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Physik der Sonne

Text: Uschi Sorz | aus HEUREKA 3/17 vom 07.06.2017

Sonnenausbrüche können sich nicht nur durch Nordlichter bemerkbar machen, sondern auch die Funktion von Satelliten beeinträchtigen, etwa von GPS. Julia Thalmann von der Universität Graz untersucht die physikalischen Prozesse, die diesen Turbulenzen zugrunde liegen. "Zeitliche Änderungen des Magnetfelds in der Sonnenatmosphäre sind Auslöser von Sonnenausbrüchen", sagt die Astrophysikerin. "Doch bis dato ist dieses Magnetfeld effizienten Messmethoden nicht zugänglich." Detaillierte numerische Simulationen ermöglichen ihr aber Einblicke, die der Wissenschaft sonst verwehrt blieben. Ihre Arbeiten liefern wichtige Grundlagen, um die Auswirkungen des Weltraumwetters auf die Erde künftig besser vorhersagen zu können.

Damit hat die 36-Jährige internationales Interesse geweckt. Im Herbst erhielt sie den Alexander-Chizhevsky-Preis für Space Weather and Space Climate und im April den Arne-Richter-Preis. Diesen vergibt die European Geosciences Union pro Jahr an nur vier Nachwuchsforscher der Geowissenschaften europaweit.

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