: VON A BIS Z

Glossar zum Thema Boden und seinen vielfältigen Erscheinungsformen

aus HEUREKA 2/17 vom 26.04.2017

ABC Die drei Horizonte des Bodens: A=Oberboden mit viel Humus, B=Unterboden, in den Humusstoffe eingewaschen werden und verwittertes Ausgangsgestein umgewandelt wird, C=Bereich, in dem Ausgangsgestein physikalisch verwittert. Darüber befindet sich oft noch eine organische Auflage (O-Horizont).

Acker Boden, der regelmäßig bearbeitet wird und auf dem Nutzpflanzen angebaut werden.

Ar Eine Fläche von hundert Quadratmetern, also zehn mal zehn Metern.

Ausgangsgestein Das ist die solide Grundlage, aus der sich ein Boden entwickelt.

Auswaschung Geschieht, indem Stoffe im Boden gelöst und mit versickerndem Wasser transportiert werden. Dies führt zur Bildung von definierten Bodenhorizonten.

Bewuchs Bäume, Sträucher und Gräser, die den Boden bedecken, von ihm leben, ihn schützen und befestigen.

Boden Der oberste, belebte Teil der Erdkruste. Er speichert Wasser, Kohlenstoff, Stickstoff und mineralische Stoffe, stellt den Pflanzen Nährstoffe bereit, gibt ihren Wurzeln Halt und ist Lebensraum für Tiere und Mikroben.

Bodenart Je nach der vorherrschenden Körnchengröße der mineralischen Substanz unterscheidet man zwischen Sand (fein), Schluff (feiner), Ton (am feinsten) und Lehm (ein gleichmäßiges Gemisch der dreien).

Bodenbildung/Pedogenese Damit ist die Entstehung und Weiterentwicklung eines Bodens aus dem darunterliegenden Gestein und der darüber wachsenden Vegetation unter dem Einfluss des Klimas gemeint.

Bodendegradation Verschlechterung der Bodenfunktionen, etwa durch Klimaänderungen und nicht nachhaltige Bewirtschaftung.

Bodenerosion Wenn Böden unsachgemäß genutzt, also etwa überweidet, oder schützende Wälder gerodet werden und Brachezeiten zu kurz bemessen sind, haben Wind und Wasser leichtes Spiel, um den Boden abzutragen, also ihn "erodieren" zu lassen.

Bodenfarbe Zeigt an, wie viel an Humus, Sauerstoff und Eisen in einem Boden steckt. Meist sind dunkle Böden fruchtbarer als helle.

Bodenfeuchte Einteilung von triefend nass bis trocken; je nachdem, ob ein Stück Boden beim Herausheben vor Wasser trieft oder keines mehr spürbar ist.

Bodenhorizont Im Bodenprofil erkennbare, durch spezielle Eigenschaften charakterisierte und übereinander liegende Bereiche im Boden.

Bodenkontamination Verunreinigung des Bodens mit Schadstoffen aus Verkehr und Industrie, durch Müllentsorgung oder schlechten Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Bodenlösung Flüssiger Bereich im Boden, also das Bodenwasser mit all seinen Bestandteilen.

Bodenluft Für viele Bodenorganismen wichtiger Anteil von Gasen im Boden.

Bodentyp Einteilung der Böden von diversesten Auböden über Braunerden, Moore, Schwarzerden bis hin zu Unterwasserböden.

Bodenverbrauch Inanspruchnahme vor allem landwirtschaftlicher Flächen für den Bau von Siedlungen, Straßen und anderes.

Bodenverdichtung Verformung des Bodens etwa durch schwere landwirtschaftliche Maschinen. Verringert meist zu Ungunsten des Bodens dessen Bodenluft und Bodenlösung.

Bodenversiegelung Das komplette Verschwinden von Boden unter Beton, Asphalt und Häusern.

Bodenwertzahl Vergleichszahl zur Bewertung der Fruchtbarkeit eines Bodens von 0 (schlecht) bis zirka 100 (sehr gut).

Dünger Natürliche oder künstliche Stoffgemische, mit denen Bauern und Gärtner den Pflanzen über den Boden Nährstoffe zuführen.

Edaphon Gesamtheit der Bodenorganismen, von Pflanzen über Tiere bis zu Mikroben.

Erde Ein anderes Wort für Boden, es sei denn, es ist unser Heimatplanet gemeint.

Hektar (ha) Hundert (hekto) Ar, also eine Fläche von hundert mal hundert Metern.

Humus Die tote organische Substanz in einem Boden, also die meist sehr nährstoffreichen Überreste von Pflanzen, Tieren und Pilzen.

Mikroorganismen Bauen im Boden organische Substanzen ab.

Rasen Einförmige Graslandschaft, die Gärten, Parks und Golfanlagen bedeckt.

Regenwurm In der Erde lebender Wenigborster, der bei der Bodenbildung äußerst produktiv mitwirkt.

Substrat Das Grundmaterial, aus dem ein Boden besteht, meist zerkleinertes Gestein.

Übernutzung Führt bei einem Boden oft zu Nährstoffarmut, Verdichtung und Erosion.

Vegetation In den obersten Bodenbereichen und darüber hinaus wachsende Pflanzenwelt.

Versalzung Anreicherung von wasserlöslichen Salzen im Boden, was es vielen (Acker-)Pflanzen unmöglich macht, weiterhin dort zu existieren.

Verwitterung Die natürliche Zersetzung von Gestein. Eine der Voraussetzungen der Bodenbildung.

Wasserspeicher Wichtige Funktion des Bodens, nicht nur für die Vegetation, sondern auch im Falle einer Hochwasserepisode für die Menschen in ihren Siedlungen.

Weideland Mit Gräsern bewachsene Fläche, die Schafen, Ziegen, Kühen und anderen Nutztieren direkt als Nahrungsquelle dient.

Wiese Landwirtschaftliches Grünland, das durch Mähen für Heu und Silofutter genutzt wird.

Wurzel Bei den meisten Pflanzen jener Teil, der den Boden bewohnt, von ihm Halt erfährt sowie aus ihm Nährstoffe bezieht.

Wüste Naturlandschaft mit wenig oder gar keiner Vegetation.

Wüstenbildung/Desertifikation Verschlechterung des Bodens, bis mehr oder weniger nichts mehr wachsen kann.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige