: BILDUNG

Nataschas Weg zur Molekularbiologie

55.000 Schüler als Biologen Zehn Jahre Vienna Open Lab

Jochen Stadler | aus HEUREKA 4/16 vom 27.10.2016

Natascha ist begeistert So wie ihre Klassenkollegen ist sie in einen weißen Labormantel geschlüpft und pipettiert Moleküle von in Wasser gelöstem Erbgut (DNA) in ein kleines Reaktionsgefäß. Genau so, wie es ihnen eine junge Wissenschafterin gerade erklärt hat. Hinzu gibt sie ein Enzym, das die DNA vermehrt, bis sie für das freie Auge sichtbar gemacht werden kann.

So geschah es im Vienna Open Lab, einem molekularbiologischen Mitmach-Labor in Wien. Im September feierte es seinen zehnten Geburtstag. Ein "wichtiges Zusatzangebot für das Bildungswesen" nennt Ministerin Sonja Hammerschmid das Projekt, das bisher schon rund 55.000 Schülerinnen und Schüler in Anspruch genommen haben.

"Wer kommt, gewinnt Einblicke in den Alltag einer Forschungseinrichtung und kann auch seine Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten entdecken", erklärt Karin Garber, Leiterin des Vienna Open Lab. Im Fall von Natascha ist der Funke offensichtlich übergesprungen. Heute forscht sie in einem der besten Labors im Vienna Biocenter für ihre Diplomarbeit. Und vermittelt als Tutorin im Vienna pen Lab der nächsten Generation, wie spannend Wissenschaft sein kann.

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