JungforscherInnen

Uschi Sorz | aus HEUREKA 1/15 vom 08.04.2015

Sie durchleuchten die menschliche Psyche in ihren Dissertationen an der Universität Salzburg:

Constantin Speitel, 27

Das Ranking der Universität Salzburg in der ZEIT hat Constantin Speitel zum Psychologiestudium nach Österreich gelockt. "Der neuropsychologisch geprägte Standort hat mich dann mehr als überzeugt", berichtet der junge Deutsche, der seinen Abschluss mit Schwerpunkt biologische Psychologie gemacht hat. Nun schreibt Speitel seine Dissertation "Egoismus und Altruismus - Die Rolle der Empathie bei ökonomischen Entscheidungen" im Rahmen des FWF-geförderten Doktoratskollegs "Imaging the Mind"."Hier habe ich die Chance, mit Methoden wie EEG, funktioneller Magnetresonanztomografie und vor allem transkranieller Gleichstromstimulation zu arbeiten. Dabei inhibiere ich gezielt mit Empathie zusammenhängende Gehirnregionen, um zu verstehen, welche grundsätzliche Funktion diese in Verhandlungen oder Geldgeschäften hat."

Mirjam Neureiter, 27

Wie wirken sich psychische Faktoren auf den beruflichen Erfolg aus? Das interessiert die junge Psychologin Mirjam Neureiter, der bei ihren Literaturrecherchen auffiel, dass sich manche Menschen ihrer -objektiv vorhandenen -Kompetenzen nicht bewusst sind. "Sie können ihr Potenzial nicht ausschöpfen." Obwohl Studien damit zusammenhängende Persönlichkeitseigenschaften und Konsequenzen beschrieben haben, gibt es bei diesem Phänomen noch offene Fragen. Um diese dreht sich die Doktorarbeit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Uni Salzburg. Neben dem Fokus auf Entstehung und Folgen hat sie auch ein Coaching für Betroffene mitkonzipiert. "Bei der Evaluation zeigte sich eine signifikante Reduktion der hinderlichen Verhaltensmuster."

Isabella Uhl, 27

"Mich haben Menschen und ihre Beweggründe schon immer interessiert", sagt Isabella Uhl. Sie studierte Psychologie als auch Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Nachhaltigkeitskommunikation. Zugleich wuchs ihr Umweltengagement. "Warum unternimmt die Menschheit nicht alles in ihrer Macht Stehende gegen den Klimawandel, obwohl die negativen Folgen bekannt sind?", fragte sie sich und begann das Thema für ihre Dissertation empirisch zu untersuchen. "Eine Erklärung wäre seine Bedrohlichkeit. Darauf können Menschen mit Schutz-, aber auch mit Abwehrmechanismen reagieren." Uhl erforscht, wie die diversen Persönlichkeitstypen auf bestimmte Kommunikationsformen reagieren und wie man die Kommunikation verbessern könnte.

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