LESEFÖRDERUNG FÜR JUNG UND ALT

Zusammengestellt von Sabine Edith Braun | aus HEUREKA /19 vom 19.06.2019

AUSGESUCHTE ZAHLEN ZUM THEMA

1975

In "Überwachen und Strafen" analysierte der Soziologe Michel Foucault die Prüfung als Machtinstrument. Die Schule sei zu einem "pausenlos funktionierenden Prüfungsapparat" geworden.

84%

Von 25 Personen (10 Lehrlinge, 8 Arbeitnehmer, 7 Leistungsempfänger), die an einem lokalen Alphabetisierungsprogramm in Deutschland teilgenommen haben, gaben 84 Prozent an, dass ihre Lese-und Schreibschwierigkeiten sie im Alltag einschränken.

200 Gen-Stellen

Leseschwächen können auch genetisch beeinflusst sein: So wurden 200 Stellen im menschlichen Genom identifiziert, die damit in Zusammenhang stehen.

750000000

Erwachsene (Personen älter als 15) weltweit können laut UNESCO nicht lesen bzw. schreiben. Fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Südlich der Sahara kann jede zweite Frau nicht lesen oder schreiben.

332

Personen wurden im Rahmen der "Alpha Panel"-Studie in Deutschland befragt, wer über ihre Lese-und Schreibschwächen Bescheid weiß. Am häufigsten wissen die Eltern (61 Prozent) oder andere Familienmitglieder (56 Prozent) Bescheid.

7.500.000

Ein Prozent der weltweiten Analphabeten lebt in Deutschland: 7,5 Millionen. 41,8 Prozent von ihnen haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Am stärksten von funktionalem Analphabetismus betroffen sind Männer im Alter von 50 bis 64 Jahren.

57%

aller funktionalen Analphabeten sind erwerbstätig. Das ergab die 2011 gestartete LEO Level-One Grundbildungsstudie zur Literalität in Deutschland. Die häufigsten Berufsgruppen sind: Bauhilfsarbeiter (56 Prozent), Maschinenführer (46 Prozent), Hilfskräfte, Reinigungspersonal (40 Prozent), Transport-und Frachtarbeiter (34 Prozent).

19,3%

Mit 19,3 Prozent ist der Anteil funktionaler Analphabeten an der Gruppe derjenigen, die keinen Schulabschluss erreichen, überproportional hoch (Anteil an der deutschen Gesamtbevölkerung: 4,7 Prozent). Das bedeutet, dass 80 Prozent der funktionalen Analphabeten einen Abschluss haben.

Mehr aus HEUREKA 3/2019

Anzeige

Anzeige