: MEDIZIN

Weißer Hautkrebs im Vormarsch

Die Haut vergisst den Sonnenbrand im Kindes-und Jugendalter nie

Dieter hönig | aus HEUREKA /18 vom 30.05.2018

Je intensiver die UV-Strahlung, der man in jungen Jahren ausgesetzt war und je mehr Muttermale die Haut aufweist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, in späteren Jahren an Krebs zu erkranken. Die letzten Jahre zeigen eine drastische Zunahme von hellem bzw. weißen Hautkrebs (Basaliome und Spinaliome). Fast 30.000 neue Fälle werden in Österreich jährlich gemeldet.

Da heller Hautkrebs seltener zu Metastasen neigt als das Melanom, der schwarze Hautkrebs, werden Hautveränderungen oft lange ignoriert oder unterschätzt.

"Ein Basaliom wächst lokal zerstörend und kann im fortgeschrittenen Stadium die Entfernung größerer Gewebsareale erfordern", warnt Hubert Pehamberger, Dermatologe und ärztlicher Direktor des Wiener Rudolfinerhauses.

Seine Kollege, der Vorarlberger Hautarzt Gerald Rehor, erklärt: "Da die Haut von Kindern dünner und empfindlicher ist als die von Erwachsenen, empfiehlt es sich, beim Sonnenschutz einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50 oder höher) zu wählen. Wichtig ist, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind, die das Allergiepotenzial erhöhen. Und Kinder unter einem Jahr sollten überhaupt nicht an die pralle Sonne."

Alle Hautkrebsformen sind heilbar, wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt sind daher dringend nötig. "Mithilfe modernster diagnostischer Geräte sind schwarzer und weißer Hautkrebs heute rasch und sicher festzustellen", so Rehor.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige