brain-Gains" sind die Zielstaaten der Abwandernden.

Burschenschaft

Tradierte Form der Studentenverbindung in Österreich, Deutschland und Chile. Mitglieder veranstalten mittwochs den "Couleurbummel" zur Uni Wien und dem "Siegfriedskopf", wie kürzlich von der Österreichischen Hochschülerschaft kritisiert, ausgestattet mit "Deckel" und Couleurband. Die Mehrheit der Burschenschaften ist schlagend, ideologisch reicht die Bandbreite von deutschnationalen, katholisch-konservativen bis zu monarchistischen Überzeugungen.

Curriculum

Aufbau und Lehrplan eines Studiums. Die inhaltliche Gestaltung obliegt der Curricularkommission, wenngleich in diesem Bereich die förmlichen Entscheidungszuständigkeiten zwischen Senat und Rektorat der Universität geteilt sind.

Drop-out

Abbruch eines Studiums oder Bildungsprozesses ohne formalen Abschluss, aber um einige Lebenserfahrungen reicher. Schrecken der Hochschulstatistik.

ECTS

Das European Credit Transfer and Accumulation System soll für die internationale Vergleichbarkeit studentischer Leistung an europäischen Hochschulen sorgen. Die ECTS-Punkte verleihen den Lehrveranstaltungen -je nach zeitlichem Aufwand und Arbeitsleistung -eine bestimmte "Wertigkeit". Der workload für den Erhalt eines ECTS-Punktes sind durchschnittlich 25 Stunden.

Erasmus

Ein Programm der Europäischen Union, das Auslandsaufenthalte an Universitäten weltweit fördert. Die Assoziation mit dem niederländischen Gelehrten Desiderius Erasmus von Rotterdam liegt nahe, wollte dieser auch "Weltbürger sein, überall zuhause und überall unterwegs", doch der Name von Europas erfolgreichem Bildungsprogramm ist tatsächlich das Akronym für European Community Action Scheme for the Mobility of University Students.

Fächer

Von M wie Massenfächer (Publizistik, Psychologie und Architektur) bis O wie Orchideenfächer, z. B. Byzantistik, Afrikanistik oder Numismatik. Initiativen zur Entscheidungshilfe in der Angebotsfülle für ein Studium gibt es viele, auch, um wachsenden Drop-outs vorzubeugen.

Familienbeihilfe

Staatliche finanzielle Unterstützung für Kinder bis zum Alter von 24 Jahren, unabhängig von Beschäftigung oder Einkommen der Eltern. Die Senkung der Altersgrenze sollte als Ansporn für den Abschluss des Studiums in der Mindeststudiendauer dienen.

Finanzierung

Das Budget der Unis setzt sich aus dem Globalbudget, Erlösen aus Studienbeiträgen, universitären Weiterbildungsangeboten, Forschungsleistungen, künstlerischen Leistungen sowie Kostenersätzen zusammen. Hinzu kommen Drittmittel aus Projekten der Forschung und Entwicklung sowie aus Projekten der Entwicklung und Erschließung der Künste.

Forschung

Ist neben der Lehre nach Humboldt eine Kernaufgabe einer Universität. Nicht zuletzt aufgrund der Forschung und der forschungsbasierten Lehre wird allein den Universitäten das Promotionsrecht eingeräumt. Freier Zugang

Der "Freie Zugang" an Österreichs Universitäten beschreibt die grundsätzliche Freiheit, sich für ein Studium nach Interesse zu entscheiden. Reguliert wird jedoch bei vielen Studienrichtungen durch quantitative Zugangsbeschränkungen, Aufnahmeverfahren sowie Eignungstests. Unter freiem Zugang, aber anders gemeint, ist auch Open Access zu verstehen.

Gendern

Bezeichnet das politische Ziel einer geschlechtergerechten Hochschul-und Forschungslandschaft. Im UG 2002 ist die Gleichstellung von Frauen und Männern als leitender Grundsatz verankert. Aktuell wird thematisiert, ob "Gendern" in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten methodisch verpflichtend sein sollte, hier besteht derzeit keine allgemeine Regelung.

Generation Y

Die Generation des digitalen Zeitalters, der sozialen Netzwerke und Massenstudien. Es wird ihr nachgesagt, die potenziellen Unsicherheiten des Arbeitsmarktes akzeptiert zu haben und im Bewusstsein der sich ständig verändernden Zukunftsperspektiven zu leben. Nicht selten wird dieser Generation mangelnde Reflexions-und Kritikfähigkeit und geringes Interesse an wissenschaftlicher Erkenntnisarbeit vorgeworfen; dererlei Ambitionen seien aber -so die Replik -aufgrund der ständigen Jagd nach ECTS-Punkten zu einem Luxus geworden, den sich in Zeiten der Bologna-Studienarchitektur kaum jemand mehr leisten könne.

Generation Praktikum

Bezeichnung für jene Akademikerinnen und Akademiker, die während oder nach ihrem Studium zahlreiche Praktika absolvieren, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Nicht selten sind die Praktika unteroder unbezahlt, es mangelt an sozialer Absicherung. Trotz hohem Engagement während des Praktikums bleiben die Aussichten auf eine fixe Arbeitsstelle und eine angemessene Entlohnung in weiter Ferne.

Globalbudget

Bezeichnet jenes Budget, das aus öffentlicher Hand den autonomen Universitäten bereitgestellt wird. Berechnungsgrundlage für die Höhe des Budgets sind deren langfristige strategische Entwicklungspläne, umgesetzt werden diese je nach budgetärer Machbarkeit in der Leistungsvereinbarung zwischen Universität und Wissenschaftministerium.

Hochschulautonomie

Durch das UG 2002 wurde den öffentlichen Universitäten eine umfassende institutionelle Autonomie zuerkannt. Seitdem entscheiden die Universitäten nunmehr selbstständig über das ihnen vom Staat zur Verfügung gestellte Budget, die Gestaltung des Studienangebots und wissenschaftliche Schwerpunktsetzungen sowie Personal und Organisation.

Hochschulkonferenz

Die Hochschulkonferenz (gegründet 2012) besteht aus einer Kerngruppe (ständige Vertretung des bmwfw, der Universitätenkonferenz, Fachhochschulkonferenz, Privatuniversitäten konferenz, der Senate, des Wissenschaftsrates und der ÖH) sowie Arbeitsgruppen. Ihre Aufgabe besteht in der Erarbeitung von Empfehlungen an das Wissenschaftsministerium. Ihre Ziele sind eine vermehrte Zusammenarbeit der Hochschulsektoren, eine verbesserte Nutzung der Ressourcen und eine Profilschärfung der Sektoren des Hochschulsystems.

Jubiläum

Kommendes Jahr ist ein universitäres Jubiläumsjahr: 2015 zelebriert die Alma Mater 'Rudolphina' ihr 650-jähriges Bestehen (gegründet 1365), die Veterinärmedizinische Universität Wien kann 250 Jahre (gegründet 1765) und die Technische Universität Wien 200 Jahre (gegründet 1815) ihres Bestehens feiern. Der Österreichische Wissenschaftsrat feiert bereits heuer, und zwar sein zehnjähriges Bestehen.

Kommilitone

An Hochschulen mittlerweile selten verwendete Bezeichnung für Studienkolleginnen und -kollegen eines Faches oder aus demselben Semester. Das Wort leitet sich vom lateinischen Wort "commilito" ab, was Kamerad oder Kriegsgefährte bedeutet.

KoVo

Kurzform für Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis. Traditionell in Form einer gedruckten Broschüre oder auch digital werden die angebotenen Lehrveranstaltungen (Bachelor und Master) aufgelistet und kurz inhaltlich illustriert.

Leistungsvereinbarung

Wesentliches Element der Hochschulautonomie. Das von Rektorat und Bund unterzeichnete Dokument ist Ergebnis ihrer Budget-und Leistungsverhandlungen, also Zeugnis einer Rechenschaftspflicht der Verhandlungspartner gegenüber der Öffentlichkeit. Die Leistungsvereinbarungen wurden erstmals 2007 abgeschlossen und gelten für einen Zeitraum von drei Jahren. Aktuell gelten die Leistungsvereinbarungen 2013 bis 2015, die nächste Periode ist in Vorbereitung.

Massenfächer

Studienfächer, die aufgrund großer Beliebtheit stark überlaufen sind, zum Beispiel Betriebswirtschaft, weshalb bereits mit Zugangsbeschränkungen in bestimmten Fächergruppen reagiert wurde. Das Pendant zu Orchideenfächern.

Mensa

Im Grunde genommen eine Hochschulkantine vorwiegend für Studierende und Uni-Angehörige. Der Begriff stammt aus dem lateinischen mensa für "Tisch" oder "Tafel". In den österreichischen Mensen werden im Durchschnitt rund 15.000 Gäste täglich verköstigt.

Mindeststudiendauer

Die laut Studienplan vorgeschriebene Dauer eines Studiums. Bei Überschreitung der Mindeststudiendauer sind im weiteren Verlauf Studiengebühren zu entrichten, auch der Erhalt der Familienbeihilfe orientiert sich an der Mindeststudiendauer.

MINT

"Erfrischend anders" - PR-Kampagne für die Fächer Mathematik, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Chemie, Physik, Astronomie, Erdwissenschaften und Meteorologie. Hervorgehoben werden nicht nur die guten Studienbedingungen, sondern auch aussichtsreiche Jobaussichten -ein möglicher Anreiz für die Generation Praktikum.

Mittelbau

Gruppe der wissenschaftlich (künstlerisch) Mitarbeitenden im Lehr-und Forschungsbetrieb mit Ausnahme der Professorinnen und Professoren. Der durch das UG 2002 entstandene "neue Mittelbau" besteht aus Uniassis, Senior Scientists/Lecturers und jenen, die sich um eine (zeitlich befristete) Qualifizierungsstelle in Richtung Professur beworben haben.

MOOC

Massive Open Online Courses, also Onlinekurse, die von Studierenden weltweit absolviert werden können. MOOC bestehen vorwiegend aus Videosequenzen, integrieren Quiz und Multiple-Choice-Fragen und werden von Onlineforen begleitet.

Nostrifizierung

Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses durch eine Uni.

Open Access

Bezeichnet die uneingeschränkte und kostenlose Zugänglichkeit wissenschaftlicher Publikationen und Materialien im Internet. Die Open- Access-Bewegung gewinnt im Wissenschaftsbetrieb zunehmend an Bedeutung, viele Unis bekennen sich durch OA-Policies zu dieser Praxis.

Orchideenfach

Bezeichnung für ein ausgefallenes, sogenanntes exotisches Studienfach, das nicht an jeder Universität Teil des Lehrplans ist. Ein Beispiel ist die Numismatik, dessen Institut an der Uni Wien das einzige selbstständige Universitätsinstitut dieser Ausrichtung in Europa ist und sogar über einen eigenen methodischen Ansatz, die "Wiener Schule", verfügt.

Österreichische Hochschülerschaft Die ÖH ist die gesetzliche Vertretung der Studierenden von Unis, FH und Pädagogischen Hochschulen. Die Mitgliedschaft ist fakultativ, alle Studierenden sind automatisch Mitglieder.

Plagiat

Umgangssprachlich das "Copy-Paste-Prinzip", beschreibt die unrechtmäßige (weil nicht nachgewiesene) Nutzung fremder Erkenntnisse unter eigenem Namen. Methode, sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken. Kann zur Aberkennung akademischer Titel führen. Plagiatsprüfung: Wird bei wissenschaftlichen Arbeiten durchgeführt, um Plagiate ausfindig zu machen.

Promotion

Wesentlicher Teil der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie dokumentiert und bestätigt die Befähigung zu eigenständiger wissenschaftlicher Forschung und ist somit, neben der Habilitation, Alleinstellungsmerkmal der Universitäten.

Promotio sub auspiciis

Spezifisch österreichische Auszeichnung für exzellente schulische und akademische Leistungen. Den Absolventinnen und Absolventen wird als Anerkennung vom Bundespräsidenten ein Ehrenring angesteckt. Rund 1.090 "Sub auspiciis" gab es seit 1952, sieben Personen gelang es sogar, zwei Mal "unter den Augen" des Bundespräsidenten zu promovieren.

Ranking

Anglizismus für Rangliste, dessen Aussagekraft über die Leistungsfähigkeit von Universitäten umstritten ist. Universitätsrankings listen die weltweit besten Universitäten, gemessen an ihren Hauptaufgaben Forschung, Lehre, Wissenstransfer und Internationalität anhand kalibrierter Indikatoren.

Rektor/Rektorin

Dem Rektorat obliegen wesentliche Entscheidungen wie Entwürfe der allgemeinen Planungen, Budgetallokation und die Wahrnehmung der Personalhoheit. Vieles hängt davon ab, welchen Führungsstil ein Rektorat entwickelt. Das zentrale Universitätsmanagement beruht auf dem Zusammenwirken im Kräftedreieck von Universitätsrat, Rektorat und Senat.

Ringvorlesung

Vorlesungsreihe, bei der verschiedene Dozierende, oft auch aus unterschiedlichen Fachbereichen, Vorträge halten. Ringvorlesungen dienen oft der Orientierung und werden als StEOP-Lehrveranstaltung abgehalten.

Schein

Landläufige Bezeichnung für ein Lehrveranstaltungszeugnis; hat seit der Bologna-Reform und der damit verbundenen Orientierung an ECTS-Punkten als Maßeinheit des Studienerfolgs an Relevanz eingebüßt.

Senat

Diesem Vertretungsorgan kommen zentrale Entscheidungs-bzw. Mitentscheidungsbefugnisse zu, zum Beispiel die Mitwirkung bei der Rektoratswahl und der Wahl von Mitgliedern des Universitätsrates, die Entscheidung über die Satzung der Universität und die Erlassung von Curricula. Zudem kann der Senat zu den vom Rektorat vorgelegten Planungen Stellung nehmen. Er setzt sich aus unterschiedlichen Personengruppen zusammen: Professorat, Mittelbau, Studierenden und dem allgemeinen Universitätspersonal.

Spartenuniversität

Eine Universität, die zum Unterschied zu einer Volluniversität auf bestimmte Disziplinen spezialisiert ist. Beispiele sind die TU, WU, BOKU und die Vet-Med Wien.

StEOP

Die Studieneingangs-und Orientierungsphase zu Beginn eines Studiums umfasst bestimmte Lehrveranstaltungen, welche positiv absolviert werden müssen. Die StEOP soll den Studierenden einen Überblick über das Fach verschaffen. Über ihre Reform wird derzeit nachgedacht.

Tenure-Track-Modell

Im angloamerikanischen System verbreitet: junge Postdocs können sich um eine Tenure-Track-Stelle bewerben, welche bei Erfüllung der vorgeschriebenen Leistung in eine unbefristete Anstellung mündet; dabei besteht die Möglichkeit, bis zum "Full-Professor" zu avancieren. Das österreichische Laufbahnstellenmodell bietet Jungwissenschafterinnen und -wissenschaftern in Österreich eine ähnliche Chance.

UG 2002

Mit dem Bundesgesetz UG 2002 erhielt das Universitätssystem seine heutige Ausprägung.

Universitätsrat

Diesem Organ obliegen elementare Entscheidungen, zum Beispiel Planungsentscheidungen, Zustimmung zu den Entwürfen der Leistungsund Gestaltungsvereinbarungen sowie dem Budgetvorschlag. Die Mitglieder sind extern besetzt, sie werden von der Bundesregierung auf Vorschlag der Ministerin oder des Ministers für Wissenschaft und Forschung bestellt und vom Senat gewählt.

Volluniversität

Im Mittelalter geprägt. Vier "klassische" Fakultäten -Theologie, Medizin, Jurisprudenz und Philosophie. Den Abschied von den Volluniversitäten in Österreich in ihrer tradierten Bedeutung markiert das UG 2002 mit der Überführung der Medizinischen Fakultäten in selbstständige Medizinische Universitäten.

Wissenschaft srat, Österreichischer

festgeschrieben im §119 des Universitätsgesetzes. Das Gremium berät den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Bundesminister bzw. die Bundesministerin in allen Fragen, die das österreichische Universitäts-und Wissenschaftssystem betreffen.

Zukunft

Die Unis planen in Forschung und Lehre, in Profilbildung, Internationalisierung und Budget ihre umfassenden Aufgaben und Leistungen. Ein Instrument der langfristigen inhaltlichen Zukunftsplanung sind die Entwicklungspläne: Die strategische Grundlage für Budgetverhandlungen mit dem Bund sind die Leistungsvereinbarungen.

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