KOPF IM BILD

Hautnah

Text: Uschi Sorz | aus HEUREKA 5/16 vom 23.11.2016

Wie spannend Materialwissenschaft sein kann, zeigt Anna Maria Coclite vom Institut für Festkörperphysik der TU Graz. Sie entwickelt ein multisensorisches Hybridmaterial, das Temperatur, Feuchtigkeit und Druck zugleich wahrnehmen kann. Und darauf reagiert. Eine smarte künstliche "Haut" aus einer Vielzahl an Nanostäbchen. Ihre sensorische Auflösung soll um das Zwanzigfache höher sein als bei der des Menschen. Dafür hat die Assistenzprofessorin als erste Frau an ihrer TU einen ERC Starting Grant an Land gezogen. "Damit kann ich mein Arbeitsteam vergrößern", freut sich die 33-jährige Italienerin. Das Projekt "Smart Core" hat Potenzial für verschiedene Anwendungen und wird u. a. die Biotechnologie, die biologische Sensorik und das Tissue Engineering voranbringen. "Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg innovativer Forschung sind der kulturelle und fachliche Austausch sowie die Unabhängigkeit der Mitwirkenden. Von diesem Austausch - in meinem Fall zwischen Italien, den USA und jetzt Österreich - habe ich sehr profitiert."

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