Empfohlen Filmkritik

Unsere große kleine Farm

The Biggest Little Farm

© Thimfilm

Foto: Thimfilm

© Thimfilm

Foto: Thimfilm

© Thimfilm

Foto: Thimfilm


John Chester und seine Frau Molly verlassen Los Angeles, um im kalifornischen Hügelland eine Farm zu gründen. Damit ihr Traum von der eigenen biodynamischen Landwirtschaft Wirklichkeit werden kann, müssen sie eine Reihe von Problemen bewältigen. Die Dokumentation begleitet sie acht Jahren lang auf ihrem von vielen Rückschlägen gezeichneten Weg, auf dem es nicht nur um ökologische Landwirtschaft geht, sondern auch darum, wie die beiden sich ein kleines Paradies, eine Familie und eine neue Heimat erschaffen. (Presseinformation)

Regie:
Regie:
John Chester
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2018
Dauer:
Dauer:
91 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
12. Juli 2019

Schwein gehabt: "Unsere große kleine Farm"

Martin Nguyen | 10.07.2019

Der Hund ist schuld. Vierbeiner Todd kläfft, bis Nachbarschaft und Nerven verlorengehen und Dokumentarfilmer John Chester und Foodbloggerin Molly aus ihrem engen Apartment in Los Angeles geworfen werden. Aus der Not wächst eine kühne Vision: Mithilfe eines Investors erwerben die Chesters ein Stück kalifornisches Hügelland mit dem Traum, einen traditionellen Bauernhof im Einklang mit der Natur zu führen. Nur: Die von Monokulturen ausgelaugte Erde ist tot. Da bellt kein Hund und kräht kein Hahn. Die Neofarmer setzen auf die Expertise von Alan York, einem Pionier der biodynamischen Landwirtschaft, der in dem naiven Idealismus der Chesters den Nährboden für eine grundlegende Umstellung sieht: die komplette Erneuerung und Revitalisierung eines selbstregulierenden Ökosystems.

"Unsere große kleine Farm" zeigt über einen Zeitraum von acht Jahren den entbehrungsreichen, von wiederkehrenden Rückschlägen gezeichneten Weg hin zu einer Bilderbuchfarm. Würmer, Dung und Vielfalt sind die Bausteine eines von Plagen bedrohten Neubeginns. Gefräßige Schnecken ruinieren die Ernte, Kojoten dezimieren die Hühner. Abwarten und beobachten, rät Berater York. Erst als die Erkenntnis reift, dass für die Probleme der Natur auch die Natur Lösungen parat hält, stellt sich langsam ein Gleichgewicht ein.

Der Film wechselt dabei zwischen Home-Movie-Appeal und professionellen Aufnahmen des naturfilmerprobten Regisseurs Chester, der all dies bisweilen ein wenig zu gescheit kommentiert. Aber dies tut dem positiven Bild keinen Abbruch. Es ist ein von viel Optimismus getragenes Ökomärchen, dem es gelingt, eine emotionale Bindung zur Farm, zum trächtigen Schwein Emma, zum in Liebesdingen verwirrten Hahn Greasy zu knüpfen.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Filmcasino)

Anzeige

Anzeige

Diese Filme könnten Sie auch interessieren


Anzeige

Anzeige