: WIRKUNGSFORSCHUNG

Smartes Spielzeug für Autisten

Eine Technologie hilft, die soziale Interaktion von Kindern zu fördern

Sophie Hanak | aus HEUREKA 3/17 vom 07.06.2017

"Im Projekt ,Outside the Box' haben wir mit autistischen Kindern Technologien entwickelt, die im Alltag ihre Stärken in den Mittelpunkt rücken sollen", erklärt Christopher Frauenberger vom Institut für Gestaltungs-und Wirkungsforschung der TU Wien. "Geleitet von den Ideen der Kinder aus Integrationsschulen in Wien wurden smarte Spielzeuge entwickelt und in der institutseigenen Werkstatt gebaut." Bei Magie-, Bastel-oder Theater-Workshops wurden Kinder in die Gestaltung eingebunden. Das Ergebnis waren faszinierende Technologien wie etwa ein Kaleidoskop, das Geschichten erzählt. Oder eine Gedankenmaschine, die einem Kind, das sozial oft überfordert ist, dabei hilft, sich an die schwierige Situation zu erinnern. Sie ähnelt Kopfhörern, hat eine kleine Kamera eingebaut und misst an der Schläfe des Kindes den Puls. Über einen Bildschirm kann das Kind die Situation später ansehen und darüber reflektieren.Das Folgeprojekt widmet sich nun dem sozialen Spiel in Gruppen aus autistischen und gesunden Kindern. "Wir wollen Objekte entwickeln, die Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen dabei unterstützen, gemeinsam zu spielen. Auf diese Weise sollen die Kinder lernen, einander besser zu verstehen."

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