: KOPF IM BILD

Ultrakalt

Text: Uschi Sorz Foto: Martin Vandory | aus HEUREKA 5/17 vom 25.10.2017

Hanns-Christoph Nägerl ist Professor am Institut für Experimentalphysik der Uni Innsbruck und einer der weltweit führenden Wissenschafter auf dem Gebiet der ultrakalten Quantenvielteilchensysteme. Im Juni wurde er mit dem Wittgenstein-Preis des FWF ausgezeichnet, Österreichs prestigeträchtigstem und höchstdotiertem Forschungspreis.

Nägerl beschäftigt sich mit Quantengasen in der Nähe des absoluten Temperaturnullpunkts. Er möchte Quantensimulatoren herstellen, in denen die quantenphysikalischen Zustände der einzelnen Teilchen gezielt erzeugt werden können. Mithilfe dieser Systeme lassen sich Phänomene analysieren, für die herkömmliche Computer nicht die Kapazitäten haben.

"Der Preis zeigt, dass Grundlagenforschung in Österreich gewürdigt wird", freut sich Nägerl. Als Fußballfan sehe er übrigens durchaus Parallelen zwischen der Forschung und dem Ballsport. "Talent allein reicht nicht aus, Resultate erfordern harte Arbeit." Es komme auf jeden im Team an. Und es mache Spaß. "Etwas Glück gehört natürlich auch dazu", schmunzelt er.

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