Kommentar

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Heinz W. Engl Heinz W. Engl Rektor der Universität Wien | aus HEUREKA 1/15 vom 08.04.2015

Mit ihrem 650-Jahr-Programm will die Universität Wien die Relevanz von Forschung und Lehre für die Entwicklung unserer Gesellschaft und die Bildung künftiger Generationen vermitteln und dadurch auch zeigen, welche Bedeutung eine international orientierte Universität für die Region, für den Standort hat.

Die internationale Konferenz zum Beginn des Jubiläumsjahres, u. a. unter Beteiligung der Rektoren der Universität Cambridge, der Chinese University of Hongkong und der University of Chicago, widmete sich der Frage, welche Rolle globale Universitäten für die jeweilige Region haben.

Internationale Erfahrungen zeigen, dass Spitzenforschung und die hohe Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Alumni jene Faktoren sind, die der regionalen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zugute kommen. Ihren strategischen Zielsetzungen entsprechend, will die Universität Wien insbesondere das aktuelle Jubiläumsjahr nützen, um die "Wirkung von Universität" zu zeigen. Diese umfasst neben den Kernaufgaben Forschung und Lehre auch eine aktive Interaktion und Kommunikation mit Wirtschaft und Gesellschaft.

Auch und gerade in der Grundlagenforschung, die einen Großteil der Forschung an der Uni Wien ausmacht, sind Offenheit gegenüber Anwendungen und Strukturen zum Transfer von Wissen nötig. Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft geben Anstöße zu interessanten Entwicklungen in der Grundlagenforschung.

Auch aus diesem Grund möchte die Uni Wien 2015 ihre Türen weit öffnen und Einblicke in Forschung und Lehre geben. Anhand konkreter Beispiele aus der Geschichte der Universität Wien wird gezeigt, dass es Fragen der Grundlagenforschung sind, die zu bedeutenden Entwicklungen für vielfältige Lebensbereiche führten und führen.

Angehörige der Universität bringen das Know-how mit, welches notwendig ist, um die Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragen zu finden. Es ist entscheidend, die richtigen Fragen zu stellen, um so die Entwicklung der Gesellschaft zukunftsorientiert gestalten zu können.

Europa braucht starke Universitäten, die wirtschaftlich und politisch unabhängig agieren können. Nur so können sie einen nachhaltigen Beitrag leisten, um Europa stark und wettbewerbsfähig zu halten.

Um dies zu erreichen, müssen die Universitäten, wie die Universität Wien, über eine internationale Reichweite verfügen und attraktiv für Studierende und WissenschafterInnen aus aller Welt sein.

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