Medizin

Relex Smile: Ein neues Verfahren, das hitzefreie Augenlasern, schont die Hornhaut

Dieter Hönig | aus HEUREKA 6/15 vom 25.11.2015

Schon seit Jahren ermöglichen High-Tech-Laser, Kurzsichtigkeit und Astigmatismus durch einen kurzen, ambulanten Eingriff zu korrigieren. Kürzlich fand am Linzer Augenkongress eine innovative Behandlungsmethode breite Beachtung: Das "Relex Smile"-Verfahren, eine Augenlasertechnik, die minimal invasiv und ohne Hitze funktioniert. Wie eine an zwei deutschen Klinken durchgeführte 5-Jahres-Studie ergab, dürfte dieser Eingriff auch mittelfristig effektiv, verlässlich und nebenwirkungsfrei sein.

So verbesserte sich laut Studie die korrigierte Sehschärfe im Vergleich zum ersten postoperativen Monat. Auch die bereits bekannte Schonung der Hornhautnerven wurde bestätigt: "Inspektionen unter der Spaltlampe ergaben nach fünf Jahren bei keinem der nachuntersuchten Patienten Anzeichen von Hornhautdegeneration, Kataraktbildung oder anderen pathologischen Veränderungen", berichtet Walter Sekundo, Augenspezialist an der Universitätsklinik Marburg.

Ärzte, die "Relex Smile" bereits anwenden, sehen darin schon großes Zukunftspotenzial: "Das zur Fehlsichtigkeit führende, überschüssige Hornhautgewebe wird dabei nicht mit Hitze verdampft, sondern mit Luftbläschen vorsichtig gelöst und durch einen winzigen, hochpräzisen Schnitt mit einem Speziallaser entfernt", erklärt Siegfried Priglinger, Vorstand der Augenabteilung am AKH Linz und Leiter des Linzer Smile Eyes-Augenlaserzentrums. Laut Priglinger, der die Methode seit nahezu drei Jahren als erster in Österreich durchführt, sind 92 bis 97 Prozent der Patienten schon nach der ersten Laserbehandlung mit dem Erfolg sehr zufrieden. Auch Entzündungsreaktionen treten seltener auf als bei anderen Lasertechniken. Allerdings muss die individuelle Eignung immer in einer gründlichen Voruntersuchung festgestellt werden.

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