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Buchempfehlungen zum Thema von Emily Walton | aus HEUREKA 2/18 vom 25.04.2018

Wie intelligent, kreativ und selbstbewusst werden Systeme der Zukunft sein?

Künstlicher Intelligenz begegnen wir überall. Sie verändert nicht nur den Alltag, sondern auch die Wissenschaft: Das intelligente Verhalten von Maschinen regt Biologen, Psychologen und Linguisten an, Merk-, Sprach-und Lernprozesse aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Margaret A. Boden, Kognitionswissenschafterin an der britischen Unit Sussex, untersucht die philosophischen und technologischen Herausforderungen, die durch Künstliche Intelligenz im Raum stehen. Wie intelligent, kreativ und selbstbewusst werden Systeme der Zukunft sein?

Margaret A. Boden, AI. Its nature and future 208 S., Oxford University Press

Bringt die Automatisierung ein Gefühl der Orientierungslosigkeit?

Selbstfahrende Autos, Roboter und digitale Medizin: Sind intelligente Programme Fluch oder Segen? Ist es nicht gerade die harte Arbeit, die wir selbst verrichten, jene, die uns Zufriedenheit beschert? Bringt die Automatisierung ein Gefühl der Orientierungslosigkeit? Diesen Fragen geht Nicholas Carr nach. Dabei bietet er einen geschichtlichen Streifzug von den Textilmühlen Englands im 18. Jahrhundert bis zu modernen Cockpits, von Wegmarkierungen der Inuit bis zu GPS. Zudem untersucht er die Konsequenzen der Automatisierung für Gesellschaft und Wirtschaft.

Nicholas Carr, The Glass Cage. Automation and Us 276 S., Norton & Company

Das menschliche Gehirn als dritte Art

Die Verdoppelung der Rechenleistung alle zwei Jahre (auch als "Moores Gesetz" bekannt) wird laut James Anderson bald ein Ende finden. Künftig werden Fragen im Vordergrund stehen, wie Computersysteme aufgebaut und wie "intelligent" sie sind. Der Professor an der Brown University liefert einen fundierten Überblick über zwei Arten des Berechnens: analog und digital. Das menschliche Gehirn liegt für ihn als dritte Art in der Mitte dieser beiden und könnte künftig mit seinem Aufbau als Vorbild für die Architektur von Computersystemen dienen.

James A. Anderson, After Digital. Computation as Done by Brains and Machines 400 S., Oxford University Press

Die Rückwärtskonstruktion des menschlichen Gehirns

Publizist und Zukunftsforscher Ray Kurzweil befasst sich in seinem jüngsten Werk mit dem "wichtigsten Projekt in der Mensch-Maschinen-Zivilisation": der "Rückwärtskonstruktion" des menschlichen Gehirns. Dessen Funktionsweise soll möglichst genau analysiert werden, um auf Basis dieser Analyse Maschinen konstruieren zu können, die noch intelligenter sind. Kurzweil beschreibt, wie das Hirn arbeitet, wie aus ihm der individuelle Geist entsteht. Er skizziert auch die bahnbrechenden Möglichkeiten, die sich mit intelligenter Technologie ergeben könnten.

Ray Kurzweil, How to Create a Mind: The Secret of Human Thought Revealed 352 S., Penguin Books

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