: KOPF IM BILD

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Text: Uschi Sorz Foto: Roland Schlager /Apa/Picturedesk.com | aus HEUREKA /18 vom 28.03.2018

Die Chancen von Big Data zu nutzen bedeute auch, die damit verbundenen Gefahren erkennen und einschränken zu lernen, sagt der Physiker und Komplexitätsforscher Stefan Thurner. "Wenn wir Massendaten nur kommerziellen und politischen Interessen überlassen, könnten wir auf die Nase fallen." Für die Forschung seien diese eine Chance, "wie wir sie vielleicht noch nie hatten".

Im Jänner wurde er von Österreichs Klub der Bildungs-und Wissenschaftsjournalisten zum Wissenschafter des Jahres 2017 gekürt -angesichts seines Gebiets umso beachtlicher: Thurner hält Österreichs erste Professur für die Wissenschaft Komplexer Systeme an der MedUni Wien und leitet den "Complexity Science Hub Vienna". Aus Daten filtert er Wissen über große Fragen wie kriselnde Gesundheitsoder Finanzsysteme. Um in solchen Fällen die Dynamiken erkennen zu können, müsse man deren Netzwerke durchleuchten. "Die neuen Datensätze erlauben uns, unsere Spezies als soziales Ganzes zu sehen und mit naturwissenschaftlicher Präzision zu verstehen."

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