: MEDIZIN

Künstlich denkendes Knie für Sportler

Ein Kunstgelenk soll die Stabilität im operierten Knie gewährleisten

Dieter Hönig | aus HEUREKA 7/17 vom 06.12.2017

Bereits jetzt erhalten jährlich rund 16.000 Menschen in Österreich ein neues Kniegelenk, Tendenz steigend. Laut Studien sind rund zwanzig Prozent mit einem herkömmlichen Kunstgelenk unzufrieden. "Neben Schmerzfreiheit wünscht man sich, wieder voll beweglich und sportlich aktiv zu sein", berichtet der orthopädische Chirurg Thomas Wallner aus Bad Aussee. Dank einer gelungenen Weiterentwicklung bei Knie-Implantaten kann man heute vielen Betroffenen diesen Wunsch erfüllen.

"Unser Kniegelenk muss eine große Bewegungsvielfalt ausführen. So ist bei der Prothesenkonstruktion zu beachten, dass die innere Seite wie ein Kugelgelenk beim Beugen und Strecken stabil bleibt, während die äußere Seite eine Gleitbewegung nach vorne und hinten ausführt."

Genau darauf basierte die Entwicklung des Endoprothesensystems "Evolution". Dieses Implantat gilt als erste Gelenksprothese, die natürliche Bewegungsabläufe exakt nachbildet. Es kommt dem körpereigenen Gelenk am nächsten und lässt irgendwann vergessen, dass man nicht mit seinem natürlichen Kniegelenk unterwegs ist. Auch anspruchsvolle Sportarten sind damit möglich, wie das Beispiel eines 63-jährigen Bergsteigers aus dem Salzkammergut zeigt.

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