... dann drei ... - Kind in Wien #15

Versendet am 14.12.2022

Sogar in Wien: Winterwonderland! Auch wenn es meist nur von kurzer Dauer ist ... Foto: Pexels

Liebe Eltern,

na, haben Sie schon alle Geschenke? Da ich mich brav bemühe, nicht alles beim großen A zu bestellen, muss ich mich noch hurtig auf die Suche nach ganz bestimmtem Lego-Zeugs begeben (das Christkind muss mir das einfach bringen, Mama, es muss!) und anschließend die Stadt nach Carrera Rennbahn-Zubehör durchkämmen (unbedingt diese Schienen!). Drücken Sie mir die Daumen, dass das Christkind auch ein Ohr für die Stoßgebete gestresster Eltern hat.

Letzte Woche hat uns die Frage einer Leserin zu den Essgewohnheiten ihres Kindes im Kindergarten erreicht. Warum das oft ein Problem ist, erklärt unsere KIWI-Expertin und Ernährungswissenschaftlerin Mag. Veronika Ottenschläger.

Mein Kollege Benedikt Narodoslawsky, der bei uns im Haus unter anderem den Nachhaltigkeits-Newsletter FALTER.natur und das Natur-Ressort im FALTER verantwortet, hat für uns einen Folgetext zu „Dicke Freunde“ aus dem FALTER 49/22 recherchiert. Lesen Sie weiter unten mehr darüber, wie die Politik versuchen will, Kindermarketing für Nahrungsmittel einzuschränken und was Influencer:innen damit zu tun haben.

Das Stadtabenteuer geht wieder einmal in einen Indoor-Spielplatz, wir schicken Sie in den 22. Bezirk in die Family Fun Erlebniswelt.

Der beliebte Kinderliedermacher Matthäus Bär gibt sein wirklich letztes Abschiedskonzert, Gerhard Stöger hat dazu ein launiges Interview in der FALTER:Woche geführt.

Der Countdown zum Christkind läuft, unglaublich viele Events versüßen die letzten Tage bis zum großen Fest, das Leinwand-Abenteuer lässt die Zeit ebenfalls schneller vergehen und die Empfehlungen für Kinderbücher eignen sich noch dazu ausgezeichnet als Geschenkideen.

Besinnliche Woche wünscht

Ihre Barbara Fuchs

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Die süßeste Versuchung

von Benedikt Narodoslawsky

Adventkalender, Nikolo, Weihnachtskekse, Schoko-Christbaumbehang in diesen Tagen kommt eine ordentliche Menge an ungesundem Zeug zusammen. Die Weihnachtszeit könnte die süße Ausnahme sein. Für viele Kinder gehört Naschen aber längst zum Alltag. Auch deshalb nimmt die Zahl der übergewichtigen Kinder zu. Die Pandemie hat das Problem verschärft, wie eine Studie der Uni Graz zeigt, die 700 Volksschüler:innen in Kärnten untersuchte. „Legt man den Schnitt über ganz Österreich, ist jedes dritte Kind im Alter von neun bis zehn Jahren übergewichtig“, warnte ÖAG-Präsidentin Johanna Brix am Welt-Adipositas-Tag im März.

Übergewicht kann krank machen, es erhöht unter anderem das Risiko für Krebs, Bluthochdruck und Diabetes. Vier von fünf Personen, die als Kind übergewichtig waren, bleiben es auch als Erwachsene. Fettleibige Kinder haben außerdem ein höheres Risiko, am Herzen oder an den Blutgefäßen zu erkranken und vorzeitig zu sterben – und zwar unabhängig davon, ob sie als Erwachsene noch adipös sind. Und gerade bei Kindern wiegt ein Risiko noch viel schwerer: Mobbing, das zur sozialen Isolation und in die Depression führen kann.

Weil Studien klar zeigen, dass Werbung für Junkfood die Essgewohnheiten der Kinder beeinflusst, will die rot-grün-gelbe Ampelkoalition in Deutschland nun das Kindermarketing einschränken. Den politischen Druck erzeugen Mediziner:innen und die Zivilgesellschaft, mittlerweile fordern 40 Institutionen (darunter der Bundeselternrat und die Verbraucherzentrale) strenge politische Regeln für Kinderwerbung, damit die Kleinsten nicht manipuliert und zur ungesunden Ernährung verführt werden.

Und in Österreich?

Da setzt die Politik bislang auf die Eigenverantwortung der Unternehmen. „Selbstverpflichtungen bringen nichts“, kritisiert Heidi Porstner von der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch Österreich und untermauert das mit einer dicken Marktstudie. Dass es mehr als eine Selbstverpflichtung der Unternehmen braucht, sehen auch die Grünen so. „Die Kindermarketing-Industrie birgt unterschätze Gefahren, die mit der Gesundheit unserer Kinder spielen“, sagt Barbara Neßler, die Grüne Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie. „Aus diesem Grund haben wir bereits einen Antrag an unserem Koalitionspartner übermittelt, der ein Monitoring der Marketingaktivitäten – im Besonderen bezüglich digitalem Marketing – von verarbeiteten Lebensmittel beinhaltet.“ Wo werden also Kinder wie und wann mit Werbung zu ungesundem Essen verführt? Diese Daten sollen zunächst mit dem Monitoring erhoben werden, um darauf aufbauend weitere Schritte zu setzen. Dabei sollen auch die sozialen Medien untersucht werden. Influencer:innen erreichen schließlich viele Kinder mit Schleichwerbung, wie diese aktuelle FALTER-Recherche dokumentiert.

Während die deutsche Koalition verhandelt, steht das Kindermarketing innerhalb der schwarz-grünen Koalition noch nicht auf der Agenda. Weder der ÖVP-Parlamentsklub, noch die für Medienregulierung zuständige ÖVP-Ministerin Susanne Raab wollten sich gegenüber dem FALTER zum Thema äußern und ignorierten mehrere Anfragen. Einen klaren Standpunkt vertritt hingegen die Werbewirtschaft. Sie kampagnisierte bereits gegen eine Beschränkung des Kindermarketings, weil sie Einbußen in dreistelliger Millionenhöhe fürchtet.

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Frage an die KIWI-Expertin

Mein Kind isst plötzlich im Kindergarten nichts, was kann ich tun, Frau Ottenschläger?

Eine KIWI-Leserin fragt sich, warum ihr Kind plötzlich im Kindergarten nichts mehr essen will und was sie dagegen tun kann. Frau Mag. Veronika Ottenschläger, Autorin von Gesunde Ernährung von Anfang an, erläutert mögliche Gründe.

Bild von Mag. Veronika Ottenschläger

Mag. Veronika Ottenschläger

Ernährungswissenschaftlerin & Diplomierte Ernährungsberaterin

KIWI-Expertin

Kind in Wien: Mein Kind hat eigentlich immer im Kindergarten gegessen, jetzt verweigert es. Was kann ich tun?

Veronika Ottenschläger: Es gilt zu klären, ob sich etwas am Umfeld im Kindergarten geändert hat - neue:r Essensanbieter:in, neue:r Pädagog:in, neue Kinder oder sonst etwas, das störend auf das Essensumfeld wirken kann. Manchmal kommt es zu einer Verschiebung der Essenszeiten, sodass das Kind vielleicht noch keinen Hunger hat. Natürlich ist die Gruppendynamik in einer Kiga-Gruppe auch nicht zu unterschätzen. Am besten spricht man es bei der Kiga-Leitung und dem:r betreuenden Gruppenleiter:in an und versucht die Ursache der Verweigerung herauszufinden. Manchmal sind es auch ganz banale Dinge.

Kind in Wien: Zu Hause am Wochenende isst es eigentlich recht normal. Warum bloß im Kindergarten nicht?

Ottenschläger: Stress und Überlastung sowie Zeitdruck sollten im Kiga-Setting abgeklärt werden. Sensible und lärmempfindliche Kinder kann der Appetit vergehen. Sie benötigen Zeit für die Umstellung und Eingewöhnung. Druck bringt in diesem Fall recht wenig. Vertrauen und Heranführen an neue Gerichte wäre wesentlich wichtiger. Kindergartenpädagog:innen haben Vorbildwirkung und sollten positiv und motivierend auf Kinder einwirken. Manchmal tut es auch schon eine geänderte Sitzordnung bei Tisch.


Das ganze Interview zum Thema Essensverweigerung im Kindergarten lesen Sie in der Langfassung. Veronika Ottenschlägers neuen Ratgeber „Gesunde Ernährung von Anfang an“ finden Sie auch im faltershop.

Haben auch Sie Fragen rund um das Thema Kinder und Familienleben, die Sie unseren KIWI-Expert:innen stellen möchten? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an kiwi@falter.at!


Stadtabenteuer

Family Fun Indoor-Spielplatz

Laut, hektisch, aber leider ein Hit: der Indoor-Spielplatz Family Fun. Foto: Philipp Lipiarski

Wiens größter In- und Outdoor-Erlebnispark wartet auf 7500 m2 mit so circa allem und mehr auf, was Kindern gefällt. Unter anderem Spielfläche mit Wabbelberg, Bullenreiten, Kletterwand, Riesenrutsche, Bungee-Trampolinen, Airhockeytischen, Luftburgen, Indoor-Bumper-Booten, Wellenrutschen und die neu entstandene Trampolinhalle. Einen 1000 m2 Kleinkinderbereich gibt es auch. Natürlich ist es laut und stickig, für manche Attraktionen braucht man außerdem extra Jetons. Kinder werden es trotzdem lieben. Im Sommer lockt der Freibereich mit Bumper-Boot-Anlage, Aquabällen und neue Luftburgen. Geburtstagspartys können natürlich auch gebucht werden.


22., Breitenleer Straße 77, T: 01/236 70 70, www.familyfun.at

Öffnungszeiten: Mo–Fr 13.00 bis 19.00 Uhr, Sa–So, Feiertags 9.00 bis 19.00 Uhr. Ferienöffnungszeiten: 9.00 bis 19.00 Uhr

Tageskarte: Kinder (1–2 Jahre) € 5,90, (3–16 Jahre) € 13,90, Erwachsene € 3,90.


„Kinder sind nicht höflich. Gut so“

von Gerhard Stöger

Zehn Jahre lang begeisterte der Wiener Musiker Matthäus Bär ein junges Publikum, jetzt hängt er die Kinder-Rockstar-Gitarre an den Nagel. Warum?

Matthäus Bär bleibt der Kinderkultur erhalten, zuletzt veröffentlichte er sein Kinderbuchdebüt „Elvis, Ziggy & Kate“. Foto: S. Vucsina

Matthäus Bär geht in den Ruhestand, der beliebte Wiener Kinderlieder-Rockstar mit Indiepop-Vergangenheit wird am Samstag sein Abschiedskonzert spielen. Eine Woche davor liegt der 33-Jährige, selbst Vater zweier Kinder, mit Grippe im Bett, bis zum Auftritt sollte er aber wieder fit sein. Neben seiner Band sind auch Bärs jüngere Geschwister beim Kehraus dabei: als klassisches Streichensemble auf ästhetischen Abwegen.

FALTER: Herr Bär, was haben Sie eigentlich gegen Kinder?

Matthäus Bär: Gar nix, Kinder sind cool!

Trotzdem quittieren Sie als einer der beliebtesten Kindermusikmacher der Stadt nun den Dienst. Warum brechen Sie die Herzen Ihrer jungen Fans?

Bär: Ich mache das jetzt seit fast zehn Jahren, und es ist einfach an der Zeit, neue Wege zu gehen.

Wurde Ihnen fad dabei, Kindergartenkinder zu unterhalten?

Bär: Nein, denn Kinder sind in ihrer Direktheit eine wunderbare Schule. Sie sind nicht höflich, was als Publikum gut ist. Bringst du dein Programm nicht auf den Punkt, bekommst du sofort entsprechendes Feedback: Die Kids werden unruhig und beginnen zu tratschen. Tatsächlich genervt haben mich als Kinderunterhalter Probleme mit der Infrastruktur. Kultur für Kinder muss billiger sein und schneller gehen als für Erwachsene, sie hat einen vergleichsweise geringeren Stellenwert. Das stört mich.

Was macht ein gutes Kinderlied aus?

Bär: Dass es verständlich ist, nachvollziehbar und als Song funktioniert. Die Komplexität der Akkorde ist egal, umso wichtiger ist, dass es einen irgendwie berührt. Wie bei allen Liedern geht es um die großen Themen des Lebens: gebrochene Herzen und Enttäuschungen, aber auch Freude. Herausfordernd ist, dass man immer ein zweites Publikum mitdenken muss. Du bedienst ja nicht nur die Kinder, sondern du musst auch die Eltern ansprechen.

Das ganze Interview von Gerhard Stöger lesen Sie hier.


Event-Tipps

Mit Oma in die Oper

Mehr über die Oper erfahren, ein Mitmach-Workshop macht es möglich. Foto: Christa Fuchs

Die Sopranistin und Theaterpädagogin Elena Schreiber führt bei „Mit Oma in die Oper“ durch einen Nachmittag mit viel Musik und Spaß. Zu sehen sind die schönsten Momente aus „Die Zauberflöte“, „Die Walküre“ und mehr, gemeinsam wird viel über die Oper gelernt und natürlich auch gespielt! Ab 6 Jahren.

L.E.O. - Letztes Erfreuliches Operntheater, Sonntag (18.12.), 14.00 & 16.30 Uhr und am 23.12., 18.00 Uhr


Gegen die Langeweile

Jetzt ist es wirklich kalt, da steht es meist schlecht um genügend Bewegung. Die VHS Rudolfsheim-Fünfhaus schafft wieder Abhilfe und verwandelt den großen Festsaal der Volkshochschule einen Nachmittag lang in eine Bewegungsbaustelle. Hier können Kinder von 4 bis 12 Jahren unter Aufsicht einer Trainer:in Toben, Laufen und motorischen Fähigkeiten trainieren. Die Teilnahme ist gratis! Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

VHS Rudolfsheim-Fünfhaus, Samstag (17.12.), 10.00 bis 14.00 Uhr


Weihnachtliches Musiktheater

Weihnachtliches Wunder und ein Besuch der Heiligen Drei Könige: „Amahl und die nächtlichen Besucher“. Probenfoto: Monika und Karl Forster

Amahl lebt in „Amahl und die nächtlichen Besucher“ mit seiner Mutter in einem kleinen Hirtendorf in Judäa. Er kann sich aufgrund eines gelähmten Beins nur auf Krücken fortbewegen. Eines Nachts wird Amahl von einem leuchtenden Stern am Himmel geweckt. Ein plötzliches Klopfen an der Tür kündigt den überraschenden Besuch der Heiligen Drei Könige an – eine Begegnung, die für Amahl ein weihnachtliches Wunder mit sich bringt … Ab 6 Jahren. (Miriam Damev)

MusikTheater an der Wien im Museumsquartier, ab Donnerstag, 15.12. bis 27.12.


Garten-Weihnacht

Auch auf der City Farm hält die weihnachtliche Stimmung Einzug, bei einer Gartenführung (mit Fackeln und Stirnlampen), Vorlese- und Bastelzeit und mit ganz viel Keksen, macht das Advent-Event für die ganze Familie Freude.

City Farm Augarten, Freitag (16.12.), 14.00 bis 19.00 Uhr


Mit Baby in den Film

Babys können in den Kinosaal mitgenommen werden. Der Ton wird leiser gestellt, der Kinosaal nicht ganz verdunkelt, Wickeltisch und Flaschenwärmer stehen zur Verfügung. Gezeigt werden die Filme „Emily“ und „Aftersun“.

Votiv Kino, Dienstag (20.12.), 11.00 & 11.30 Uhr


Seltsame Schatzsuche

Sprechende Berge und eine spannende Schatzsuche erfreuen im Burgtheater. Foto: Susanne Hassler-Smith

Wo und wie versteckt man am besten einen Schatz? Und wer soll ihn finden? In Andri Beyelers Stück „Wie Ida einen Schatz ­versteckt und Jakob keinen findet“ haben zwei Kinder unabhängig voneinander eine Mission. Ida trifft bei ihrem Versuch, einen Schatz zu verstecken, auf sprechende Berge („Bei uns oben ist es spitze“). Währenddessen erzählen die Frösche dem Schatzsucher Jakob, dass er bei ihnen im Tümpel bestimmt nicht fündig wird. Selbst der Nebel kann reden in dieser Geschichte, die vom Einsamsein, Neugierigsein und Freundefinden erzählt. Dina Skwirblies und Paul Clementi studieren noch Schauspiel, wuppen diese 50 Minuten aber einwandfrei. Ab 5 Jahren. (Sara Schausberger)

Burgtheater Vestibül, Samstag (17.12.), 15.00 Uhr, Folgetermine am 03.01. und 08.01.2023


Magische Ausstellung

Endlich geht es los: „Harry Potter – die Ausstellung“ macht in Wien halt, was genau Sie bei der immersiven und interaktiven Schau erwartet, lesen Sie nach einem Rundgang von uns in der nächsten Newsletter-Ausgabe am 21.12. Tickets mit Timeslots finden Sie inzwischen hier.

METAStadt, 1220 Wien, ab Freitag (16.12.), bis 19.3.2023


Leinwand-Abenteuer

Der Räuber Hotzenplotz

Der Räuber mit dem Zottelhaar: Nicholas Ofczarek als Hotzenplotz. Foto: Studiocanal

Türkisblaue Augen im ungewaschenen Gesicht, zotteliges Haar unter dem überdimensionalen Hut: So sieht er aus, der gerissene Räuber Hotzenplotz (Nicholas Ofczarek). Nachdem er die Kaffeemühle der geliebten Großmutter gestohlen hat, machen sich Kasperl und sein Freund Seppel auf, um Hotzenplotz zu fangen. Unglücklicherweise geraten sie dabei in die Hände des Räubers sowie des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann. In dessen Turm entdecken sie die Fee Amaryllis, die es nun ebenfalls zu befreien gilt. Ab circa 6 Jahren empfohlen. (Sabina Zeithammer)


Die aktuellen Spielzeiten finden Sie auf falter.at/kino.


Kinderbücher

Ich werde mal … (ab 4 Jahren)

Kinder legen in ihren Berufswünschen anfangs oft wenig Fantasie an den Tag: Sie wollen zur Feuerwehr, aufs Fußballfeld oder in den Zoo. Der Icherzähler Juri hingegen hat in seiner Familie ungewöhnliche Vorbilder: Paläontologe beispielsweise, Gebärdensprachdolmetscherin, Floristin, Teeverkoster oder Glasbläserin. Vorgestellt werden sie in ihrer Tätigkeit auf je einer Doppelseite samt Arbeitsgerät. Alla Hutnichenko und Illustratorin Julia Kolomoets haben in Kiew studiert, ihr wunderbares Buch erschien 2018 im Original in Lemberg. Gut, dass – wenn auch aus traurigem Anlass – jetzt mehr Bücher aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern übersetzt werden. Der kleine Juri schlägt übrigens Onkel Oleh nach: Der ist Ballonpilot. Einmal eine Alternative zum Astronauten!

Alla Hutnichenko, Julia Kolomoets (Illustrationen): Ich werde mal … Gerstenberg Verlag, 80 S., € 22,70 (ab 4)

Erhältlich im faltershop, Rezension: Kirstin Breitenfellner


Das Sams und die große Weihnachtssuche (ab 7 Jahren)

Das Sams hat seinen ersten Heiligen Abend mit Papa Taschenbier, Christbaum mit Würstchenketten und Weihnachtsliedern samt Saxofonbegleitung verbracht. Selbst Frau Rotkohl geht wegen des Mini-Sams das Herz auf, und das heißt was. Doch am Weihnachtsmorgen fehlt das Mini-Sams. Der Zauberspruch, mit dem man aus der Sams- wieder in die Menschenwelt gelangen kann, ist kompliziert und das Mini-Sams noch klein. Und so landet es erst im Kaufhaus von Herrn Rudolf Rudolf, auf dem Rodelberg der kleinen Stadt und beim Festessen der Familie Schemmel. Pünktlich zum 85. Geburtstag bringt der deutsche Doyen für schrägen Humor, Paul Maar, die elfte Geschichte mit seinen Samsen heraus. Natürlich wird wieder gereimt, was das Zeug hält.

Paul Maar: Das Sams und die große Weihnachtssuche. Verlag Friedrich Oetinger GmbH, 176 S., € 15,50 (ab 7)

Erhältlich im faltershop, Rezension: Gerlinde Pölsler


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