Zu den Fotos

aus HEUREKA 5/15 vom 04.11.2015

Arkadiusz Podniesiński, geboren 1972 in Breslau, Polen, ist Fotograf und Filmemacher. In seiner Kunst hat er sich auf Plätze spezialisiert, die wegen Nuklearkatastrophen zu verlassenen Orten geworden sind. Seit 2008 reist er regelmäßig in die Sperrzone von Tschernobyl. Dort drehte er zwei Dokumentarfilme mit dem Titel" Alone in the Zone" und verwirklichte zahlreiche Fotoprojekte. In Fukushima setzt Podniesiński jetzt seine Arbeit fort. Die bemerkenswerte Abwesenheit von Menschen in seinen Bildern macht das Ausmaß der Tragödie deutlich. Weitere Werke unter: www.podniesinski.pl

Ein Propagandaspruch über einer der Hauptstraßen von Futaba: "Atomenergie ist die Energie einer glänzenden Zukunft."

Deponien mit Säcken voll kontaminiertem Erdreich werden auf landwirtschaftlich nutzbarem Land angelegt. Um Platz zu sparen, werden die Säcke übereinander gestapelt.

Im Supermarkt machen sich Spinnweben breit.

Ein Klassenzimmer im ersten Stock der Ukedo Volksschule. An der Wand unter der Tafel lässt sich noch immer der Wasserstand der Tsunami-welle ablesen. An die Tafel haben ehemalige Einwohner, Schulkinder und Arbeiter geschrieben: "Wir werden wiedergeboren werden","Scheiss TEPCO", "Wir werden zurückkehren", "Fukushima ist stark".

Der Turnsaal der Schule ist durch das Erdbeben beschädigt worden.

Derzeit leben rund 360 Rinder auf der Farm von Masami Yoshizawas, der kurz nach dem Unglück zurückgekehrt ist. Die Risse auf deren Weide wurden vom Erdbeben verursacht. Die Tiere entwickelten nicht lange nach dem Unglück weiße Flecken auf der Haut, die vermutlich vom radioaktiv verseuchten Gras verursacht werden, das sie fressen.

Es wird grüner. Die Natur überwuchert verlassene, vor sich hin rostende Pkws.

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