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Buchempfehlungen zum Thema von Emily Walton | aus HEUREKA /18 vom 30.05.2018

Wie sich die Kundeninteraktion und somit die moderne Datengewinnung verändert

Daten zu Geld machen: Russell Walker, Professor an der Kellogg School of Management, beschreibt, wie Big Data die Effektivität und das Wachstum in Unternehmen fördern kann. Ein Fokus liegt dabei auf Apps sowie auf sozialen Netzwerken: Der Autor untersucht, wie die Kundeninteraktion und somit die moderne Datengewinnung sich verändert. Walker stützt sich dabei auf die Vorreiter in der Branche: Seine Fallstudien beziehen sich auf Apple, Netflix, Google und Amazon. Das Werk ist somit eine praxisnahe Ressource für alle, die Big Data besser bestehen wollen.

From Big Data to Big Profits. Success with Data and Analytics, Russell Walker, Oxford University Press, 312 S.

Mathematische Modelle entscheiden, ob man einen Kredit bekommt

Dank enormer Datensätze werden viele Entscheidungen schon von Algorithmen getroffen. In der Theorie soll dies zu mehr Gerechtigkeit führen. Die Datenexpertin Cathy O'Neil warnt, dass oft das Gegenteil der Fall ist. Sie beschreibt Black-Box-Modelle, die sich ausschließlich auf gesammelte Daten stützen und die Zukunft von Individuen bestimmen, ohne Hintergründe zu berücksichtigen. So entscheiden mathematische Modelle, ob man einen Kredit erhält, hohe Versicherungsprämien zahlt oder an einer Schule aufgenommen wird.

Weapons of Math Destruction: How Big Data Increases Inequality and Threatens Democracy, Cathy O'Neil, Penguin, 272 S.

Welche Möglichkeiten und Kosten bringt Big Data?

Wer denkt, dass es sich bei Big Data lediglich um einen Technologie-Hype handelt, sollte rasch umdenken, warnt Tom Davenport. Der renommierte Wirtschaftsanalytiker, der selbst skeptisch war, als der Begriff Big Data erstmals auftauchte, liefert ein fundiertes Grundlagenwerk: Was bedeutet Big Data aus technischer Sicht, aus Verbrauchersicht und aus Managementsicht? Welche Möglichkeiten und Kosten bringt Big Data? Und: Welche Aspekte werden überbewertet? Auch Davenport zieht reale Beispiele heran, darunter UPS, Amazon und Citigroup.

Big Data at Work: Dispelling the Myths, Uncovering the Opportunities, T. H. Davenport, Harvard Business Review, 240 S.

Wie Datensätze Einblicke in Krisenherde bringen können

Die Art, wie Kriege geführt werden, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Längst kämpfen nicht mehr nur große Armeen. Konflikte sind gezeichnet von Rebellenaufständen, Terrorangriffen und Sprengstoffattentaten. Eli Berman (University of California), Joseph H. Felter (Stanford University) und Jacob Shapiro (Princeton University) zeigen in ihrem Buch, wie Datensätze wichtige Einblicke in diese Krisenherde bringen können. Als Beispiele ziehen sie Konflikte in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Asien heran.

Small Wars, Big Data. The Information Revolution in Modern Conflict, E. Berman, J. H. Felter, J. N. Shapiro, Princeton University Press, 408 S.

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