Buchtipps von Emily Walton

Freihandbibliothek

aus HEUREKA 3/15 vom 01.07.2015

Bildung für die Zukunft

In "The Second Machine Age" untersuchen Erik Brynjolfsson and Andrew McAfee, zwei Forscher des MIT, wie neue Technologien unsere Ökonomie verändern. Dabei schreiben sie neben vielen Vorteilen auch von den Kehrseiten: Technologien werden menschliche Arbeitskraft in manchen Bereichen ersetzen. Firmen müssen daher umdenken, neue Geschäftsmodelle werden notwendig. Besonders die Bildungssysteme müssen neu ausgerichtet werden, um Mensch und Technik optimal zu paaren.

The Second Machine Age: Work, Progress and Prosperity in a Time of Brilliant Technologies.

Von Erik Brynjolfsson and Andrew McAfee. W.W. Norton & Company. 320 S.

Your phone is watching you

Fünf Kräfte gestalten die Zukunft: Mobile Technologien, Daten, Sensoren, Standortbezogene Technologien und Social Media. Unsere Geräte werden bald wissen, dass sie uns früher aufwecken müssen, weil es geschneit hat; sie werden sich merken, welche Programme wir gerne sehen möchten. Die Forscher Scoble und Israel widmen sich den Auswirkungen neuer Entwicklungen. Besonderes Augenmerk legen sie auf den persönlichen Bereich. Die Herausforderung: neue Technologien einzusetzen und dabei trotzdem die Privatsphäre zu wahren.

Age of Context: Mobile, Sensors, Data and the Future of Privacy.

Von Robert Scoble and Shel Israel. Create Space, 248 S.

Wenn der Mistkübel mit dem Schirm spricht

Wie können gewöhnliche Alltagsgegenstände unsere Bedürfnisse erahnen und befriedigen? David Rose schildert, wie unsere Gegenstände sich vernetzen werden: das Auto mit der Uhr mit dem Geldbörsel mit dem Regenschirm. Nicht mehr Handys und mehr Smartphones werden unseren Alltag erleichtern, sondern eben diese "Enchanted Objects". Rose widmet sich nicht nur der technologischen Seite, sondern schildert zugleich, wie diese Technologien mit schlauen und eleganten Designs unsere Sinne ansprechen werden.

Enchanted Objects: Design, Human Desire, and the Internet of Things.

Von David Rose. Scribner Verlag. 320 S.

Roboter, machst du mich glücklich?

Autos, die sich selbst fahren; Computer am Handgelenk. Nicholas Carr wirft einen Blick auf die psychologischen und neurologischen Aspekte, die im Zusammenhang mit dem Aufkommen neuer Technologien entstehen. Nicht zwangsläufig führt Automatisierung zum Glück, denn unser Glücksgefühl ist auch an Leistung gekoppelt. Indem wir Maschinen alles erledigen lassen, droht ein Gefühl der Unzufriedenheit. Carr verwebt Geschichte, Philosophie und Wissenschaft zu einem spannenden Buch, das aufzeigt, wie wir neue Technologien befriedigend anwenden können.

The Glass Cage. Automation and Us.

Von Nicholas Carr. W.W. Norton & Company, 288 S.

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