COMPUTERWISSENSCHAFT

Wie man sich am Mars wie in einem 3D-Videospiel bewegen kann

Das Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung VRVis und Joanneum Research arbeiten an Bildern vom Mars

Claudia Stieglecker | aus HEUREKA 1/16 vom 06.04.2016

Seit 6. August 2012 ist der Rover "Curiosity" auf dem Mars unterwegs, der Rover "Opportunity" schon seit zwölf Jahren. Ausgestattet mit Kameras und Messgeräten liefern die Sonden Daten und Bilder. Sie sind wie das Material älterer Missionen Basis für die wissenschaftliche Analyse des Mars. Um die Arbeit zu attraktivieren, wurden im Rahmen des EU-Projekts "PRoViDE" aus den Bilddaten 3D-Rekonstruktionen von Planetenoberflächen geschaffen. "Die Bilder sind jedoch so, wie sie sind, nicht verwendbar und müssen für die 3D-Verarbeitung erst vorbereitet werden", sagt Christoph Traxler vom Forschungszentrum VRVis, das mit Joanneum Research am Projekt mitgearbeitet hat.

Das Ergebnis erinnert an ein Computerspiel: Der Anwender bewegt sich mithilfe der Maus im dreidimensionalen Raum, kann zoomen und Marsgestein aus der Nähe betrachten. "Unser 3D-Mars hat, verglichen mit Spielen, eine viel höhere Datengenauigkeit und ermöglicht eine Erforschung der Oberfläche." Es lassen sich Strukturen auf dem Mars aus großer Ferne, nächster Nähe und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. "Sogar Messungen sind im 3D-Raum durchführbar." Selbst die Farbgebung wurde realitätsgetreu aus den ursprünglichen Bildern übernommen. Auch auf dem Mars geht die Sonne auf und unter, wenn auch mit einem kleinen Unterschied: Auf dem Roten Planeten ist die Sonne dabei von einem bläulichen Schimmer umgeben.

www.provide.SpaCe.eu

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