Der Countdown zum Thema

FORSCHUNG - IDEE UND WIRKLICHKEIT

Unter diesem Titel hielt der Österreichische Wissenschaftsrat eine Tagung an der Universität Wien ab. Die folgenden Seiten sind den Diskussionen rund um das Thema gewidmet.

Sabine Edith Braun | aus HEUREKA 6/15 vom 25.11.2015

16 000 000 000 Euro sollen in den nächsten beiden Jahren im Rahmen des Horizon-2020-Programms in Forschung und Innovation investiert werden. Das beschloss die Europäische Kommission im Oktober.

10 100 000 000 Euro werden 2015 in Österreich in Forschung und Entwicklung insgesamt investiert (Globalschätzung der Statistik Austria der österreichischen Bruttoinlandsausgaben für F&E)

1 356 000 000 Euro erhält das Institut of Science and Technology Austria (IST-A) von 2017 bis 2026 vom Bund und dem Land Niederösterreich. Zusätzliche 56,2 Millionen Euro werden durch das Offensivpaket Wissenschaft und Forschung von 2016 bis 2018 vom Bund bereitgestellt.

990 000 000 Euro werden über die Österreichische Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (FTE-Stiftung) seit 2004 abgewickelt. Davon wurden im Jahr 2015 63 Millionen vergeben: 20,9 Mio. an die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG; 17 Mio. an den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung FWF; 8 Mio. an die Christian Doppler Forschungsgesellschaft; 6,5 Mio. an die Österreichische Akademie der Wissenschaften; 6 Mio. an die Austria Wirtschaftsservice GesmbH und 4,6 Mio. an die Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

552 000 000 Euro sprach Vizekanzler Reinhold Mitterlehner dem FWF für die kommenden drei Jahre (2016 bis 2018) zu. 211,4 Mio. Euro konnte der FWF im Jahr 2014 für die Grundlagenforschung bereitstellen.

460 000 000 Euro hatte die FFG für ein Jahr (2014) zur Verfügung. Damit wurden 4.935 Projekte in der unternehmensnahen Forschung in den Bereichen Bottom-up (z. B. Seltene Krankheiten, Hightech-Start-up), Wirtschaft, Human potential (z. B. Talente, Forschungspartnerschaften) und Thematische Programme (z. B. Mobilität, Sicherheitsforschung) gefördert. Euro (gerundet) wurden vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs-und Technologiefonds (WWTF) in den Jahren 2003 bis 2014 in 161 Forschungsprojekte investiert.

25 900 000 Euro war das Gesamtbudget der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) für 2014, mit dem 15 Institute und fünf thematische Cluster betrieben werden.

1 500 000 Euro für fünf Jahre stellt der FWF den Gewinnern des Wittgenstein-Preises zur Verfügung, bis zu 1,2 Mio. Euro erhalten Gewinner des START-Programms.

163 079 Profile fanden 2014 Eingang ins Austrian Life Sciences Directory - eine Sammlung von Profilen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die im Bereich der Life Sciences aktiv sind.

107 949 Personen waren im Jahr 2011 im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Das entspricht 61.170 in Vollzeit Beschäftigten. Davon waren 42.291 Personen im Hochschulbereich tätig, sie teilten sich 16.096 Vollzeitstellen.

27 751 Doktoratsstudierende waren im Wintersemester 2013 an den Universitäten gemeldet. An den Privatuniversitäten waren es 348, mit 161 die meisten an der Uni für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH (UMIT) in Tirol.

5.131 internationale Gutachten wurden im Jahr 2014 vom FWF eingeholt. Die Rücklaufquote der angefragten Gutachter sank auf 32 Prozent.

3.111 Erfindungen wurden 2014 beim Österreichischen Patentamt angemeldet, davon 2.363 Patente und 748 Gebrauchsmuster. 1.450 Erfindungen (962 Patente und 488 Gebrauchsmuster) wurden anerkannt. Unter den Top 10 ist die TU Wien mit zehn Erfindungen vertreten. Die meisten Erfindungen stammen aus dem Bereich Bauwesen (352), elektrische Maschinen und Anlagen (337), gefolgt von Möbeln und Spielzeug (232).

661 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher wurden 2014 in den Labors der Christian Doppler Forschungsgesellschaft ausgebildet. Der größte der acht Cluster ist mit 164 Nachwuchsforscherinnen und -forschern der Bereich Mathematik, Informatik und Elektronik.

139 Grants des ERC (European Research Council) wurden von 2007 bis 2014 nach Österreich verliehen, darunter 78 Starting Grants zur Unterstützung junger, exzellenter Wissenschafterinnen und Wissenschafter zur Etablierung ihres eigenen Forschungsbereiches, und 42 Advanced Grants zur Förderung innovativer Forschungsansätze.

16,4 Prozent beträgt die Erfolgsrate Österreichs bei der Teilnahme an Horizon-2020-Projekten der EU.

13,9 Prozent lautet die durchschnittliche Erfolgsrate europäischer Teilnahmeländer an Horizon-2020-Projekten der EU.

3,76 Prozent soll die Forschungsquote (Verhältnis der Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung zum BIP) nach Plänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 ausmachen. 3,01 Prozent wird sie 2015 nach aktuellen Schätzungen betragen - erstmals mehr als drei Prozent.

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