: KOPF IM BILD

Grünes Material

Text: Uschi Sorz | aus HEUREKA 6/17 vom 15.11.2017

Wer kann sich noch eine Welt ohne Satelliten, Flugzeuge oder Computer vorstellen? Das Material dafür lässt sich oft nur mit großem Aufwand und unter Einsatz hochgiftiger Zusatzstoffe produzieren. Miriam Unterlass vom Institut für Materialchemie der TU Wien geht einen anderen Weg: Sie erzeugt organische Hochleistungsmaterialien unter hohem Druck in heißem Wasser. "Wir verwenden Wasser als Lösungsmittel", erklärt die Chemikerin. Das Verfahren ist Vorgängen in der Erdkruste nachempfunden. Während gängige Methoden teure und giftige Lösungsmittel und Katalysatoren erfordern, entwickelt ihre Arbeitsgruppe auf diese Weise grüne Materialien. Dafür bekam sie einen START-Preis des FWF.

"Wir versuchen einen Spagat zwischen umwelt- und gesundheitsfreundlichen Synthesen und verbesserten Materialeigenschaften." Zu Recht erlaube der Gesetzgeber keine schädlichen Herstellungsverfahren mehr. "Ich wünsche mir, dass wir künftig mit noch höher entwickelten und grüneren Werkstoffen unseren gesellschaftlichen Beitrag leisten können."

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