: WELTRAUMTECHNIK

TU fliegt jetzt den Mond an

Das Space Team der TU Wien und die Reise zum Mond

Sabine Edith Braun | aus HEUREKA 4/17 vom 21.06.2017

Als Land, wo Raketen gebaut und gezündet werden, ist Österreich kaum bekannt. Das Space Team der TU Wien, ein 2011 gegründeter Verein, der von TU, Verkehrsministerium, FFG und Unternehmen wie Airbus unterstützt wird, tut beides.

Die Gruppe von 50 Studierenden mit einem harten aktiven Kern von 15 Personen baut jährlich eine Experimentalrakete für die von der französischen Raumfahrtagentur organisierte Startkampagne C'Space. Die STR-O6 WATNEY (Länge: 162 cm), die schon fünf Flüge absolviert hat, erreichte letzten September in zwei Kilometern Höhe sogar Überschallgeschwindigkeit. "Es ist ein Hobby. Andere trainieren für den Marathon oder bauen Modellflugzeuge, wir bauen Raketen", sagt Projektleiter Andreas Bauernfeind, der die STR-O6 beim 4. Space Event im Technischen Museum Wien vorstellte.

Dass der 4. Space Event nicht an der TU stattfand, hat einen Grund: Ein anderes "Baby" des Space Teams, der 65 Kilo schwere Prototyp einer Mondlandeeinheit, wurde dem Technischen Museum als Ausstellungsstück übergeben. Konzipiert wurde der Lunar Lander für den Wettbewerb "Google Lunar XPRIZE". Mittlerweile arbeitet das Space Team gemeinsam mit dem Start-up "Part Time Scientists" an der dritten Generation des Lunar Landers. ALINA, so der Name, soll 2018/19 als "Payload" auf einer Falcon 9-Trägerrakete zum Mond fliegen. "Ursprünglich war für das Landemodul ein Platz in einer ukrainischen Dnepr-Rakete vorgesehen, aber daraus wurde wegen des Konflikts mit Russland nichts", sagt Manuel Schleiffelder vom Lunar-Lander-Team.

www.spaceteam.at

www.ptscientists.com

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige