: KLIMAFORSCHUNG

Österreichisches Know-how für Singapur: eine Kooperation zum Klimaschutz

Ein Konsortium aus vier österreichischen Forschungseinrichtungen unterstützt Singapur beim Klimaschutz

Sophie Jaeger | aus HEUREKA 2/17 vom 26.04.2017

Es soll eine langfristige Anwendung und Weiterentwicklung des Monitoring-Systems gewährleistet werden", sagt Thomas Gschwantner vom BFW. Gemeint ist ein den Richtlinien des Weltklimarats gemäßes Treibhausgas-Monitoring für den Landnutzungssektor Singapurs. Ein österreichisches Expertenkonsortium hat den Zuschlag dafür bekommen. Das System ist noch nicht in seiner Endausbaustufe, liefert aber schon wichtige Grundlagen für das Berichtswesen. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung internationaler Klimaschutzvereinbarungen geleistet. Der Weltklimarat fasst den aktuellen Wissensstand zum Klimawandel zusammen und bewertet ihn. Dazu erstellen Wissenschafter aus aller Welt Sachstandsberichte. Außerdem gibt der Weltklimarat Richtlinien heraus, die den Mitgliedsstaaten methodische Grundlagen und Vorgaben für effektives Treibhausgas-Monitoring liefern. Laut Thomas Gschwantner sind an der Kooperation mit Singapur vier österreichische Forschungseinrichtungen beteiligt. Die Leitung liegt bei der österreichischen Forschungsagentur ANRICA, dazu kommen BFW, Joanneum Research und das Umweltbundesamt. "Es werden dabei drei fachliche Bereiche abgedeckt. Die satellitenbildbasierte Erfassung der Landnutzungskategorien, die Messung des gebundenen Kohlenstoffs in Kohlenstoffpools wie Biomasse und Boden sowie die Berechnung von Treibhausgasbilanzen."

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