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River

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Der Schönheit und Gefährdung der Wasserläufe der Erde widmet sich diese australische Doku als spektakulärer Bilderstrom: Mehr als fünf Kameramänner haben ihn in 39 Ländern zusammengetragen, hingen an Seilen oder filmten mit Drohnen. Hinzu kommen Satellitenaufnahmen und Arbeiten des Landschaftsfotografen Chris Burkard. "River" ist aber auch ein Konzertfilm fast ohne musikalische Pause: Das Australian Chamber Orchestra spielt Klassisches bis Zeitgenössisches und der indigene Musiker William Barton lässt seine Stimme erschallen. Alles fließt, auch Pathos. (Sabina Zeithammer)

Regie:
Regie:
Jennifer Peedom, Joseph Nizeti
Land/Jahr:
Land/Jahr:
AUS 2021
Genre:
Genre:
Dokumentarfilm
Dauer:
Dauer:
75 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
29. April 2022

Alles fließt, auch Pathos: "River"

SABINA ZEITHAMMER | 27.04.2022

Sie sind die "Arterien des Planeten" und für die Menschheit von immenser Bedeutung: die Flüsse dieser Welt. Ihre Existenz ermöglichte die Landwirtschaft, an ihren Läufen entstanden die ersten Metropolen. Heute aber sind die meisten Flüsse reguliert, aufgestaut, umgeleitet, kurz: zu einem ausbeutbaren Rohstoff verkommen.

Der Schönheit und Gefährdung der Wasserläufe der Erde widmet sich die australische Doku "River" (Jennifer Peedom, Joseph Nizeti) als spektakulärer Bilderstrom: Mehr als fünf Kameramänner haben diesen in 39 Ländern zusammengetragen, hingen an Seilen oder filmten mit Drohnen. Hinzu kommen Satellitenaufnahmen und Arbeiten des Landschaftsfotografen Chris Burkard. "River" ist aber auch ein "Konzertfilm" fast ohne musikalische Pause: Das Australian Chamber Orchestra spielt Klassisches bis Zeitgenössisches, der indigene Musiker William Barton lässt seine Stimme erschallen. Bilder und Töne allein vermögen zu berühren, doch fließt ein weiteres Element ein: vorgelesene Zeilen des Essayisten Robert Macfarlane. Sie enthalten manch interessante Fakten, wichtige Warnrufe und Poesie, zeitigen aber auch mächtige Stromschnellen des Pathos, in denen der Film fast kentert. Willem Dafoe als mild erzählender Fährmann führt stets gerade noch in sichere Gewässer zurück.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Filmcasino)

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