EDITORIAL

Next in line

Christian Zillner | aus HEUREKA 1/17 vom 22.03.2017

Gott ist tot, behauptete Friedrich Nietzsche. Guess, who is next in line? Genau jenes Wesen, das sich auf den Platz Gottes geschwungen hat. Quantenmechanik, Biotechnologie, Genetik, Virtuelle Realität und andere von der Wissenschaft zur Verfügung gestellte Verfahren lassen den Menschen in absehbarer Zeit obsolet werden. Keine Angst, die Maschinen werden uns nicht übertrumpfen. Das machen Wesen, die sich ihren Namen nicht von uns geben lassen werden -wir übernehmen unseren Gattungsnamen ja auch nicht von den Affen.

Jessasna, jetzt kündigt er uns auch noch das Ende an! Aber nein, ängstliches Menschenvolk, von eurem Ende ist gar nicht die Rede! Höchstens von eurem Platz auf diesem Planeten. Aber auch für dieses Problem gibt es Lösungen. Ihr habt sie ja alle schon ausprobiert: Reservationen, Arbeitslager, Club Med, Kreuzfahrtschiffe. In solchen Gebieten werden sich Menschen auch in Zukunft aufhalten, mit ihren Zehen spielen und die Evolution ungerührt vorbeiziehen lassen wie die Trilobiten oder Haie in unseren Meeren.

Wer die Evolution nicht in einer Sackgasse enden lassen will (remember Neanderthal!), wird auf neue Technologien setzen müssen. Unbeirrt von ethischen Einschränkungen. Ja, das ist unmenschlich. Aber, wie gesagt ...

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