: MEDIZIN

Das geht nicht mehr so auf die Galle

Neue Operationsmethoden bei der Entfernung der Gallenblase

Dieter Hönig | aus HEUREKA 6/17 vom 15.11.2017

Mit rund 20.000 Eingriffen pro Jahr zählt die Entfernung der Gallenblase zu den häufigsten Operationen in Österreich. Operationstechnische Fortschritte sowie die Frage "tagesklinisch oder mit zwei Nächten stationär?" bringt sie aktuell in den Fokus. "Die Entlassung des Patienten am Tag der Operation wurde erst durch immer verfeinertere OP-Methoden, speziell durch Reduced-Port-Techniken und durch ein optimales Schmerzmanagement ermöglicht", erklärt Andreas Shamiyeh, Vorstand der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Linz. Sein Team kommt mit zwei winzigen Operationsöffnungen aus und ermöglicht damit Patienten eine raschere und leichtere Erholung.

"Infektionsgefahr, Komplikationsrisiko und Schmerzen sind bei Schlüssellochtechniken erwiesenermaßen deutlich geringer", weiß Alexander Klaus, Vorstand der Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien: "Dies beweisen zahlreiche Studien und auch unsere eigene Erfahrung." Erleichtert wird die chirurgische Feinarbeit durch das Octoport-System, das Operationsbesteck und OP-Kamera selbst bei kleinsten Bauchöffnungen optimale Bewegungsfreiheit ermöglicht.

Andreas Shamiyeh, Uniklinik Linz

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