... dann vier! - Kind in Wien #16

Versendet am 21.12.2022

Pünktlich zu Weihnachten wird es wieder wärmer, wir lassen uns dadurch das Fest aber sicher nicht verderben. Foto: Unsplash

Liebe Eltern,

jetzt steht das Christkind wirklich vor der Tür! Meine Kinder sind völlig außer Kontrolle, die Nervosität greift wenig überraschend auch auf uns Eltern über. Haben wir wirklich alles? Wird auf den letzten Metern noch jemand krank? War es jetzt wirklich das richtige Lego-Zeugs? Das verrate ich im neuen Jahr, denn nach der heutigen Ausgabe machen wir bis 11. Jänner eine kleine Pause, dann sind wir wieder wie gewohnt mit zahlreichen Tipps und Empfehlungen für Sie da!

Wie man mit Kindern in Wien die Zeit bis zur Bescherung kurzweilig verbringen kann, lesen Sie im kleinen Countdown zum Christkind weiter unten, Sara Schausberger und ich haben ihn für Sie zusammengestellt.

Damit wenigstens die Bescherung möglichst stressfrei ist, erläutert unsere KIWI-Expertin und Kinderpsychologin Vivian Kain, wie Eltern mit der Geschenkeflut zu Weihnachten am besten umgehen können.

Lisa Kiss hat sich außerdem „Harry Potter – Die Ausstellung“ in der MetaStadt angeschaut. Ist sie noch immer Haus Gryffindor? Das lesen Sie weiter unten.

In den Weihnachtsferien schicken wir Sie zusätzlich in ein Schneeabenteuer, und zwar nach St. Corona am Wechsel, wo man relativ günstig und sehr kinderfreundlich auf Bretteln stehen kann.

Und dann - weil wir wissen, dass sich die Weihnachtsferien ziehen - haben wir ein paar Ideen, was Sie mit ihren Kindern "zwischen den Jahren" so alles unternehmen könnten. Ins Kino gehen zum Beispiel, unser Leinwand-Abenteuer sagt Ihnen, wohin. Oder vielleicht viel lesen? Mit unseren Kinderbuch-Empfehlungen geht das jedenfalls ausgezeichnet.

Sie lesen die schon 16. Ausgabe unseres KIWI-Newsletters und für uns ist jetzt auch die Zeit gekommen, ein bisschen zurückzublicken. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei helfen: Was haben wir gut gemacht? Was gefällt Ihnen weniger gut? Wovon wünschen Sie sich mehr, wovon weniger? Was geht Ihnen auf die Nerven? Antworten Sie einfach auf diese Mail, wir freuen uns über jede Nachricht!

Schon jetzt fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht

Ihre Barbara Fuchs

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Weltraum im Kinderzimmer!

Unendliche Weiten, unendlich viel Vergnügen: Sticker von BADALA (abgeleitet vom Panjabi-Wort für „verwandeln“) machen aus alten Kartonschachteln kostengünstiges, umweltschonendes und pädagogisch wertvolles Spielzeug.

Zum Beispiel unser Sticker-Set „Rocket“ lässt Kinderherzen höher schlagen – nämlich bis ins Weltall! Einfach einen passenden Karton mit den Aufklebern versehen und schon geht’s auf in ferne Galaxien – zumindest in der Fantasie Ihres Kindes.

Unendliche Weiten, unendlich viel Vergnügen: www.badalasticker.com | instagram: @badalasticker


Heut steht das Christkind vor der Tür!

von Sara Schausberger & Barbara Fuchs

Wer Weihnachten feiert, kennt die Aufregung vor der Bescherung: Acht Tipps, um mit Kindern die Zeit zu überbrücken.

Bei der Tierfütterung zusehen und noch schnell was basteln, in Schönbrunn vergeht die Zeit am 24. schnell. Foto: Daniel Zupanc

Mit herzigen Tieren vergeht die Zeit bis zum großen Fest garantiert extra schnell. Unter dem Motto „Warten auf das Christkind im Zoo“ bekommen dank Fütterungen von Mähnenrobben, Pinguinen oder Ziegen auch erwachsene Begleitpersonen leuchtende Augen. Den ganzen Tag lang können kleine und große Kinder außerdem in der Orangerie bei den Orang-Utans Last-Minute-Geschenke basteln.

Tiergarten Schönbrunn, ORANG.erie, 9.00 bis 16.00


Der Schauspieler und Sänger Gernot Kranner gestaltet am Heiligabend „Pinocchio“ als kurzweiliges Mitsing-Musical im Haus der Musik. Eine humorvolle Erzählung, nach der weltberühmten Geschichte von Carlo Collodi, rund um das kleine Holzpüppchen mit der langen Nase, das einfach nicht hören will und eher unbeabsichtigt von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Geeignet für Kinder ab vier Jahren.

Haus der Musik, 11.00 und 14.30


Bei dem Film vergessen Kinder ab zehn Jahren wahrscheinlich, dass sie gerade auf etwas warten: In „Die unendliche Geschichte“ nach dem Jugendbuch von Michael Ende kämpft ein Bub namens Bastian Balthasar Bux gegen die Zerstörung des Reiches Phantàsien. Durchs Lesen und den Glauben an die Fantasie kann er das Zauberreich retten. Hilfe bekommt Bastian etwa vom riesengroßen plüschigen Glücksdrachen Fuchur.

Filmcasino, 14.30


Weitere fünf Tipps, um die Zeit bis zur Bescherung zu überbrücken, lesen Sie in der aktuellen FALTER:WOCHE.


Frage an die KIWI-Expertin

Wie lässt sich die Geschenkeflut zu Weihnachten vermeiden, Frau Kain?

Weihnachten steht vor der Tür und unter dem Baum liegen meistens zu viele Geschenke. Unsere KIWI-Expertin und Psychotherapeutin Vivien Kain beantwortet dazu einige Fragen.

Bild von Univ. Lektorin Mag. Vivien Kain

Univ. Lektorin Mag. Vivien Kain

Psychotherapeutin in der Kinderarztpraxis Schumanngasse

KIWI-Expertin

Kind in Wien: Wie mache ich den Verwandten klar, dass wir nicht das zehnte Plastikspielzeug haben wollen?

Vivien Kain: Schenken und beschenkt werden bereitet Freude und macht glücklich, denn das Schenken stärkt zwischenmenschliche Beziehungen und baut neue auf. Daher ist es nachvollziehbar, dass Verwandte auch zu Weihnachten die Kinder gerne beschenken möchten. Um eine Geschenkeflut hier zu vermeiden, macht es Sinn präzise Anweisungen zu geben, z.B. in Form eines konkreten Geschenkewunsches, gerne auch ein größeres Geschenk für mehrere Familienmitglieder zusammen, welches nachhaltig und entwicklungsfördernd ist, die Kreativität des Kindes anregt und länger Freude bereitet (z.B. Bastelsets, Stecksteine, Spielfiguren, Bauklötze, Brettspiele). Auch haben z.B. Großeltern sicherlich eine Freude damit, konkrete gemeinsame Familienaktivitäten zu verschenken, die dann auch über den Bescherungsmoment hinaus gemeinsame Zeit und schöne Erlebnisse schaffen.

Kind in Wien: Wie bringe ich meinen Kindern einen bewussten Umgang mit Spielzeug bei?

Kain: Je jünger das Kind ist, desto stärker dürfen die Eltern den Leitsatz leben „Weniger ist mehr“. Das fördert von Beginn an einen bewussteren Umgang mit materiellen Gütern. 

Kinder dürfen auch lernen, dass nicht jeder Wunsch in Erfüllung geht, oder dass sie auch selbst im Sinne ihrer Selbstwirksamkeit ihr Erspartes oder Taschengeld für Wünsche ausgeben dürfen und müssen.

Regelmäßig mit den Kindern mit offenen Augen durchs Kinderzimmer zu schauen und zu überlegen, ob die unterschiedlichen Spielzeuge noch bespielt werden und Freude bereiten oder ob die Sachen nun bereit sind, anderen Kindern Freude zu schenken, ist sinnvoll. 

Auch gibt es immer wieder die Möglichkeit an Kinderflohmärkten auszustellen und eigenes wieder weiterziehen zu lassen oder Spendenaktionen zu unterstützen (z.B. Weihnachten im Schuhkarton), um hier ein Bewusstsein zu schaffen und zu fördern.


Das ganze Interview zum Geschenke-Überfluss zu Weihnachten und Co lesen Sie in der Langfassung.

Wie gehen Sie damit um? Schreiben Sie uns gerne eine Mail an kiwi@falter.at!


Willkommen in Hogwarts

von Lisa Kiss

Im Gewächshaus schreien die Alraunen, aber hier sind sie nicht tödlich. Foto: S. Ramones

Für Fans von Harry, Hermine und Ron: Hogwarts, die Schule für Hexerei und Zauberei, befindet sich derzeit in der Metastadt. „Harry Potter – Die Ausstellung“ gewährt interessante Blicke hinter die Kulissen der Verfilmung von J.K. Rowlings weltweit erfolgreicher Romanserie. Natürlich startet der Rundgang gemeinsam in Gruppen zu circa 100 Leuten auf Bahnsteig 9 ¾. In der Zauberschule spaziert man von einem detailreich ausgestatteten Raum zum nächsten. Vorbei an der Gemäldegalerie, durch die große Halle mit den schwebenden Kerzen, weiter zu Hagrids Hütte, dann ein Abstecher ins Ministerium für Magie und zu Harry Potters Schrankkammer im Haus von Tante Petunia. Manche Stationen laden auch zum Mitmachen ein, im Herbarium etwa, wo man eine Alraune pflanzt oder auf dem Quidditch-Feld, wo man zwar nicht auf einem Nimbus-2000 fliegen kann, aber Bälle ins Ring-Tor werfen soll.   

Bevor der Hogwarts-Express losfährt, erhält man ein Armband mit personalisiertem Chip. So ist man auf Marauder’s Map zu sehen, man kann seinen Patronus wählen und sich einem der Schulhäuser von Hogwarts anschließen. Am Ende des Rundgangs wartet, wie könnte es anders sein, ein großer, gut sortierter Merchandise-Shop. Die Eintrittspreise ab 29,90 Euro sind nicht gerade günstig, als Geschenk für Fans aber auf jeden Fall das Geld wert. Ist man außerdem erst einmal drinnen, darf man sich so lange man will in der Ausstellung bewegen.

METAStadt, 1220 Wien, ab Freitag (16.12.), bis 19.03.2023; keine Verlängerung möglich, die Schau wandert dann nach Paris


Infektionswelle in Wien: „Wir sind wirklich am Anschlag“

Die Infektionswelle bringt die Gesundheitsversorgung an den Rand des Zusammenbruchs. Bei den Allgemeinmedizinern, auf den Ambulanzen und den Normalstationen ist die Lage mehr als angespannt – im Intensivbereich glücklicherweise aber nicht. Ärzt:innen und ein Pfleger erzählen.

Nicole Grois, Kassen-Kinderfachärztin im 9. Bezirk

„Wir sind derzeit wirklich am Anschlag: Das Wartezimmer ist bummvoll und gleichzeitig ist permanent jemand aus dem Team krank. Wir behandeln Kinder, die sich nicht nur ein Virus eingefangen haben, sondern einen Cocktail aus vier, manchmal sogar fünf Erregern – RSV, Influenza, Rhinoviren, Corona, alles zusammen. Dazu kommen noch die katastrophalen Engpässe bei ganz banalen Arzneimitteln: Medikamente zum Inhalieren, einfache Antibiotika fehlen. Für die Patientinnen und Patienten ist das nicht nur quälend, sondern auch gefährlich. Glücklicherweise müssen die wenigsten Kinder ins Spital und noch weniger auf eine Intensivstation.

Und wir sind alle erschöpft: Zwei Jahre Pandemie, dazu der Personalmangel bei den Kassenärzten. Ich kenne praktische Ärztinnen, die sehen 80 Patienten pro Tag, manchmal sogar über 100. Viele Jungen gehen lieber in die Privatmedizin. Jemanden zu finden, der über die Feiertage die Vertretung übernimmt, grenzt ans Unmögliche. Ich fürchte, dass Weihnachten heuer überhaupt Land unter ist.

Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Ordination für ein paar Tage zusperre, aber ich kann nicht mehr. Kürzlich habe ich mit einer Kollegin geredet, die gemeint hat: Noch einen Winter wie diesen halten wir nicht durch. Mir geht es genauso. Das System wird nicht kippen, es ist bereits gekippt.“


Zwei weitere Protokolle lesen Sie von Nina Horaczek und Martin Staudinger in der gestrigen Ausgabe von FALTER.morgen, dem werktäglichen Wien-Newsletter aus der FALTER-Redaktion, den Sie hier kostenlos abonnieren können.


Raus aus der Stadt – Schneeabenteuer

St. Corona am Wechsel – Familienskiland

Immer brav Pizzaschnitte machen, in der Wexl Arena ist das noch relativ günstig möglich. Foto: Erlebnisarena St. Corona am Wechsel

Nur knapp eine Stunde von Wien mit dem PKW entfernt, lädt das Wechselgebiet in Niederösterreich zum Entdecken einiger Schneelandschaften ein. Auf insgesamt 70.000 m² gibt es in der Wexl Arena besonders viel Angebot für Familien. Die Staffelung nach den verschiedenen Bedürfnissen unterschiedlicher Familienmitglieder (und somit auch Preisen) macht das Areal so besonders, im Zauberteppichland (Tageseintritt: € 15,50) werden eher Kinder glücklich, das Wintererlebnisland (Tageseintritt: € 6,50) soll die Allerkleinsten ans Skifahren heranführen, auch ein kostenloser Rodelverleih steht dort zur Verfügung. Natürlich können auch Erwachsene die Piste herunterwedeln.

Hardfacts:

  • Lifte: 1 Tellerlift, 2 Förderbänder, 1 Schlepplift

  • Pistenkilometer: 2,1 (leicht)

  • Schneekanonen: 9

  • Betriebszeiten: bis 31.01.2023 tägl. 8.30 – 16.00 Uhr (Flutlichtbetrieb: ab 25.12. an allen Ferientagen sowie Fr, Sa 16.00 – 19.00 Uhr)

  • Schiverleih/Schischule: Verleih vor Ort/Wintersportschule St. Corona

  • Gastronomie: Restaurant beim Lift

  • Familienpreis Tageskarte „Coronas Skiland“: € 26,50 (Kinder unter 3 Jahren zahlen keinen Eintritt)


Unternberg, 2880 St. Corona am Wechsel, Tel.: 02641 202 60
www.wexlarena.at, www.bergfex.at/stcorona

Tipp aus dem Buch „Skifahren in Ostösterreich“ von Wolfgang Kralicek, erschienen im Falter Verlag.


Event-Tipps

Fadesse adé

Spiele, spielen, spielen: Das Winterferienspiel macht halt im Rathaus. Foto: Christoph Liebentritt

Selbstverständlich findet auch in den Weihnachtsfeiertagen das Winterferienspiel von WIENXTRA statt. Zum Beispiel verwandelt sich das Wiener Rathaus an drei Tagen in ein Spieleparadies, beim Ramba Zamba Riesenspielfest (3. bis 5.1.) gibt es auf allen Ebenen fast alles auszuprobieren. Brettspiele, Gesellschaftsspiele, Games und und und.

Viele Museen bieten zudem spezielle Aktionen an, eine Rätselrallye durch die Stadt zeigt Wien von seiner schönsten Seite und exotische Papageien im 9. Bezirk freuen sich über Besuch. Die zahlreichen Ferienspiel-Angebote finden Sie hier.


Musikalisches Christkind

Peter Schneck räumt seinen Dachboden auf und stolpert dabei immer wieder über Sachen, die ihn an die Weihnachtsfeiern seiner Kindheit erinnern. Das „Weihnachtskonzert“ erfreut mit einem fantastischen Weihnachtsbaum und Liedern zum Mitsingen. Ab 3 Jahren, Infos & Tickets hier.

Kabarett Niedermair, Freitag (22. & 23.12.), 14.00 & 16.00 Uhr


Komm, wir bauen eine Stadt!

Was sind die derzeit brillantesten Architekturkonzepte in Europa? Die Ausstellung „Europas beste Bauten“ zeigt 40 Projekte, die im Rahmen des Mies van der Rohe Award 2022 ausgewählt wurden: Pilzzucht-Höhlen etwa, eine Farm, mehrere Schulen und viele Wohngebäude.

Im zweistündigen Ferienspiel-Workshop „Wir bauen Europas beste Lego-Bauten“ erforschen Kinder von sechs bis zehn Jahren zuerst die Projekte der Ausstellung und fragen sich im Anschluss, in welchem der Gebäude sie gerne wohnen oder lernen würden. Inspiriert von den Objekten können sie zum Schluss aus Lego ihre eigenen Häuser bauen und daraus gemeinsam eine Stadt erschaffen. (Sara Schausberger)

Architekturzentrum, 04. und 05.01., 10.00 & 13.00 Uhr


Kleine Bewegungskünstler

Krabbel-Theater im Dschungel Wien. Foto: Alek Kawka

Die begeh-, bekrabbel-, erleb- und fühlbare Installation „The Milky Way“ für die Allerkleinsten und ihre erwachsenen Begleiter:innen: Objekte, Formen und Farben inspirieren das Publikum dazu, sich frei durch den Raum zu bewegen, umherzuwandern, verschiedene Perspektiven zu genießen, ihn zu erkunden, aktiv zu sein oder sich in der weichen Umgebung zu entspannen. Ab 0,5 Monaten. (Sara Schausberger)

Dschungel Wien, 27.12. bis 30.12., 10.00 & 16.00 Uhr


Neue Attraktionen

Ein Pop-Up-Erlebnisbereich sorgt noch bis zum Ferienende mit der Winterwerkstatt im Technischen Museum für Abwechslung. Auf zwei Ebenen gibt es eine große Auswahl an Baumaterialien (Lego, Bioblo usw.) und Bücher für Kinder von 3 bis 10 Jahren zu entdecken.

Technisches Museum, täglich zu den Öffnungszeiten, noch bis 08.01. geöffnet


Silvester mit Kids

Nach längerer Pause (Sie wissen, warum) findet heuer wieder der Silvesterpfad in der Wiener Innenstadt statt. Am Neuen Markt (14.00 bis 18.00) unterhält die „Hallo Okidoki“ Show mit Gästen wie Christina Karnicnik, Robert Steiner, „Kater Kurt“, „Franz Ferdinand“, der „ABC-Bär“ oder „Rolf Rüdiger“. Im Kindermuseum Schönbrunn werden gemeinsam Glücksackerl gebastelt (11.00 bis 16.30.) und beim Sillyvester im Himmel & Wasser (ab 18.00 Uhr) können kleine Gäste Marshmallows grillen und ein bissi Feuerwerk entfachen, dazu gibt es DJ-Sounds.


Tiefbegabt in Richtung Superheld

Etienne Halsdorf und Paul Winkler als die ungleichen Freunde Oskar und Rico. Foto: Rita Newman

Rico findet eine Nudel mit Käsesauce auf dem Gehsteig vor seinem Haus. Wem gehört diese Nudel? Und was für eine Sorte ist das genau? Rico beginnt seine Untersuchungen und fragt bei seinen Nachbarn nach.

Andreas Steinhöfels Buchreihe handelt vom „tiefbegabten“ Rico (Paul Winkler) und vom „hochbegabten“ Oskar (Etienne Halsdorf). Die beiden Berliner Buben lernen einander im Zuge der Nudelrecherche auf der Dieffenbachstraße kennen und freunden sich an. Doch schon bald taucht Oskar, der zur Sicherheit immer einen Helm trägt, nicht zur verabredeten Zeit auf: Kann es sein, dass der Kindesentführer Mister 2000 ihn geschnappt hat? Zwischen Fotos aus Berlin, deutschsprachigem Rap und mehreren Wohnungstüren erzählt die Dramatisierung von „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von einer lieben, alleinerziehenden Mama, die nachts im Techno-Club arbeitet, von einer fürsorglichen Nachbarin mit Depressionen („das graue Gefühl“) und der Erforschung eines Kriminalfalls. Die Frauenrollen hätten weniger klischeehaft ausfallen können, abgesehen davon ist die Inszenierung für Kinder ab 6 Jahren aber humorvoll, berührend und zum Schluss sogar richtig unheimlich und actionreich auf eine gute Art. (Sara Schausberger)

Theater der Jugend, Renaissancetheater, 21. & 22.12., 09. bis 11.01., 16.00 Uhr, Folgetermine bis 23.01.


Nachhaltiges Fest

Hoffentlich hat das Christkind ganz viele Geschenke gebracht, aber was tun mit dem ganzen übrigen Papier, den Sackerln, Schachteln und Bändern? Einfach in die GVVZ: Geschenkverpackungsverwertungszentrale bringen, dort werden gemeinsam tolle Skulpturen daraus. Und keine Sorge, wer nichts mitnimmt, kann Verpackungen aus dem Atelier verwenden! Von 6 bis 13 Jahren. Online leider ausverkauft, Restkarten sind 30 Minuten vor Workshopbeginn an der mumok Kassa erhältlich.

Mumok, 27. bis 29.12., 11.00 bis 13.00 Uhr


Kreative Ferien

Gleich nach Weihnachten startet die Ideenwerkstatt im Haus der Geschichte. Dort können, inspiriert von den Ausstellungen, eigene Buttons, Postkarten oder Zeitkapseln für die Zukunft gestaltet werden. Für Kinder ab circa 6 bis 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Haus der Geschichte, von 27.12. bis 08.01., 14.00 bis 17.00 Uhr


Leinwand-Abenteuer

Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch

Lustig und frech: Ein neues Abenteuer mit dem gestiefelten Kater. Foto: Universal

„Neben seinem breiten spanischen Akzent (Sprecher im Original, wie vor elf Jahren: Antonio Banderas) ist das hervorstechendste Merkmal dieses Helden noch immer sein großspuriges Auftreten. Puss überschätzt sich eben gern mal. So landet er nach seinem jüngsten Abenteuer bei einem Arzt, der ihn fragt, wie viele seiner neun Katzenleben er denn schon aufgebraucht habe. Die höchst komische Montagesequenz, die folgt, bringt das vom Zuschauer erwartete Ergebnis: Der gestiefelte Kater ist bereits acht Tode gestorben, ihm bleibt nur noch ein einziges Leben“. Empfohlen ab 8 Jahren. (Frank Arnold, epd-Film)


Die aktuellen Spielzeiten finden Sie auf falter.at/kino.


Kinderbücher

Unsichtbar in der großen Stadt (ab 4 Jahren)

Ein Junge fährt mit dem Bus durch New York. Er weiß, wie es sich anfühlt, klein zu sein in einer großen Stadt. Er nennt Abkürzungen und Verstecke, Fluchtmöglichkeiten und Ruheplätze. Weil es zu schneien begonnen hat, verrät er auch Wärmeinseln. Der Autor und Illustrator Sydney Smith wuchs auf Nova Scotia in Kanada auf und war mit „Stadt am Meer“ 2019 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sein neues Bilderbuch ist ein Juwel. In melancholisch-verwischten Bildern macht es die Verlorenheit des Jungen greifbar. Das Profil eines Kindergesichts und dahinter die graue Stadt, Pfützen, in denen sich Passanten spiegeln, eine Glasfassade, in der sich das Bild des Jungen bricht. Bald glaubt man selbst, nicht genug zu sehen, beginnt zu frieren und fragt sich schließlich, mit wem der Junge eigentlich spricht. Aber das ist der Clou des Buches und wird selbstverständlich hier nicht verraten.

Sydney Smith: Unsichtbar in der großen Stadt. Aladin, 40 S., € 18,50 (ab 4)

Erhältlich im faltershop, Rezension: Kirstin Breitenfellner


Traumspringer (ab 10 Jahren)

„Oh Mann, Leon, du bist wirklich der größte Träumer, den’s gibt!“ Wie oft er das schon gehört hat. Ja, der zwölfjährige Leon ist gut darin, sich aus dem Alltag wegzubeamen. Doch das ist nicht alles: Er kann sogar in die Träume anderer Menschen schlüpfen. Dabei will er das gar nicht, denn seit das losgegangen ist, ist sein Leben ungemütlich. Überall tun sich auf einmal Löcher und Tunnel auf, in die Leon steigen soll: in der Tafel in seiner Klasse, hinter der Tür, die krachend vor ihm aufspringt ... Unsere Träume, erfährt Leon, werden seit Jahrtausenden archiviert. Das erzählt ihm Morpheus, der Hüter der Nacht. Und dessen Bruder Krato hat gedroht, diese Archive zu plündern. Plant er etwa, aus den Träumen der Menschen das beste Handyspiel aller Zeiten zu machen? Ob er will oder nicht, da muss Leon helfen – gemeinsam mit dem geheimnisvollen Elias, der ganz neu in der Klasse ist. Ein mysteriöser Kinderkrimi, der vor schrägen, fantastischen Bildern überquillt.

Alex Rühle: Traumspringer. dtv, 256 S., € 15,40 (ab 10)

Erhältlich im faltershop, Rezension: Gerlinde Pölsler


Für die Erwachsenen: Besser lesen mit dem FALTER #72

In dieser Folge des Buchpodcasts mit Petra Hartlieb geht es um literarische Übersetzungen und um Diversität in Kinderliteratur. Was verbindet diese Themen miteinander? Beide haben im Literaturbetrieb lange Zeit relativ wenig Aufmerksamkeit bekommen. Das ändert sich nun langsam.

Für diese Folge haben Studierende der FH Wien der WKW – im Rahmen einer Kooperation mit dem FALTER – Interviews mit Menschen geführt, die an diesen Änderungsprozessen beteiligt sind; mit Autor:innen und Übersetzer:innen – aber auch mit der geschäftlichen Seite – mit Verlagsmenschen und Buchhändler:innen.

Die ganze Folge gibt's hier als Podcast zum Nachhören.


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