: KOGNITIONSBIOLOGIE

Das freut das Herrl: Computerspielen hält auch alte Hunde geistig fit

Bewegen will er sich nicht mehr so viel. Und am liebsten soll man ihn in Ruhe lassen. Doch das tut alten Hunden nicht gut: Also Training!

jochen stadler | aus HEUREKA 1/18 vom 28.03.2018

Nicht nur in die Jahre gekommene Menschen profitieren von Hirntraining und Denkaufgaben, sondern auch alte Hu de, fanden Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien heraus. Die Vierbeiner erleben dabei positive Emotionen, außerdem wird der natürliche Abbau ihrer Gehirnleistung gebremst. So entwickelten Kognitionsbiologen Touchscreen-Spiele für sie.

Während Welpen und Junghunde oft eine Hundeschule besuchen und ständig neue Übungen lernen, werden ältere Hunde kaum mehr gefordert. Man sehe den langjährigen Begleitern auch gern Unfolgsamkeit und Sturheit nach und verschont sie wegen diversen Wehwehchen vor körperlichem Training. Als Alternative schlagen die Forscher um Ludwig Huber daher für die vierbeinigen Greise Computerspielen vor.

Sie entwickelten dafür eine Art Touchscreen, bei dem ein vor dem Bildschirm befindliches Lichtschrankenfeld dem Computer anzeigt, wo die Hunde ihre Nasenspitzen hinbewegen. Sie lernen zunächst ihre Schnauze an den Bildschirm anzunähern, später Bilder einzuordnen und zu erkennen. "In einem 'aging-Projekt' zeigten wir zwar, dass junge Hunde schneller lernen und ein besseres Kurzzeitgedächtnis haben als ältere. Doch bei den Logiktests nach dem Ausschlussprinzip waren die Alten genau so gut bis besser", sagte Huber. Regelmäßiges Hirntraining mache ältere Hunde auch wieder aufmerksamer für Kommandos.

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