Event-Tipps für Kinder (11.01.-22.01.2023)

Diese Woche empfehlen wir einige Theater- und Musik-Veranstaltungen, eine Spezialführung und einen Kinofilm

Kind in Wien Redaktion
11.01.2023

Entzückendes Puppentheater rund um den Vogel Tikidu (Foto: Lilarium Figurentheater)

So ziemlich beste Freunde

Erst kürzlich erhielt Traude Kossatz, die Gründerin und Leiterin des Figurentheaters Lilarum im dritten Bezirk, das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien. Nun nimmt das Theater, in dem auch besonders schreckhafte Kinder nichts zu befürchten haben, ihr Stück „Der kleine Vogel Tikidu“ (ab 3 Jahren) wieder auf. Tikidu kann noch nicht fliegen. Nach einem heftigen Windstoß purzelt er in eine Grube und wird zum Glück schnell von seinen Freunden, Igel Killi, Hase Olli und Maulwurf Willi, aus dieser misslichen Lage befreit und in einer Mooshöhle vor dem Fuchs versteckt. Schon am nächsten Morgen geht die aufregende Entdeckungsreise des jungen Vogels weiter. Ein Lilarum-Klassiker zum Wohlfühlen. (Sara Schausberger)

Lilarum, bis 05.02., Tickets & Infos hier


Musik fürs neue Jahr

Alles dreht sich in „Walzerschritt und Polkahit. Neujahrskonzert“ um die schwungvolle Musik des berühmten Walzer- und Polkakönigs Johann Strauß-Sohn, seiner Brüder und seines Vaters. Marko Simsa führt mit beschwingter Moderation durch das Programm mit der Camerata Wien und lädt sein Publikum zum Mitsingen und natürlich auch zum Tanzen ein. Ab 5 Jahren, Eventdetails hier.

Haus der Musik, Freitag (13.01.), 15.30 Uhr


Waldis mit juckenden Flügeln

Die jungen Waldrappen unterwegs ins italienische Winterquartier. Foto: Theresa Pewal

Der Waldrapp ist ein schwarzer Vogel mit schillernden Federn und einem roten, nackten Kopf. Er hat eine ganz wilde Frisur und manche meinen, er sei hässlich. Aber wenn man ganz genau hinschaut, ist das in Österreich ausgestorbene Tier, das nur im Zoo überlebt hat, wunderschön.

Die wunderbare Performance „Waldrapp“ handelt von hungrigen Küken und davon, wie ein Propellerflugzeug den jungen Zugvögeln Konrad-Lorenz-mäßig den Weg nach Italien zeigt. Abenteuerlich, bewegend und lustig erzählt das vielschichtige Stück der grandiosen Performancegruppe Schallundrauch agency auch von menschlichen Zieheltern und Freundschaften. Eine große Empfehlung, nicht nur für Kinder ab 4 Jahren(Sara Schausberger)

Dschungel Wien, bis Sonntag (15.01.), Tickets hier erhältlich


Blick hinter die Kulissen

In einem Rundgang, bei dem die Kinder alles über die weißen Hengste und ihre Reiter erfahren können, blicken Besucher hinter die Kulissen der weltberühmten Hofreitschule. Nach der Sattelkammer geht es zu den Pferden im Stall. Hier gibt es noch mehr Informationen, etwa, was es mit dunklen Hengsten auf sich hat und warum sie Glücksbringer sind, wie eine Pferdewaage aussieht und warum manche Hengste Diät halten und natürlich Wissenswertes über Geschichte, Reittradition und über die Stars – die Pferde. Streicheln ist leider nicht erlaubt. Ab 3 Jahren. (Martin Nguyen)

Spanische Hofreitschule, Freitag (13.01.), 14.00, 15.00, 16.00 Uhr, Eventdetails hier


Musikalische Reise

Der Luftikus nimmt das Leben leicht. Er wohnt in seinem Blätterhäuschen hoch oben in den Bäumen und träumt in den Tag hinein – wären da nicht die Krokodile, die nachts unter seinem Bett lauern und ihn beim Einschlafen quälen. Glücklicherweise gibt es Onkel Dük, seinen guten Geist, Freund und Helfer, der stets zur Stelle ist, sei es beim Überwinden der nächtlichen Angst, sei es auf einer großen Reise, die den Luftikus alsbald in weit entfernte Weltgegenden führt ... Ab 6 Jahren. (Miriam Damev)

Musikverein, Brahms-Saal, Samstag & Sonntag (14. & 15.01.), 11.00 & 15.00 Uhr


Musik für die Mini-Kleinen

Kleine Kinder und Eltern entdecken gemeinsam die Freude an der Musik. Foto: Moritz Schell

Gemeinsam mit Musikvermittlerin Birgit Reithofer wird in „Musik für die Allerjüngsten: Tanz, Pinguin, tanz“ der Klang mit allen Sinnen entdeckt. Das gemeinsame Programm findet auf der Bühne statt. Von 0 bis 3 Jahren.

Das Muth, Sonntag (15.01.), 16.00 Uhr, Infos & Tickets hier


Âventiure für Zeitgenossinnen

Die Ketten rasseln, und drei "Ritter* innen gehen auf âventiure": Michèle Rohrbach, Martina Rösler und Bettina Schwarz holen in „Iwein“ (ab 10 Jahren) die schweren Rüstungen aus einer Holzbox und legen Helme und Knieschoner an.

Das Theaterkollektiv makemake produktionen erzählt in diesem Stück die Geschichte des übermütigen Artus-Ritters Iwein, der versucht, alle ritterlichen Bewährungsproben zu bestehen und dennoch sich selbst treu zu bleiben. Seine Torheit schadet ihm häufig, und als er auf Laudine trifft, siegt schließlich die Minne über ihn.

In Sneakers bestreiten die drei großartigen Performerinnen tänzerische Kämpfe zu basslastigen Beats. Die Liebenden Iwein und Laudine kommen einander mit Grapefruits und Sauerkraut leidenschaftlich nah. Dazwischen gibt es kurze Passagen auf Mittelhochdeutsch, die Sprache, in der Hartmann von Aue das Original schrieb, und es entsteht eine überraschende Mischung aus altem Stoff, lässigem Text (Fassung: Anita Buchart) und zeitgenössischer Performance.

Für die Regie war dieses Mal das gesamte Produktionsteam zuständig: die Schauspielerinnen, die Dramaturgin, die Bühnenbildnerin. Der kollektive Gedanke ging auf, die feministische Inszenierung bringt die Minne zum Klingen. (Sara Schausberger)

Dschungel Wien, Mittwoch bis Freitag (18.01.-20.01.), 10.30 Uhr, Samstag bis Sonntag (21.01.-22.01.), 11.00 Uhr


Leinwand-Abenteuer: Blueback – Eine tiefe Freundschaft

„Blueback“: Porträt einer wunderbaren Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Foto: Filmladen

Als Abby das erste Mal allein zum Meeresgrund taucht, ahnt sie nicht, dass dies der Beginn einer lebenslangen Freundschaft ist. Blueback nennt sie den großen blauen Fisch, der ihr in der Tiefe begegnet und bald zu ihrem liebsten Gefährten im Ozean wird. Nach dem gleichnamigen Bestseller von Tim Winton. Ab 6 Jahren. (Michael Omasta)

Die aktuellen Spielzeiten finden Sie auf falter.at/kino.

Weitere Ausgaben:
Alle Ausgaben finden Sie in der Übersicht.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!