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Sundown - Geheimnisse in Acapulco

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Der Urlaub in einem Luxusresort in Acapulco nimmt für Neil (Tim Roth) und seine Schwester Alice (Charlotte Gainsbourg) ein abruptes Ende. Sie fliegt mit den Kindern heim, er quartiert sich in einer billigen Pension ein. "Der mexikanische Regisseur Michel Franco ist bekannt für seine unerbittliche Sozialkritik. In seinem vorherigen Film 'New Order' hat er Rebellen eine Hochzeit von Superreichen sprengen und Mexico-City in eine Dystopie verwandeln lassen. Der aktuelle 'Sundown' ist weit weniger explosiv. Die Kamera folgt Neil, der die Tage gleichgültig an sich vorbeiziehen lässt. Am Ende blickt die Kamera einfach ins Leere." (Dominique Gromes)

Regie:
Regie:
Michel Franco
Darsteller:
Darsteller:
Tim Roth, Charlotte Gainsbourg, Iazua Larios, Mónica Del Carmen
Land/Jahr:
Land/Jahr:
MEX/F/SWE 2021
Genre:
Genre:
Drama
Dauer:
Dauer:
83 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
1. Juli 2022

Endloser Ennui: "Sundown"

DOMINIQUE GROMES | 29.06.2022

Die Geschwister Neil und Alice Bennett (Tim Roth und Charlotte Gainsbourg) liegen am Pool eines Luxushotels in Acapulco. Viel gibt es nicht zu tun, zwischen Cocktail-Hour und Handyspielen. Die Sonne geht auf, geht unter, geht wieder auf.

Da beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen: Ihre Mutter stirbt. Nun geht es um das Begräbnis wie auch das millionenschwere Erbe der Schweinefleisch-Dynastie. Davon ist zumindest Alice überzeugt. Ihr Bruder Neil jedoch sieht seine Chance, aus allem auszusteigen. Er bleibt in Acapulco, checkt in das billigste Hotel ein, sitzt jeden Tag mit Bier am Strand und hat eine Affäre mit einer Einheimischen.

Der mexikanische Regisseur Michel Franco ist bekannt für seine unerbittliche Sozialkritik. Im seinem vorigen Film "New Order" hat er die Hochzeit von Superreichen durch Rebellen sprengen und Mexico City in eine Dystopie verwandeln lassen. Der aktuelle "Sundown" ist weit weniger explosiv. Die Kamera folgt Neil, der die Tage gleichgültig an sich vorbeiziehen lässt. Oft ist man nicht sicher, ob Tim Roth die Rolle überhaupt spielt oder sich einfach an unterschiedlichen Schauplätzen vor die Kamera gesetzt hat. Je länger der Film dauert, desto schwieriger wird es, Interesse an Neils Lustlosigkeit zu haben. Am Ende blickt die Kamera einfach ins Leere.

Ab Fr im Kino ((OF im Artis, OmU im Votiv)

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