ASTROPHYSIK

Wie ein Planet bewohnbar wird

Bevor wir Aliens auf Planeten entdecken, muss dort vieles stimmen

Jochen Stadler | aus HEUREKA 2/16 vom 18.05.2016

Im Weltall entdecken die Astronomen derzeit unzählige Planeten. Zumindest einige könnten Leben beherbergen. Dazu muss wie auf der Erde aber vieles zusammenpassen, erklärt Theresa Lüftinger vom Institut für Astrophysik der Uni Wien. Ein bewohnbarer Planet müsste sich in der richtigen Entfernung zu seiner "Sonne" befinden, damit auf der Oberfläche flüssiges Wasser existieren kann. Es sollte auch ausreichend vorhanden sein. Und die passenden chemischen Elemente für die "Bausteine des Lebens" müssen vorhanden sein. Sie entstehen durch Kernfusion in den Sternen.

Auch die Größe spielt eine Rolle, etwa 0,8 bis 1,5 Erdmassen sind optimal, wie Lüftinger mit Kollegen herausfand. "Ist ein Planet zu groß, kann der Zentralstern seine Uratmosphäre nicht wegblasen und es kann keine unter anderem mit Stickstoff und Sauerstoff angereicherte sekundäre Atmosphäre entstehen." Kleineren Planeten würde es wie dem Mars ergehen: Die in jungen Jahren sehr aktive Sonne habe ihm die gesamte Atmosphäre fortgeweht. Der Stern müsse ein bestimmtes Maß an Aktivität aufweisen: Stark genug, um bewohnbare Bedingungen zu fördern, aber nicht so heftig, dass alles Leben zerstört wird.

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