Leg' doch mal das Handy weg - Kind in Wien #3

Versendet am 21.09.2022

Auch wenn es diese Woche weiterhin herbstlich kühl bleibt: Die bunten Blättern liefern Grund zur Freude und die Sonne soll sich auch wieder zeigen! Foto: Pexels

Liebe Eltern,

jetzt hat uns der Alltag als Familie schon fest im Griff, jeder weiß in der Früh, was wann zu tun ist. Meistens gelingt es uns sogar, satt und mit geputzten Zähnen aus dem Haus zu rennen. Auch das Wetter hat sich bereits stark dem Thema Herbst angenähert, die Stunden zu Hause werden länger, somit auch die Zeit vor elektronischen Geräten. Und daraus ergibt sich das wohl umstrittenste Thema in ganz vielen Familien: die Bildschirmzeit. Dazu hat Gastautor Christoph Hofinger uns schon einmal vor vier Jahren im Falter Tipps gegeben, wir haben noch einmal mit ihm geredet, um herauszufinden, wie gut die eigenen Ratschläge in seiner Familie funktioniert haben.

Außerdem haben wir mit unserer KIWI-Expertin DI Barbara Buchegger, M.Ed., der pädagogischen Leiterin von Saferinternet.at, gesprochen und sie gefragt, wie viel Zeit vor dem Bildschirm für Zehnjährige okay ist.

Aus dem Falter Verlag präsentieren wir diesmal ein ganz besonderes Projekt: das Buch „Wundersames Welterbe: Österreich erkunden“ macht wunderbar illustriert die heimischen Welterbestätten für Groß und Klein greifbar.

Raus aus der Wohnung und zu den Jumpin Warrior schicken wir abenteuerlustige Eltern und ältere Kinder: im Ninja-Parcours wird die Geschicklichkeit auf die Probe gestellt, da bleibt keine Zeit fürs Handy. Zusätzlich geben wir Event-Tipps besonders für größere Kinder, auch das Leinwand-Abenteuer richtet sich diesmal an die Älteren, eine Auswahl an Kinderbüchern haben wir natürlich auch vorbereitet.

Vergessen Sie nicht bis ganz runter zu scrollen, dort stellt sich heute bei „Mein Kind in Wien“ Richi vor. Übrigens freuen wir uns sehr über Familien, die sich ebenfalls bei uns vorstellen wollen, schreiben Sie uns gerne an kiwi@falter.at!

Eine schöne Woche wünscht,

Ihre Barbara Fuchs

PS: Ihnen gefällt, was wir hier tun? Sie finden unsere Tipps praktisch? Dann leiten Sie diesen Newsletter einfach weiter oder teilen Sie ihn auf WhatsApp oder Social Media, Share-Buttons finden Sie ganz oben. Ihnen ist dieser Newsletter weitergeleitet worden? Auf falter.at/kinder können Sie sich kostenfrei registrieren.

Anzeige

Das große Krabbeln in Wiener Neustadt

Wenn unzählige Besucher*innen einer Messe durch die Gänge krabbeln (manche), wackeln (einige) und getragen oder gefahren werden (die meisten), dann ist es wieder soweit: Die BabyExpo öffnet ihre Pforten.

Vom 21. - 23. Oktober präsentieren in der Arena Nova über 100 Hersteller und Händler die neuesten Produkte im Baby-Sektor. Auch das Bühnenprogramm mit dem legendären Väter-Wickelwettbewerb ist zurück.

BabyExpo Wiener Neustadt 2022

21.-23.10.2022, 10-18h

Tickets 11€, VVK 9€


Der Bildschirm: das nervigste Familienmitglied

Wenn Sie ein älteres Kind in Ihrer Familie haben, kennen Sie dieses Streitthema sicher: die Bildschirmzeit. Wie viel ist zu viel? Das fordert viele Eltern, zu Recht es gibt noch wenig Erfahrungswerte, das iPhone (und damit Smartphones) ist erst seit 15 Jahren auf dem Markt.

Der Falter hat sich dem Thema vor etwa fünf Jahren angenommen („Rettet die Kindheit“ aus dem Falter 07/18). Im Artikel kommt Christoph Hofinger zu Wort, er ist einer der Leiter des SORA-Instituts und Vater zweier Vertreterinnen der ersten Generation, die das Smartphone durchgängig durch ihre Teenagerjahre begleitet. Er nannte damals sieben Punkte, die seiner Meinung nach Familien unterstützen können, mit dem Thema Smartphone umzugehen:

  • Bei sich selbst anfangen also das Handy öfters weglegen oder gedruckte Zeitschriften zur Hand nehmen

  • Das Teil nicht verteufeln, sondern feste Handyzeiten einführen

  • No-go-Zonen definieren, z.B. das Schlafzimmer oder den Esstisch

  • Auch mal lockerlassen und länger schauen lassen

  • Sich mit den Inhalten, die für Kinder relevant sind, beschäftigen und ehrliches Interesse zeigen

  • Kindern Kompetenzen zusprechen und sie als Smartphone-Expert:in um Hilfe bitten

Ehrliches Interesse zeigen und auch mal locker lassen? Vielleicht funktioniert diese Strategie auch für Ihre Familie. Foto: Pexels

Wie sieht Christoph Hofinger die Lage jetzt, vier Jahre später? Wir haben mit ihm letzte Woche telefoniert und über die sieben Punkte gesprochen. Das ist sein Resümee:

  • Leider sei es ihm selber nicht immer gelungen, mehr Bücher und Zeitungen auf gedrucktem Papier zu lesen und dadurch als Vorbild zu wirken

  • Eine für seine Familie funktionierende Strategie war es, den WLAN-Router an eine Zeitschaltuhr anzustecken (auch wenn es natürlich mal Tage gab, wo die Kinder mehr Bildschirmzeit haben durften)

  • Die Kinder hätten es sogar im Familienurlaub immer wieder geschafft, das Handy im Hotel zu lassen ihm selber sei das weniger leicht gefallen

  • Diskussionen über die Bildschirmzeit habe es natürlich immer wieder gegeben, aber diese hätten nicht überwogen

  • Das Smartphone war tatsächlich nie am Esstisch dabei, darüber sei er sehr froh

  • Während der Lockdowns waren Handys für junge Menschen extrem wichtig, um ihr Sozialleben aufrechtzuerhalten – also kann ein Smartphone auch ein Segen und nicht immer nur ein großes Übel sein


Wie geht es Ihnen und Ihren Kindern mit der Bildschirmzeit? Gibt es dazu viele Konflikte in der Familie? Wie süchtig sind Sie als Eltern nach Instagram & Co.? Schreiben Sie uns unter kiwi@falter.at. Ausgewählte Zuschriften veröffentlichen wir in der nächsten Ausgabe.

Anzeige

Ich bin ein Pflanzenbeschwörer. Das ist so etwas Ähnliches wie ein Schlangenbeschwörer. Nur ich mach‘s mit Pflanzen. Und was bist du?

Bär. Ich bin einfach nur ein Bär.

Und was machst du mit dem Wecker?

Weiß ich eigentlich nicht. Er scheint Luftschiffe anzuziehen, aber er ist mir zu schwer!

Koko und der weiße Vogel | 3+ | bis 2. Oktober im LILARUM

25% Ermäßigung auf Tickets im Webshop | Code FALTERKIDS


Frage an die KIWI-Expertin

Wie viel Bildschirmzeit ist für 10-jährige Kinder ok, Frau Buchegger?

Wir haben mit DI Barbara Buchegger, der pädagogischen Leiterin von Saferinternet.at, über den richtigen Umgang mit Bildschirmzeit gesprochen

Bild von DI Barbara Buchegger, M.Ed.

DI Barbara Buchegger, M.Ed.

Pädagogische Leiterin von Saferinternet.at

KIWI-Expertin

Kind in Wien: Wie viel Bildschirmzeit ist für 10-jährige Kinder ok, Frau Buchegger?

Buchegger: Das lässt sich leider nicht so allgemein beantworten, denn auch 10-jährige Kinder haben unterschiedliche Ausgangssituationen, was Schuldauer, Freizeitbeschäftigungen, Rahmenbedingungen in der Familie usw. betrifft. Es ist also nicht so sehr das Alter entscheidend, sondern die verfügbare Zeit.

Und hier gibt es eine hilfreiche Herangehensweise. Erstellen Sie mit Ihrem Kind ein „Zeitrad“, auf dem Sie festhalten, wie viel Zeit täglich wofür draufgeht: Dies beinhaltet ausreichend Schlaf ebenso wie Schulaufgaben am Laptop oder Familienzeiten. Die Zeit, die übrig bleibt, wird je nach Kind und Grad der Verpflichtungen stark variieren. Wie mit dieser frei verfügbaren Zeit, in der Ihr Kind wirklich selbst bestimmen kann, was es tut, umgegangen wird, können Sie nun gemeinsam überlegen – z. B., ob Zeit mit Freund:innen auch online verbracht werden kann. Worauf es im Alltag letztlich ankommt, ist, dass eine gute Balance aus Erholung, Bewegung, Hobbys, sozialen Kontakten und dergleichen gewahrt bleibt.

Kind in Wien: Wie kann ich verhindern, dass mein Kind Inhalte sieht, für die es zu jung ist?

Buchegger: Die schlechte Nachricht zuerst: Wirklich verhindern können Sie das nicht – nur weniger wahrscheinlich machen. Technische Kinderschutzmaßnahmen wie Google Family Link oder Bildschirmzeit können hier helfen, ebenso die SafeSearch-Einstellung der Suchmaschine Google und optimierte Privatsphäre-Einstellungen. Wenn sich Kinder oder Jugendliche aktiv auf die Suche nach unpassenden Inhalten machen, werden Sie dennoch einen Weg zu diesen finden.

Und auch unfreiwillig können sie mit solchen Inhalten in Kontakt kommen: etwa durch personalisierte Werbung am Elternhandy oder indem sie abstoßende Inhalte als Mutprobe von anderen gezeigt bekommen. Umso wichtiger ist es, dass Sie mit Ihrem Kind schon vorab besprechen, was es tun kann, wenn es auf unangenehme oder ängstigende Inhalte stößt – wegklicken und die entsprechende Seite zumachen beispielsweise, vor allem aber: mit anderen darüber reden, denn das wirkt am effektivsten gegen Angst – und zwar mit Erwachsenen, um andere Kinder nicht auch noch zu verunsichern.


Mehr Fragen und Antworten zum Thema Bildschirmzeit für Kinder lesen Sie in der Langfassung des Interviews.

Nächste Woche geht es um die Frage einer KIWI-Leserin, und zwar wie man am besten mit Kindern über Klimakrise und Co. spricht. Falls auch Sie Fragen an unsere KIWI-Expert:innen haben, schreiben Sie uns gerne ein Mail an kiwi@falter.at und vielleicht erhalten auch Sie bald eine Antwort von unseren Expert:innen!

Anzeige

Alterserweiterte Gruppen, offenes Arbeiten, ein bilinguales Konzept: Die Pädagogik von KIWI – Kinder in Wien ist ganz darauf ausgerichtet, Kinder achtsam und ganzheitlich in ihrer Autonomie und in ihren sozial-emotionalen Kompetenzen zu fördern. Sie fühlen sich angesprochen? Eine Übersicht über unsere 93 Kindergärten und Horte in ganz Wien finden Sie hier – Voranmeldungen sind jederzeit möglich!


Stadtabenteuer

Jumpin Warrior

Im Hindernisparcours in der Playworld können kleinen Ninjas schon für den echten Ninja-Warrior-Park trainieren. Foto: Playworld

Runter von der Couch und ab in den Hindernis-Parcours: Gleich neben der SCS in Vösendorf, ist Jumpin Warrior beheimatet, Österreichs größter Ninja-Warrior-Park. In der über 2500 m2 großen Halle gibt es alles, was sich adrenalinsüchtige Kids und Erwachsene nur vorstellen können: Action-Trampolin-Fläche, Dodgeball Arena, Kletterwände und große Airbags zum Reinspringen. Das Herzstück ist aber der 2-stöckige Ninja-Warriors-Parcours, ein riesiger Hindernisparcours mit über 70 verschiedenen Obstacles. Perfekt um Konzentration, Mobilität und Geschicklichkeit zu üben. Unter der Woche können sechs- bis neunjährige in Begleitung eines Erwachsenen im Parcours trainieren, sonst richtet sich der Parcours eher an ältere Besucher. Auch einen actionreichen Geburtstag kann man in der Halle feiern, allerdings nur Kinder ab zehn Jahren.

Kleinere Kinder werden in der Playworld – die sich schräg gegenüber befindet glücklich. Im klassischen Indoor-Spielplatz sorgen 5000 m2 für Spiel und Action, mit Trampolinen, Elektrokartbahn und interaktivem Dancefloor.

Jumpin Warrior, 2352 Wr. Neudorf, SCS, www.jumpin-warrior.at
Playworld, Triester Str. 34, 2334 Vösendorf,
www.playworld-wien.at

Öffentliche Anreise: Badner Bahn, Station Vösendorf Shopping City Süd, dann ca. 10 Minuten zu Fuß zu beiden Gebäuden


Ein Interview mit dem stv. Betriebsleiter des Jumpin' Warrior und der Playworld lesen Sie im gedruckten Kind in Wien, weitere Sportangebote für Wien finden Sie ebenfalls im Buch.


Aus dem Verlag

Eine Bilderreise durch die Geschichte Österreichs Kultur- und Naturdenkmäler

Rund 700 Tierarten beheimatet der Zoo Schönbrunn aktuell. Warum es aber früher im Tiergarten nur exotische Vögel gab, erzählt unter anderem das liebevoll gestaltete Buch „Wundersames Welterbe. Österreich erkunden“, herausgegeben von der Österreichischen UNESCO-Kommission und dem Falter Verlag.

Nicht nur im Tiergarten, sondern im ganzen Schlosspark sind unzählige Tiere beheimatet. Illustration: Karin Weinhandl

Auf 80 Seiten werden für interessierte Leser:innen jeden Alters die österreichischen Welterbestätten von Neusiedler See über Semmering bis hin zu Schloss Schönbrunn mit aufwendig gestalteten Illustrationen und unterhaltsamen Kurztexten vorgestellt.

Heute leben rund 700 Tierarten im Tiergarten Schönbrunn. Illustration: Karin Weinhandl

Der Tiergarten Schönbrunn wurde übrigens von Maria Theresias Ehemann Franz I. Stephan 1752 gegründet und beheimatete nur Vögel, da er selbst fleischfressende Tiere ablehnte.

Das Buch „Wundersames Welterbe“ ist im Faltershop erhältlich.


Event-Tipps

Jugendtheater

Die Company Teatro O Bando aus Portugal versucht im Stück „Tabu“ herauszufinden, was für jungen Menschen denn überhaupt Tabus sind. Foto: Rita Santana

Saisonstart im Dschungel Wien: Für wen ist was ein Tabu? Und warum? Die portugiesische Company Teatro O Bando hat in Zusammenarbeit mit dem Dschungel Wien für das Stück Tabu junge Menschen nach ihren Tabus gefragt und stellt sich nun diesen. Geeignet für Kinder ab 12 Jahren. (Martin Pesl)

Dschungel, Donnerstag (22.9.), 20.00, Freitag & Samstag (23. & 24.9.), 19.30

Die ganze Rezension von Martin Pesl lesen Sie in der aktuellen Falter:Woche.


Konzert

Die wunderbare Klangwelt Vivaldis erfahren Kinder von zwei bis sechs Jahren bei Klassik Cool! Die vier Jahreszeiten. Das interaktive Mitmach-Konzert erfreut durch die professionelle Ausführung von klassischen Musiker:innen, nach dem Konzert können die Instrumente bestaunt und die Künstler:innen befragt werden. Eine themenbezogene Bastelstube macht vor der Aufführung zusätzlich noch gute Laune.

Bezirksmuseum Floridsdorf, Samstag (24.9.) 10.30 Uhr


Wandern

Freude bei Eltern und Kindern, denn dieses Wochenende startet wieder der Wiener Weinwandertag. Entlang der idyllischen Routen durch die Weinanbaugebiete der Hauptstadt, kann die elterliche Begleitung das ein oder andere Gläschen genießen, während der Nachwuchs die Spielplätze entlang der Routen erkundet. Den detaillierten Wanderweg und Infos finden Sie hier.

Vier Routen im 16., 19., 21. bzw. 23. Bezirk, Samstag, Sonntag (24. & 25.9.), 10-18.00 Uhr


Herbstausflug

Bunte Kreationen selber basteln und dann in die Höhe steigen lassen: das Drachensteigfest auf Schloss Hof. Foto: SKB Foto/Michal Cilc

Auf dem wunderschönen Schloss Hof, an sich schon eine Reise wert, steigt im wahrsten Sinne des Wortes das alljährliche Drachensteigfest. In der barocken Kulisse können Kinder diverse prachtvolle Drachenkreationen professioneller Performer bestaunen und natürlich selber Fluggeräte basteln und dann fliegen lassen. 

Schloss Hof, Samstag, Sonntag (24. & 25.9.), 10-18.00 Uhr

Öffentliche Anreise: Von Wien Hauptbahnhof zum Bahnhof Marchegg und dann mit dem Bus direkt zum Schloss Hof. Informationen finden Sie hier.


Toben

Abhängen in Parks wird gegen Ende September ein bisschen problematisch, wohin also mit der vielen Energie? Die VHS Rudolfsheim-Fünfhaus versucht zumindest einmal im Monat Abhilfe zu schaffen und verwandelt den großen Festsaal der Volkshochschule einen Nachmittag lang in eine Bewegungsbaustelle. Hier können Kinder von 4 bis 12 Jahren unter Aufsicht einer Trainer:in Toben, Laufen und ihre motorischen Fähigkeiten trainieren. Die Teilnahme ist gratis! Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

VHS Rudolfsheim-Fünfhaus, Samstag (24.9.), 10 bis 14.00 Uhr


Leinwand-Abenteuer

Ein neues Abenteuer der elfjährigen Lotta, basierend auf der beliebten Kinderbuch-Reihe, die in Mein Lotta-Leben - Alles Tschaka mit Alpaka“ diesmal bei einem Schulausflug mit einem französischen Austauschschüler, der strengen Klassenlehrerin, einer arroganten Mädchenbande und dem Verschwinden der kleinen Schwester ihrer besten Freundin zurechtkommen muss. Geeignet für Kinder ab 10 Jahren.

Der Film läuft in Kinos in ganz Österreich, hier finden Sie die aktuellen Spielzeiten.

Basierend auf der höchst erfolgreichen Kinderbuch-Reihe "Mein Lotta-Leben" gerät Heldin Lotta wiedermal in Turbulenzen, diesmal auch mit Alpakas. Foto: Dagstar Film/Andra Hoever


Kinderbücher

Herr Fuchs mag Bücher! (ab 8 Jahren)

Der kleine Fuchs hat Bücher zum Fressen gern. Und zwar wortwörtlich. Nachdem er eines ausgelesen hat, verspeist er es mit Salz und Pfeffer. Und weil er viel liest, geht das ganz schön ins Geld. Deswegen verlegt sich der Fuchs bald darauf, in der Buchhandlung Bücher anzuknabbern. Natürlich kann das nicht lange gutgehen. Er wird überführt. Was nun? Bücher zu stehlen, ist keine gute Idee. Sie führt den Fuchs sogar ins Gefängnis, wo er zu schreiben beginnt und zum gefeierten Schriftsteller avanciert. Mit dem bereits dritten „Herr Fuchs mag“-Band liefert Franziska Biermann zwar keine realistische, aber eine höchst gewitzte Hommage an das Lesen und Schreiben.

Erhältlich im faltershop, Rezension: Kirstin Breitenfellner

Franziska Biermann: Herr Fuchs mag Bücher! Edition Nilpferd, 64 S., € 16,95 (ab 6)


Der Junge, der mit den Wölfen spricht (ab 10 Jahren)

Silas tut sich nicht nur schwer damit, sich zu wehren, sondern überhaupt ein Wort über die Lippen zu bringen. Eines Tages trifft er auf dem Heimweg einen Wolf und gerät in eine parallele Welt, in der Tiere sprechen können. Dem Wolf sind Füchse gefolgt, die von Silas verlangen, ihnen zu zeigen, wohin der Wolf verschwunden ist. Silas versteht nicht, was sie von ihm wollen, und wird von einer Füchsin gebissen. Hineingezogen in den Kampf zwischen Wölfen und Füchsen, erlebt Silas die Gefahr, die von Worten ausgeht, die zu Manipulation und politischer Propaganda missbraucht werden. Ein Roman für Kinder im Übergang zum Jugendalter.

Erhältlich im faltershop, Rezension: Kirstin Breitenfellner

Sam Thompson: Der Junge, der mit den Wölfen spricht. Thienemann, 208 S., € 15,50 (ab 10)


Mein Kind in Wien

Hier stellt sich wöchentlich eine Familie vor und teilt mit uns persönliche Tipps und Erfahrungen der Elternschaft

Richi, 49 Jahre, Kameramann & Green Consultant Film & TV

Foto: privat

Wir stellen uns vor: Richi mit den Zwillingen Antonia & Gustav (4)

Wohnt im: Stuwerviertel, 1020 Wien

Der beste Kinder-Ratschlag, den ich je bekommen habe: Genieße die gemeinsame Zeit mit den Kindern, sie vergeht schneller, als du denkst

An der Elternschaft hat mich überrascht: Wie sich die eigene Wahrnehmung und das Verantwortungsgefühl in der Sekunde der Geburt ändern

In der Karenz solltet ihr unbedingt: Die Aufgaben als Eltern bestmöglich zu gleichen Teilen erfüllen, die Väterkarenz über den Papamonat hinaus nützen

Die allerunnötigste Anschaffung für Kind/Baby: Haben wir bis jetzt versucht, zu vermeiden

Ein Spielzeug des Grauens: Alles, was unaufhörlich monotönt [sic]

Der schönste Ort für Kinder in Wien ist: Nicht eindeutig zu definieren, Wien bietet so viel für Kinder

Unser liebster Kinderspielplatz: Spielplatz „Am Himmel“, gerade jetzt zum Drachensteigen!

Unser liebstes Kinderbuch: Alle aus der Reihe „Little People, BIG DREAMS“ von María Isabel Sánchez Vegara

Dieses Lokal ist besonders kinderfreundlich: Am Vorgartenmarkt das Café „Solas“ und die Pizzeria „il mercato“

Unser letztes Ausflugsziel: Schloss Hof, da wird uns nie fad


PS: Wenn Sie in der Rubrik „Mein Kind in Wien“ über Ihr Familienleben in der Stadt erzählen möchten oder jemanden kennen, der/die das gerne tun würde, dann schreiben Sie uns eine Mail an kiwi@falter.at – wir schicken Ihnen den Fragebogen zu.


Kind in Wien – Der Eltern-Newsletter können Sie hier kostenlos abonnieren. Unser Kind in Wien-Archiv finden Sie auf falter.at/kinder.
Weitere Ausgaben:
Alle Ausgaben finden Sie in der Übersicht.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!