: KOPF IM BILD

Milchstraße

Text: Uschi Sorz Foto: Christopher Mavrič | aus HEUREKA /18 vom 27.06.2018

"Es wird ein akademischer Himmel sein", strahlt João Alves, Professor für Stellare Astrophysik an der Universität Wien. Er hat gerade eines der begehrten Harvard-Stipendien erhalten. Am dortigen Radcliffe Institute for Advanced Study wird er nun "die genaueste 3-D-Karte unserer Galaxie erstellen". Die Milchstraße besser zu kennen helfe zu verstehen, wie die Natur Sonnen, Erden und wahrscheinlich auch das Leben forme. "Wir leben im goldenen Zeitalter der Astronomie und haben das Glück, mit hervorragenden astronomischen Daten arbeiten zu können, die immer schneller gesammelt werden", sagt Alves. Noch nie sei man dem Universum so nahe gewesen. Die Chance, als Radcliffe-Fellow in fächerübergreifenden Forschungsgruppen zu arbeiten, bekommen weniger als 3,5 Prozent der Bewerber. "Ich werde mit fünfzig Gleichgesinnten unter einem Dach sein, von Musikern bis zu Mathematikern, von Künstlern bis zu Biologen, von Dichtern bis zu Physikern", freut sich der Astrophysiker "auf ein Jahr ohne Verpflichtungen, rein zum Denken, Entdecken und um Ideen auszutauschen".

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