WILDNIS. CHANCE FÜR EUROPA?

Der Countdown zum Thema

CAROLIN GIERMINDL | aus HEUREKA 2/15 vom 27.05.2015

200 000 000

Bienen bevölkern Wiens innere Bezirke. City-Imkern boomt. Prominente Standorte: Oper, Burgtheater, Rathaus. Die Bienendichte in europäischen Städten ist inzwischen höher als auf dem Land.

3 300 000

Euro hat die EU für die Renaturierung der Torf- und Moorlandschaften Finnlands zur Verfügung gestellt. Im letzten Jahr wurden damit 2.448 Hektar Sumpfland wiederhergestellt.

750 000

Menschen sahen den Kinofilm über den Naturpark Oostvaardersplassen in den Niederlanden. Das brachliegende Land, 1972 noch als Industriestandort geplant, ist eines der wichtigsten Feuchtbiotope Europas.

125 780

Quadratkilometer Fläche gelten laut den strengen Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature und Natural Resources) europaweit als Wildnis.

45 870

Tierarten existieren in Österreich. Mit 10.000 Pilzarten, 3.000 Blütenpflanzen, 2.000 Flechten und über 1.000 Moosen gehört das Land zu den artenreichsten Ländern Europas.

12 000

Jahre Vergangenheit: Der Rothwald in den niederösterreichischen Kalkalpen ist Österreichs größter Urwald und zählt mit 460 Hektar zu den letzten großen Urwälder Europas.

8.000

Euro pro Festmeter: Die Elsbeere gehört zum teuersten Holz der Welt. Das Wildobstgehölz mag es trocken und profitiert vom Klimawandel. Die Nachfrage nach Setzlingen steigt.

5.600

Hektar groß ist Oostvaardersplassen, die Heimat von 1.100 Wildpferden, 3.000 Hirschen, Heckrindern, Eisvögeln und Seeadlern. Experten rechnen mit dem baldigen Zuzug des Wolfes.

4.000

Füchse leben laut Schätzungen derzeit in Wien. Die Anzahl der Marder, Dachse, Graureiher, Feldhamster und Biber im Stadtgebiet steigt. Der Hauptgrund liegt in den reichen Futterquellen.

3.200

Meter über dem Meer: So hoch liegt ein Teil des Schweizer Nationalparks, der im August 1914 eröffnet wurde. Die Gebirgsregion im Engadin war der erste Nationalpark Mitteleuropas.

2020

endet die Dekade der Biodiversität, die von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde. Bedeutung und Schutz biologischer Vielfalt sollen weltweit breite Öffentlichkeit erfahren.

2009

hat die EU eine Resolution zum Erhalt von Wildnis verabschiedet. Seitdem gilt: Keine Forstwirtschaft, keine Jagd, keine Beweidung oder akustische Störung in diesen Gebieten.

1980

war jenes Jahrzehnt, in dem in Nordamerika eine New-Wilderness-Bewegung entstand. Sie trat für den Schutz unberührter Natur ein. Sie gilt als Vorreiterin der europäischen Wildnis-Initiative.

1.836

Quadratkilometer groß ist der größte Nationalpark Mitteleuropas, der Nationalpark Hohe Tauern. Er wurde 1981 eröffnet, danach folgten: Kalkalpen, Gesäuse, Nockberge, Neusiedlersee, Thayatal und Donau-Auen.

1.337

Wildschweine wurden in der vergangenen Jagdsaison laut Statistik Austria in Wien erlegt. Die Population der Allesfresser nimmt seit Jahren europaweit zu.

800

Regenwürmer finden sich pro Quadratkilometer gesunder Wiese. Die kleinen Düngerproduzenten gewinnen stetig an Bedeutung. Der Markt für Regenwurmerde und Kompostwurm-Sets steigt. Im niederösterreichischen Tulln gibt es einen Regenwurmbauern.

450

Kilometer lang ist das Wattenmeer entlang der Nordseeküste. Der ökologische Zustand des vogelreichsten Gebietes Europas, das außerdem auch UNESCO-Weltnaturerbe ist, hat sich seit dem Jahr 1990 nachweislich verbessert.

350

Pflanzenarten in den Alpen sind endemisch. Felsen, Geröllfelder, Seen, Moore, Bachläufe - nirgendwo in Europa existieren mehr Arten auf engerem Raum.

170

Jahre lang gab es im Bayerischen Wald, zusammen mit dem Böhmerwald, dem größten Waldgebiet Europas, keine Wildkatzen mehr. 2015 konnte eine Wildkatze auf einem Monitor gesichtet werden.

100

Waschbären leben laut Schätzungen in der deutschen Stadt Kassel. Der Ort in Hessen hat europaweit die dichteste Population. Die nachtaktiven Raubtiere vermehren sich rasant.

71

Prozent aller erfassten Pilzarten sind Holz- oder Rindenbewohner. Totholz beherbergt rund 1.500 Pilzarten, zahllose Bakterien, Flechten, Moose, Wildbienen, Wespen und 1.350 Käferarten.

36

Berufsjäger gibt es in Wien. Im Lainzer Tiergarten findet jährlich eine große Treibjagd statt. Laut einer neuen Novelle dürfen Wiens Jäger jetzt auch in privaten Gärten Wildtiere erlegen.

2

bis vier Häuser auf 40 Quadratkilometer :Island ist dünn besiedelt. Die Insel hat neben Fennoskandinavien die größten unberührten Wildnisgebiete Europas. Die größte Wildnis der Welt ist die Antarktis.

1

Griechenland ist das blütenreichste Land Europas: 5.752 Blütenpflanzen und Farne und dazu 1.893 Unterarten wachsen laut internationaler Studie dort. So viel Flora ist einmalig in Europa.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige